That's what you asked for!

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Katias Sicht

Constantin ging um mich herum und zog mich am linken Oberarm auf die Beine. Ich schrie vor Schmerzen gequält auf und schloss die Augen. Er packte ebenfalls meinen rechten Arm und hielt sie beide Hinter meinem Rücken fest zusammen. Es tat weh, es tat mehr als nur weh, es fühlte sich an, als würde mein gesamter Körper zerrissen werden. Ich keuchte und ließ schwach meinen Kopf hängen. Tränen der Qual und des Schmerzes liefen in Strömen über meine Wangen. Ich hob meinen Kopf erst, als ich das Klicken eines Feuerzeugs hörte. Ich sah, wie Viktor sich eine Zigarette angezündet hatte und bedrohlich auf mich zu kam. Er blieb direkt vor mir stehen, nahm einen Zug und blies mir den Rauch ins Gesicht. Ich hustete - er lachte, grinste mich dann vielsagend an, bevor Constantin seinen Griff verstärkte und Viktor mir mein Kleid bis zu den Brüsten nach oben schob. Er kam meiner rechten Hüfte mit seiner Zigarette gefährlich nah. "Halt sie jetzt gut fest.", gab Viktor fies grinsend zum Besten und Constantin presste mich noch stärker an seine Brust. Ich sah Viktor panisch an und begann verzweifelt zu zappeln, als er mit seiner Zigarette immer näher kam. Constantin verstärkte seinen Griff abermals und stoppte somit mein Gezappel. Keine zwei Atemzüge später spürte ich die heiße Glut auf meiner Haut und wie sie sich in meine Haut einbrannte und schrie verzweifelt auf. Der Schmerz wirkte betäubend und ich zitterte vor Erschöpfung am ganzen Körper. Ich spürte, dass er dieselbe Prozedur auch links durchführte, doch der Schmerz war viel schwächer als beim ersten Mal, da mich die erste Schmerzenswelle ohnehin schon betäubt hatte. Ich sackte in Constantins Armen zusammen und mir wurde immer wieder schwarz vor Augen. Ich konnte und wollte nicht mehr und ich war mir sicher, dass die beiden das auch wussten. Viktor hätte auf diese Strafe verzichten können, denn gebrochen hatte er mich schon, ich hatte das Gefühl, dass er damit einfach nur seinen Standpunkt verdeutlichen wollte und es hatte offensichtlich funktioniert. Er sah zufrieden auf mich herab und meinte kalt zu Constantin, dass er mich einfach los lassen solle und sie mich vorerst im Keller zurück lassen würden. Anders, so sagte er, hätte ich es nicht verdient.

Constantins Sicht

Ich sah Vik ein wenig ungläubig an. Ich hatte trotz des schwachen Lichtes ihre Wunden sehen können und war mir sicher, dass, wenn er sie einfach so zurück lassen würde, sie ohne weiteres an ihren Verletzungen sterben würde, da ich mir sicher war, dass sie sich hier unten wohl oder übel eine Blutvergiftung zuziehen würde. Natürlich stand ich hinter Viktor, er war mein Freund, mein Geschäftspartner, aber so weit konnte ich ihn nicht gehen lassen. "Ich glaube wir sollten uns mal unterhalten...", meinte ich nachdenklich und sah ihn musternd an. "Wenn's sein muss.", erwiderte er genervt und nickte in Richtung Flur. Ich legte Katia fast schon zu sanft auf dem Boden ab und folgte Viktor auf den Flur. Ich schloss die Zelltür hinter mir und fand Viktor mit einem gequältem Gesichtsausdruck an der Wand lehnend. "Was ist los mit dir Vik?", fragte ich ihn ruhig, ja fast schon besorgt und er sah, meinem blick ausweichend, zu Boden. "Ich verliere die Kontrolle... Ich kann mich nicht mehr beherrschen, sie macht mich wahnsinnig! Ich will sie leiden sehen aber gleichzeitig bereue ich es, wenn ich sie verletze! Wenn sie brav ist macht sie mich irgendwie...glücklich... aber dafür hasse ich mich und dann fang ich wieder an sie zu verletzen! Was macht sie nur mit mir?!", er wirkte in diesem Moment so verzweifelt und so menschlich wie schon lange nicht mehr. Noch nie hatte er dermaßen die Fassung verloren. Es überraschte mich und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen. "Du liebst sie, nicht wahr?", rutschte es mir raus und er blickte auf, sah mich mit einem Blick an, den ich von ihm nicht kannte.

Viktors Sicht

Ich war von seiner Schlussfolgerung überrascht und sah ihn verdattert an, bevor ich mir den Gedanken noch ein mal durch den Kopf gehen ließ. "Ich weiß es ehrlich gesagt nicht...", erwiderte ich nachdenklich. Constantin kam auf mich zu und legte mir beide Hände auf die Schultern, sah mir tief in die Augen."Hör zu, ich würde dich dafür nicht verurteilen. Wahrscheinlich würde es mir nicht anders gehen. Aber du musst dir über deine Gefühle klar werden und so lange, bis du das nicht weißt, werde ich hier bleiben und dafür sorgen, dass sie erstens wieder auf die Beine kommt und zweitens du nicht die Chance bekommst, sie irgendwie zu killen.". Ich war dankbar für seine Freundschaft und nickte. "Kannst du dich um ihre Wunden kümmern? Ich kann grad nicht in ihrer Nähe sein...", gab ich müde und irgendwie verwirrt von mir und er nickte. Ich machte mich auf den Weg in mein Schlafzimmer, während Constantin zurück in Katias Zelle ging.

Broken WorldWo Geschichten leben. Entdecke jetzt