Viktors Sicht
"Wie lange fahren wir?" "Circa 2 Stunden, vielleicht etwas länger." "Gut. Ich will sie keine Sekunde länger in seinen Händen wissen.", gab ich bissig zurück und versuchte mich ein wenig zu entspannen, doch ich konnte es nicht, es ging hier schließlich um das Leben meines Mädchens. "Viktor, ich verstehe, dass du aufgebracht bist aber wir können sie nicht einfach raus holen, wir wissen nichts über sein dortiges Anwesen, gerade mal, wo es ist und wie es aussieht. Wir können nicht einfach...", ich unterbrach Constantin, "Hineinspazieren? Oh doch und wie wir das können, wir sind in der Überzahl-" "Vorrausgesetzt Zac's und Dante's Männer treffen rechtzeitig ein.", warf Constantin ein. Ich knurrte. Dante war kurz nach Katias Entführung bei uns angekommen und war sofort bereit uns zu helfen, allerdings dauerte es etwas bis alle ihre Handlanger mobilisiert waren, da sie nun mal weiter weg waren. "Wir müssen vor Ort auf sie warten, das weißt du, wie gesagt über Aydins Anwesen und sein dortiges Personal haben wir null Informationen, so ungern du das auch hören möchtest." "Jaja ich weiß.". Ich wollte das alles nicht hören, meine Sorge galt Katia, ich hätte besser aufpassen müssen. Ich war schuld daran, dass sie in dieser Lage war und wenn Aydin ihr etwas antun würde, könnte ich mir das vermutlich nicht verzeihen, denn ich war mir mittlerweile im Klaren über meine Gefühle und eigentlich wollte ich Katia das sagen, nachdem die Jungs weg gewesen wären, wenn alles geklappt hätte. Ich hoffte, dass ich die Chance dazu noch bekommen würde.
Katias Sicht
Ich hatte das Gefühl, als würde es immer kälter in diesem Raum werden. Ich hatte mittlerweile die Knie angezogen und meine Arme darum gelegt um mich wenigstens etwas warm zu halten, doch es half nichts, ich fror ungemein. Ich hörte Schritte auf dem Gang und sie kamen näher, Angst machte sich in mir breit und ich legte meinen Kopf mit dem Gesicht nach unten auf meine Knie, ich wollte gar nicht wissen, wer da kam und warum er kam, ich wollte dass es so aussah, als würde ich schlafen, doch irgendwie wusste ich instinktiv, dass das nicht funktionieren würde. Die Tür wurde entriegelt und anschließend geöffnet. Langsame Schritte näherten sich mir und blieben direkt neben mir stehen, eine Hand legte sich auf meinen Rücken und ich zuckte unweigerlich bei der Berührung zusammen. "Du hast doch nicht etwa Angst?", fragte Aydin belustigt und ich flüsterte ein, "Doch...hab ich...", ohne ihn dabei anzusehen und ich hörte ihn leise lachen. "Steh auf und komm mit, ich will dir was zeigen.", forderte er mich auf und ich rang mich dazu durch, nicht zu widersprechen, sondern einfach zu tun was er sagte. Mit zitternden Beinen und halbnackt stand ich da und ließ mich willenlos von ihm begutachten. "Eine echte Schönheit, schade, dass ich dich damals nicht erworben habe, sonst,", er griff nach meinem vernarbten Arm, ", wäre das hier nie passiert.", er zog mich an eben diesem Arm näher an sich und hob mein Kinn an, sodass ich ihn ansehen musste, "Dafür wäre das hier um so öfter passiert...", murmelte er und legte dann unerwartet sanft seine Lippen auf meine und ich wusste mir nicht so recht zu helfen. Ich war geschockt, wollte mich aber nicht dagegen sträuben, da ich mir die Konsequenzen nicht ausmalen wollte, dennoch war ich nicht bereit, mitzumachen und blieb einfach stumm stehen und sah ihn weiterhin geschockt an. Er löste sich von mir und sah mich einfach nur an, mein Herz schlug wie wild vor Angst, etwas falsches zu sagen oder zu machen. "Oder das hier...", raunte er mir ins Ohr, bevor er meinen Hals sanft küsste und mich noch näher an sich zog, ein Schauer lief mir über den Rücken. "Oder das...", er fuhr mir mit der rechten Hand, also seiner freien Hand, denn mit der anderen hielt er mich immer noch fest, behutsam über den