Do what you are told

2.3K 68 2
                                        

Does the Pain weigh out the Pride when you try to find a place to hide?

..........................................................................

Katias Sicht

Lillith lag schwer atmend und blutüberströmt auf der kleinen Liege und schluchzte. Ich wollte zu ihr laufen wurde jedoch von Viktor am Arm festgehalten und zurück gezogen, "Wenn du versuchst ihr zu helfen, wirst du eine Strafe bekommen.", flüsterte er mir kalt ins Ohr. Ich nickte, aber innerlich wusste ich, dass ich mich nicht daran halten würde. Er ließ mich los und schob mich in den kleinen Raum, "Wenn ich merke, dass du ihr geholfen hast, wirst du genau so Schmerzen haben, merk dir das. Ich komme in ein paar Stunden wieder.", damit schloss er die Tür und ließ mich mit Lillith alleine. Ich stolperte auf sie zu und kniete mich neben sie. "Oh mein Gott, Lillith es tut mir so unglaublich leid!", flüsterte ich unter Tränen. "Bitte...hilf mir...", flüsterte sie schwach. Ich konnte nicht anders, ich musste ihr helfen, schließlich war es meine Schuld gewesen, dass sie jetzt hier lag und fast verblutete. "Ja... Ja sofort...", stotterte ich unbeholfen und verschaffte mir erst einmal einen Überblick über ihre Verletzungen. Da sie nackt war, war es nicht schwer alle offenen Wunden zu finden. Sie hatte etliche Brandwunden, Schnitte und tiefe Einkerbungen, die sich vorallem in ihrer Rippengegend befanden. Da ich keinen Verbandskasten oder etwas in der Art hatte, riss ich mehrere Fetzen von meinem Kleid und versuchte die tiefsten Einschnitte zu verbinden um wenigsten diesen Blutverlust zu mindern wenn nicht gar zu stoppen. "Okey Lillith, das wird gleich ziemlich weh tun, wie wäre es, wenn du mir ein bisschen was über deinen Besitzer oder deine Familie erzählst.", schlug ich ihr vor und sie begann zu erzählen. Ihr Besitzer war eigentlich ziemlich nett, er schlug sie nur dann, wenn sie wirklich mist gebaut hatte, was so gut wie nie vorkam. Ihr Freund hatte ihr vor ihrer Entführung noch einen Antrag gemacht, ihre Tochter hieß Mary und war gerade mal 2 Jahre alt, sie war ihr Heiligtum. Sie erzählte noch viel mehr, während ich versuchte sie am Leben zu erhalten. Nachdem die großen Wunden versorgt waren, kümmerte ich mich um die Kleineren und zuletzt um die ganz kleinen, bis sie fast aufhörte zu bluten. Mein Kleid, hatte gerade so für ihre Verarztung gereicht, weshalb ich die letzten Reste achtlos in eine Ecke warf und mich dann neben sie setzte. "Hat Viktor mit dir geschlafen?", fragte ich sie letztlich, da ich unteranderem neugierig war aber auch wissen wollte, was mich noch erwarten würde, dafür dass ich ihr geholfen hatte. "Nein.", sagte sie ehrlich und ich war erleichtert, dass er wenigstens das nicht auch noch getan hatte. Irgendwann schlief Lillith vor Erschöpfung ein und ich blieb ruhig sitzen und dachte über die Konsequenzen meines Helfens nach. Aber ich hätte sie auch nicht einfach da liegen lassen können, sie war viel zu jung zum sterben und vielleicht hatte sie das Glück zu ihrer Familie zurück zu kommen. Zumindest hoffte ich das.

Viktors Sicht

Unruhig saß ich auf meinem Stuhl im Konferrenzraum der Firma und war völlig unkonzentriert, immer wieder dachte ich daran, dass ich Katia noch heute bestrafen würde, denn ich wusste, dass sie Lillith helfen würde. Auf der anderen Seite durfte ich Lillith nicht sterben lassen, denn sie war das perfekte Druckmittel für Katia. Ich war unschlüssig was ich mit Katia machen würde, denn nur mit ihr zu schlafen, würde nicht reichen, aber ich wollte ihren wundervollen Körper auch nicht zu sehr verschandeln. Mit einem Mal hatte ich die perfekte Idee und grinste kurz. Damit würde sie nicht rechnen, und ich hatte vorerst Zeit mich um Lilliths Verletzungen zu kümmern. "Gut, dann machen wir das so, ich sehe Sie dann in einer Woche zum Termin des Vertragsabschlusses.", beendete Constantin das Meeting und alle bis auf wir beide verließen den Raum. "Na wie gehts voran?" "Kann ich noch nicht genau sagen, aber ich habe die perfekte Idee.", gab ich verschmitzt grinsend zurück und Constantin sah mich fragend an. Ich weihte ihn in meinen Plan ein und war nicht überrascht, dass er mitmachen würde. "Dann fahre ich fix Heim und komme dann zu dir.", sagte er abschließend und wir beide stiegen in unsere Autos und fuhren vorerst getrennte Wegen. Zuhause angekommen, begrüßte ich erst ein mal Ivan und plauderte etwas mit ihm. "Viktor, ich glaube nicht, dass sie das tun sollten. Es dauert nicht mehr lange bis sie sie von alleine gebrochen haben, sie werden Constantin nicht brauchen." "Warum versuchst du mir das auszureden?" "Weil ich weiß, dass sie Angst vor Constantin hat und das nicht zu knapp, es wird sie kaputt machen." "Gut so.", gab ich nur zurück, als es auch schon an der Tür klingelte und ich Constantin diese öffnete. "Na dann, wollen wir mal.", meinte ich düster grinsend und machte mich mit ihm auf den Weg hinab in den Keller. Constantin blieb vorerst neben der Tür, damit Katia ihn nicht gleich sehen konnte, ich öffnete die Tür und sah genau das, was ich erwartet hatte.

Broken WorldWo Geschichten leben. Entdecke jetzt