Wir lagen den ganzen Nachmittag in meinem Bett, ich auf Coles Brust und er hatte beide Arme um meinen Hals, sodass mein Kopf fast nicht mehr zu sehen war.
Es war ganz entspannt, eine Zeit lang schlief ich, dann aßen wir wieder Eis, dann massierte er meinen Nacken, ich entspannte ihn auf meine Weiße, da ich ja meine Tage hatte musste ich eben meine Hände benutzen, dann zwang er mich wiedermal einen Film aus der Batman-Reihe zu sehen und danach redeten wir noch eine Weile. Bis ein Thema aufkam, das mich beschäftigte.
„Ich werde dich so vermissen in London." Flüsterte ich und vergrub mein Gesicht wieder in seinen Armen.
„Ich dich auch. Aber stell dir mal vor, du hast deine eigene Wohnung und ich komme dich an den Wochenenden besuchen, wir sind ganz alleine in der Wohnung, keiner hört uns." Murmelte er mit einer tiefen, verführerischen Stimme. „Perversling." Gab ich zurück und musste bei dem Gedanken grinsen.
Als Rachel uns zum Abendessen rief, knurrte mein Magen schon, trotz dem Eis, das ich verputzt hatte. Es gab Pasta mit Tomatensauce und Käse überbacken, eines meiner Lieblingsgerichte.
„Morgen ist Marcus' Geburtstagsfeier, wir fahren um 11 Uhr los, also macht euch rechtzeitig fertig." Informierte Dad uns und ich sah ihn überrascht an. Weder Cole noch ich wussten etwas davon.
„Er hat uns schon letzte Woche eingeladen, aber anscheinend hab ich vergessen, euch das zu erzählen." Lachte Dad, er schien irgendwie mit seinen Gedanken wo anders. Rachel grinste mich breit an und meinte, sie hätte schon ein Geschenk gekauft. Cole neben mir verschränkte die Arme vor der Brust.
„Wir gehen nicht hin, richtet ihm schöne Grüße von uns aus." Meinte er trotzig und sah Rachel ernst an. Diese riss die Augen ungläubig auf und ich atmete laut aus, da ich schon wusste, dass nun einer unserer Streits entfachen würde.
„Wieso nicht? Das ist dein Cousin, Cole. Es ist nur eine Feier, außerdem habt ihr morgen sowieso nichts vor." Warf seine Mutter ihm vor.
„Hast du mal gesehen, wie er Hailee ansieht? Das letzte Mal als wir bei ihnen waren, hat er sie angegrapscht, also braucht er erst gar nicht erwarten, uns dort zu sehen."
Ich fand es süß, wie eifersüchtig er war, aber ich hatte die Entscheidung getroffen, hinzugehen und das würde ich auch tun. Das hatte was mit Freundlichkeit zu tun, egal ob man sich mit der Person verstand oder nicht.
„Cole." Ich verdrehte die Augen und sah ihn vorwurfsvoll an. „Nein, ich geh da nicht hin." Gab er beleidigt zurück und ich konnte die Eifersucht aus seiner Stimme raushören. Rachel warf mir einen verzweifelten Blick zu und ich wusste, was sie meinte. Sie wusste genau wie ich, dass ich Cole zu allem überreden konnte und so tat ich es auch.
„Wir kommen." Lächelte ich Rachel zu und sie nickte dankbar. „Hört mal auf, euch immer gegen mich zu verbünden! Wenn ich sage, wir gehen nicht hin, weil er auf meine Freundin steht, dann gehen wir nicht hin. Ende." Er sah uns beide vorwurfsvoll und genervt an.
Im Augenwinkel sah ich Dad und Ali kichern, für die beiden war das beinahe wie Kino. „Dann geh ich eben alleine hin, wenn du dich kindisch verhalten musst." Stellte ich klar und verschränkte ebenfalls die Arme vor der Brust. Rachel kam ein Grinsen über die Lippen, sie liebte es, wie ich Cole zeigte, wo's langging.
„Nein, wirst du nicht." Protestierte er wieder und biss sich auf die Lippe. Das tat er immer, wenn er wütend war aber mich nicht anschreien wollte und so wusste ich, dass es ernst wurde.
„Ich hab nichts gegen Marcus, es ist sein Geburtstag und er gehört zur Familie also wieso zur Hölle sollte ich nicht zu der Feier gehen?" ich schüttelte verständnislos den Kopf und Cole biss das Kiefer zusammen, eine weitere Sache, die er nur tat um seine Wut in Schacht zu halten.
