Katias Sicht
Ich hatte die Augen geschlossen und versuchte die Schmerzen zu verdrängen. Ich konzentrierte mich auf das Gespräch zwischen Viktor und Constantin, aber sie sprachen zu leise und durch die geschlossene Tür konnte ich nichts verstehen. Ich zuckte unwillkürlich zusammen als die Tür geöffnet wurde und ich aus meiner Konzentration gerissen wurde. Ich öffnete vorsichtig meine Augen und sah Constantin, welcher nachdenklich auf mich herab sah. Ich wagte es nicht ihn zu fragen, was er wollte. Ich hatte Angst und wollte einfach nur noch meine Ruhe haben, wobei ich wusste, dass ich diese niemals für länger als maximal eine Stunde bekommen würde. "Kannst du aufstehen?", fragte er ruhig und meine sarkastische innere Stimme wollte sich schon äußern doch ich blieb ruhig, verkniff mir jeglichen Kommentar. Stattdessen versuchte ich tatsächlich mich zu bewegen, doch schon die kleinste Bewegung verursachte Schmerzen. "Scheinbar nicht...", er klang genau so nachdenklich, wie er aussah, was ich zugegebenermaßen an ihm so noch nicht gesehen hatte, zumindest nicht, als ich noch bei ihm war. Natürlich hatte er mich oft nachdenklich gemustert aber nicht auf die Art und Weise, wie er es jetzt tat. "Pass auf, ich werde dich jetzt hochheben und nach oben ins Bad bringen, wenn deine Wunden nicht bald versorgt werden, stirbst du uns noch weg und das wollen wir ja nicht.", da war er wieder, der alte Constantin, wobei er war es nur zur Hälfte, denn in seiner Stimme lag Fürsorge, ein Wort von dem ich dachte, das er es nicht in seinem Wortschatz hätte. Nahezu vorsichtig legte er seine Arme um mich und hob mich hoch. Ich biss die Zähne zusammen um den aufkommenden Schmerzensschrei zu unterdrücken und die nächsten Tränen liefen mir über die Wangen. Er trug mich in den zweiten Stock und setzte mich, oben angekommen, ungewohnt sanft auf dem Rand der Wanne ab. Er sah mich lange an, schien wie erstarrt, bevor er ohne einen Kommentar Wasser in die Wanne laufen lies.
Constantins Sicht
Viktor hatte ihr übel mitgespielt, so schlimm wie sie im Moment zugerichtet war, war sie es an den dunkelsten Tagen, die sie bei mir verbracht hatte, nicht im Ansatz gewesen. Ich starrte sie einfach nur geschockt an, ihr gesamter Körper, soweit ich das für den Moment beurteilen konnte, da sie noch das Kleid trug, war übersäht mit dunklen Blutergüssen, offenen Wunden und einigen Schwellungen. Es überraschte mich, dass ich von Viktors Taten geschockt war, wenn ich bedachte wie er manch anderes Mädchen behandelt hatte, war das noch nicht das schlimmste was ich bisher gesehen hatte. Aber wahrscheinlich lag es daran, dass ich Katia kannte und wusste wo ihre Grenzen lagen und Viktor hatte diese eindeutig überschritten. Ich schüttelte den Gedanken innerlich wieder ab und widmete mich dem Badewasser. Ich wusste, dass, auch wenn sie dabei Schmerzen haben würde, sie erstmal gewaschen werden musste, wenn ich ihre Wunden einfach so lassen und behandeln würde, dann würde das nichts bringen. Ich drehte das Wasser ab, als die Wanne zu einem Dreiviertel gefüllt war und drehte mich zu Katia.
Katias Sicht
"Dann ziehen wir dich mal aus.", zwinkerte er mir zu und ich schauerte, da seine Worte Erinnerungen in mir aufwarfen, an die Zeit bei ihm. Jedes mal wenn er diesen Satz gesagt hatte, hatte es im Sex geendet oder eben in einer Strafe, jedenfalls verband ich mit diesem Satz nichts gutes. Er zog mich langsam auf die Beine und entledigte mich meiner Kleidung, ohne dass ich mich dagegen zur Wehr gesetzt hätte. Ich hatte Angst etwas falsches zu tun, zu sagen, ja fast schon zu denken. Er legte zwei Finger unter mein Kinn und hob meinen Kopf, damit ich ihn ansah, "Du siehst immer noch verdammt scharf aus, ich weiß nicht, ob ich mich da beherrschen kann.", raunte er mir mit einem verschmitzten Grinsen zu und ich sah ihn einfach nur weiter ängstlich an. Ich war mir sicher, dass Viktor mich bestrafen würde, wenn ich Constantin den Körperkontakt mit mir untersagte und darauf wollte ich verzichten. Constantin strich mir sanft über den Körper, fast schon darauf bedacht, mir nicht noch mehr weh zu tun, und legte seine Hände schließlich um meine Brüste. Ich ließ es zu, sah ihn weiterhin stumm an, denn so hatte ich es gelernt, und gab nicht einen Laut von mir. Constantin riss sich wieder zusammen, "Später vielleicht...", hörte ich ihn murmeln und dann nahm er mich erneut hoch und ließ mich vorsichtig in die Wanne hinab. Schon beim ersten Kontakt der offenen Wunden mit dem Wasser hätte ich schreien können, doch ich tat es nicht, ich wollte doch ich konnte einfach nicht, stattdessen krallte ich mich unter Schmerzen an Constantins Arm fest. "Geht gleich vorbei, das schlimmste kommt erst noch.", meinte er beiläufig und wenn das seine Art war, mich beruhigen zu wollen, so hatte er kläglich versagt, denn nun hatte ich noch mehr Angst. Er begann mir das Blut und den Dreck mit einem Lappen von der Haut zu wischen und hob mich anschließend wieder aus dem Wasser, als er fertig war. Er wickelte mich wie ein Kleinkind, so wie er es früher immer getan hatte, in ein großes schwarzes Handtuch und trug mich in 'mein' Zimmer, wo er mich aufs Bett legte, das Handtuch wieder von meinem Körper löste und anfing meine Wunden zu desinfizieren und zu verbinden. Ich krallte mich vor Schmerzen in der Bettdecke fest, jedes mal wenn Alkohol auf Wunde traf und biss verzweifelt die Zähne zusammen, doch zum Schreien fehlten mir Kraft und Mut. Ich hätte vor Erschöpfung auf der Stelle einschlafen können, als Constantin mit meinen Wunden fertig war, doch er hielt mich davon ab, indem er sich über meinen immer noch nackten Körper beugte und sich etwas an mich presste. "So brav hab ich dich auch noch nicht erlebt, das macht mich echt an...", flüsterte er mir ins Ohr während er sein bestes Stück gegen meinen Intimbereich presste und sich etwas an mir rieb. Ich konnte mir denken worauf das hinauslaufen würde und ich wusste, genauso gut wie Constantin, dass ich dafür eigentlich keine Kraft mehr hatte. "I-ich hab dafür keine Kraft mehr Constantin...", wimmerte ich schwach, obwohl es mich sehr viel Überwindung gekostet hatte, diesen Satz überhaupt auszusprechen. "Wenn du dich nicht wehrst und davon gehe ich aus, wirst du dafür heute keine Kraft brauchen Katarina...".
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Broken World
Misteri / ThrillerDu musst gehorchen. Du musst zuhören. Du musst dich fügen. Du musst tun was man dir sagt. Du musst! ........................ Dies ist die Geschichte von Katia Marsten einem Mädchen aus den USA, dass in ihrem ganze Leben nur von Besitzer zu Bes...