Körper, woraufhin ich ungewollt Gänsehaut an den Stellen bekam, an denen seine Finger meine Haut berührten, und biss mir leicht in den Hals und ich spürte wie er leicht daran sog. Es war mir unangenehm, im Vergleich dazu, als Viktor dies bei mir getan hatte und letztendlich wehrte ich mich doch, wenn auch nur wörtlich. "Aufhören...bitte.", wimmerte ich und bemerkte erst jetzt, dass ich angefangen hatte zu weinen. Er sah mich nachdenlick an und strich mir die Tränen von den wangen, "Mhh für den Moment soll es reichen und jetzt komm, wir haben ja nicht den ganzen Tag Zeit.". Damit drehte er sich zur Tür und zog mich am rechten Arm hinter sich her auf den Gang, das gleißende Licht blendete mich anfangs, doch ich gewöhnte mich schnell daran und erkannte, dass meine Tür nicht die einzige hier auf dem Gang war. "Frag gar nicht erst, du bist im Moment die einzige hier.", meinte er, als er meinen Blick sah. Ich blieb stumm und ließ mich von ihm nach oben bringen. Er steuerte auf die Haustür zu und ging mit mir ein paar Schritte nach draußen, ich begann zu frieren, da es schon früh am Abend war und es Herbst war, dementsprechend war es ziemlich frisch. Schon von hier konnte ich einen schwarzen Van hinter dem Tor ausmachen. "Rate mal, wer uns bis hier her gefolgt ist.", zischte Aydin mir ins Ohr, nachdem er sich hinter mich gestellt und seine Hände auf meine Schultern gelegt hatte. "Ich kenne den Wagen nicht.", gab ich wahrheitsgemäß zurück und spürte, wie Aydins Griff etwas fester wurde. "Bist du dir da so sicher? Ich weiß nämlich ganz genau, zu wem der Wagen gehört und wo er her kommt. Also Katarina, wem gehört dieser Wagen?", er wurde etwas wütender und sein Griff verstärkte sich erneut. "Ich weiß es wirklich nicht! Außer Constantin und Viktor kenne ich hier niemanden und diesen gottverdammten Wagen habe ich noch nie in meinem Leben gesehen!", erwiderte ich verzweifelt und verstand immer noch nicht, worauf er hinaus wollte. "Und du bist dir ganz sicher?", fragte er skeptisch nach und drehte mich zu ihm um. "Ja...", gab ich verständnislos zurück und sah ihn leicht grinsen. "Gut, dann wirst du ja sicherlich kein Problem damit haben, wenn ich dich jetzt vor den Augen unserer Beobachter küsse, nicht wahr?", fragte er verschmitzt und ich wollte ihn gerade fragen, warum das von Bedeutung wäre, als er auch schon seinen linken Arm um meine Hüfte legte, die Rechte Hand an meinen Hinterkopf und mich dann innig küsste und mich dabei an sich drückte, gerade so fest, dass er mir nicht beinahe alle Knochen brach. Ich war geschockt und presste meine Hände gegen seine Brust, sofern ich das konnte, aber es half nichts, ich konnte nichts gegen ihn ausrichten. Nach einer gefühlten Ewigkeit löste er sich grinsend von mir und sah noch einmal hinüber zu dem schwarzen Van, ich wollte mich ebenfalls umdrehen, wurde aber abrupt von Aydin zurück ins Haus geschoben und hörte wie er kurzerhand die Tür zuknallte. Ich zuckte bei dem Geräusch zusammen und hörte, wie Aydin begann zu fluchen. "Verdammter Hurensohn, hoffentlich wird er jetzt richtig sauer.", er ergriff mich erneut am Arm und zog mich die Treppe hinauf in ein Schlafzimmer, sein Schlafzimmer, und brachte mich zum Bett. "Ausziehen und hinlegen.", wies er mich streng an und ich sah unsicher zu ihm auf. "A-aber...", setzte ich an, doch schon sein scharfer, wütender Blick unterbrach mich. "Keine Widerrede. Zieh dich aus und zwar pronto.", zischte er und ich begann mich zögernd unter seiner Aufsicht auszuziehen.
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Broken World
Misterio / SuspensoDu musst gehorchen. Du musst zuhören. Du musst dich fügen. Du musst tun was man dir sagt. Du musst! ........................ Dies ist die Geschichte von Katia Marsten einem Mädchen aus den USA, dass in ihrem ganze Leben nur von Besitzer zu Bes...