„Leute, jetzt werdet nicht kindisch. Hailee hat Recht, das hat etwas mit Freundlichkeit zu tun, du musst ja nicht mit ihm einen auf besten Freund machen, einfach nur dort sein. Das macht man so in Familien." Schaltete sich Ali ein und verdrehte die Augen.
„Ich geh nicht hin und du wirst auch nicht hingehen, Ende. Ich diskutiere nicht über diese Dinge." Murmelte er an mich gerichtet und sah mich eindringlich an. Jetzt wurde ich aber wütend, wer hatte ihm erlaubt, mir zu sagen wo ich hingehen durfte und wo nicht?!
„Seit wann bestimmst du, wo ich hingehe? Ich geh da hin, wenn du stur sein willst dann bitte, aber ich werde hingehen." Beharrte ich und sah ihn nicht mehr an. Ich hörte ihn laut ein und ausatmen, dann stand er auf und verschwand im ersten Stock.
Rachel gab mir einen amüsierten Blick, es war mittlerweile schon fast lustig, wie Cole und ich wegen jeder Sache stritten. „Ihr seid beide viel zu stur, Kinder." Gab Dad ebenfalls lachend von sich und ich entschied, Cole nicht nachzulaufen.
Ich verstand ja, dass er eifersüchtig war und auch Grund dazu hatte, weil Marcus mich wirklich an gegrapscht hatte, aber ich hatte klargestellt, dass wir zusammen waren und Marcus wusste das, also gab es keinen Grund, nicht zu seiner Feier zu gehen. Und es war das allerletzte, dass er mir sagen wollte, wohin ich gehen durfte und wohin nicht. Außerdem war das sein Cousin und nicht irgendein Typ.
Wir aßen noch zu Ende und Rachel machte sich mit Ali und mir aus, dass wir am kommenden Mittwoch Hochzeitskleider ausprobieren würden. Die Hochzeit solle noch vor meinem Praktikum stattfinden, es waren noch zwei Monate und eine Woche bis ich nach London fliegen würde, also mussten Dad und Rachel sich beeilen.
Sie hatten bereits einige Termine mit ihrer Hochzeitsplanerin gehabt und die Location, die Dekoration und das Essen ausgesucht. Nur mehr ein genauer Termin und ein Pastor fehlten noch.
Gegen halb zehn lag ich bereits im Bett, da ich nichts Besseres zu tun hatte. Ich telefonierte mit Nick und erzählte ihm, wie das Treffen mit Chris gestern gelaufen war.
„Das ist ein guter Anfang. Ich würde dir aber raten, nur mehr einmal mit ihnen mitzugehen und dann schon in die Offensive zu gehen, wie wir besprochen haben. Cole ist schon misstrauisch und er wird dir sonst folgen und das ganze wird auffliegen." Meinte er und ich stimmte ihm zu.
„Ich hab mit Mason abgemacht, dass ich diesen Dienstag nochmal mitgehe und dann am Donnerstag werde ich zu Chris' Wohnung gehen und ihn ein bisschen heiß machen, dann warte ich in seinem Zimmer auf ihn und wenn er reinkommt schlage ich ihn mit irgendwas k.o. Ich werde dann die Kästen durchsuchen und sobald ich die CD hab, rufe ich dich an, damit wir zur Polizei gehen können." Erklärte ich Nick meinen Plan.
Er meinte, er würde mir gleich vor Chris' Haus warten, sodass wir sofort zur Polizei gehen konnten, falls Chris aufwachen würde konnte er mich also nicht so leicht aufhalten, wenn Nick gleich vor Ort sein würde.
Tammy rief mich noch an und erzählte mir von einem Typen aus unserer Schule, der sie auf der Straße nach ihrer Nummer gefragt hatte und sie dann bis nach Hause verfolgt hatte und ich versprach ihr, am Montag mit ihr zu ihm zu gehen und ihn zur Rede zu stellen.
Dann machte ich mich bettfertig und zog mir meine hellgrauen Shorts mit der rosa Spitze und das enge dazu passende Top mit V-Ausschnitt an, das Cole so gefiel.
Ich hatte keine Lust mehr auf streiten und außerdem konnte ich ohne ihn nicht mehr einschlafen, also beschloss ich, mich diesmal zu entschuldigen. Normal war immer er der, der nachgeben musste und heute würde ich die Rollen tauschen, da ich nun in einer guten Laune war.
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Call me Babe
Novela JuvenilHailee (16) und Cole (17). Sie sind Stiefgeschwister, müssen zusammen leben. Sie verstehen sich eine Sekunde und zicken sich in der nächsten an, bis sie sich gegenseitig beinahe hassen. Doch was, wenn etwas Unvorhersehbares passiert und sie herausfi...
