Afraid of every step that you could take next
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Katias Sicht
Ich hörte, wie die Stufen der Treppe knarzten und stand auf um mich von der Tür zu entfernen. Auf der einen Seite trug ich Hoffnung in mir, dass Viktor mich hier raus lassen würde, auf der anderen Seite hatte ich Angst, da ich immer noch nicht wusste, wie ich mich entschuldigen sollte, wobei ich schon die ein oder andere Idee hatte, aber diese wollte ich nicht umsetzen. Das Schloss wurde geöffnet und kurz darauf die Tür, ein paar Strahlen Licht von der Korridorlampe schienen ins Zimmer und ich erkannte nicht Viktor sondern Ivan. "Viktor lässt dir das hier bringen.", er stellte ein Glas auf einem Tablett auf 'mein' Bett und verwies darauf. Ivan beachtete nicht, dass ich nach wie vor keine Kleidung trug. Ich ging mit bebendem Herzen auf das Glas zu und nahm es mit zitternden Händen auf. "Keine Sorge Miss Katia, es ist nur Wasser.", versicherte mir Ivan und ohne weiter darüber nach zu denken nippte ich an dem Glas. Ich war durstig aber ich konnte mich beherrschen, das Glas mit bedacht und langsam zu leeren und es danach wieder ordnungsgemäß auf das Tablett zu stellen. "Danke..", flüsterte ich leise und erwartete dass Ivan gleich wieder gehen würde, doch er blieb in der Tür stehen. Ich sah ihn fragend an. "Ich weiß, dass du Angst hast Katia,", begann er leise, "Doch du schaffst das, dir kann in diesem Raum nichts passieren, er wird dir nichts tun, wenn es dir gelingt ihn zu besänftigen. Denk nach Katia, du weißt, dass Versprechen nichts bringen werden, wir beide wissen, auf was er aus ist. Du weißt das besser als jeder andere, du weißt wie Constantin tickt also weißt du auch ungefähr was Viktor will, du brauchst keine Angst haben.", er versuchte mich zu beruhigen, aber er scheiterte kläglich, denn ich wusste ganz genau was Constantin in so einer Situation gefordert hatte und das wollte ich nie wieder tun müssen. Ich sank zu Boden, "Ich kann das nicht!... Ich hab mir geschworen das bei niemandem jemals wieder zu machen!...", ich konnte nicht aufhören zu weinen.
Viktors Sicht
Jetzt wurde ich hellhörig, was zum Teufel hatte sie sich geschworen? Ich war zwar nicht unbedingt glücklich darüber, dass Ivan sich so lange bei ihr aufhielt, aber es hatte anscheinend auch sein Gutes, denn aus irgendeinem Grund schien sie ihm zu vertrauen. "Was hast du geschworen Katia?", fragte Ivan ruhig. "Ich kann nicht.... Ich kann nicht!", schrie sie verzweifelt, "Ich darf nicht!", sie kauerte sich immer mehr zusammen und ich beschloss selbst nach unten zu gehen. "Ivan könntest du uns kurz allein lassen?", fragte ich ihn als ich bei ihrer Tür angelangt war, ein Blick zu ihr verriet mir, dass sie auf keinen Fall wollte, dass Ivan jetzt ging. "Natürlich Viktor,", sagte er zu uns beiden gewandt und dann leise zu mir im vorbei gehen, "Bitte, seien Sie nicht zu grob zu ihr.". Ich nickte kurz unmerklich, sodass nur Ivan es mitbekam. Ich lehnte mich an den Türrahmen und musterte sie, sie wich bis ganz hinter zur Wand zurück und sah mich an. In ihrem Blick lag so viel, Hass, Wut, Trauer aber vorrangig Angst. "Katia, was kannst du nicht?", fragte ich sie ruhig. Sie schüttelte den Kopf und murmelte ein verzweifeltes 'Nein'. "Katia denk an die Regeln, du hast zu antworen, oder willst du, dass wir das ganze Programm von vorhin und heute Nachmittag nochmal durch gehen?", fragte ich sie mit Nachdruck aber immer noch ruhig. Sie schwieg und sah mich wimmernd an, als ich näher an sie heran ging. "Katia! Antworte!", schrie ich sie nun fast an und griff nach ihrem Arm um sie auf die Beine zu ziehen. In dem Moment veränderte sich ihr Blick vollkommen, ich folgte ihrem Blick der zur Tür ging, im Türrahmen lehnte Constantin, der das Ganze grinsend beobachtete, ganz zu schweigen davon, wie er Katia musterte. "Was machst du hier Constantin?", fragte ich sichtlich verwirrt. "Wir waren verabredet, weißt du nicht mehr? Wir haben doch heute das Firmenessen.", erklärte er trocken, während er Katia immer noch anstarrte. Ihr Blick war leer, sie starrte ins Leere, bewegte sich keinen Zentimeter. "Fuck, das hab ich total vergessen, wieso hast du das nicht eher erwähnt?" "Ich hab mehrmals versucht dir zu schreiben und dich anzurufen aber du warst ja offensichtlich beschäftigt. Zudem haben wir heute Nachmittag noch darüber geredet.", gab er grinsend von sich. "Geh schon mal hoch und warte im Wohnzimmer auf mich, in fünf Minuten bin ich da.", damit drehte er sich um und ging, erst, als ich die Tür hörte begann ich erneut Katia anzusprechen. "Wenn du mir nicht sagst was Sache ist, dann bleibst du die ganze Nacht hier.", zischte ich und sah sie wütend an. "Ich kann nicht! Ich würde damit das letzte bisschen Würde was ich noch habe zunichte machen!", gab sie zappelnd von sich. "Du hast nie Würde besessen, also rede nicht so als wüsstest du was das ist! Und jetzt sag mir einfach was ich wissen will!", schrie ich sie an, ich wusste das Constantin uns sehen konnte. Sie sah mich flehend an und ich konnte erkennen, dass das, was ich über ihre Würde sagte, sie ziemlich verletzt haben musste, doch ich verstärkte nur den Druck auf ihren Arm und letztlich gab sie nach, "Ich habe mir geschworen, keinen Mann jemals wieder so zu berühren wie es sich für eine ordentliche Entschuldigung gehört...", gab sie mit leerem Blick zurück und senkte den Kopf. "Ich habe ihm geschworen, das niemals jemand etwas davon erfährt...", fügte sie noch hinzu, mit einem Blick den ich nicht ganz zu deuten wusste. "Du gehörst jetzt mir, also zählt dieser Schwur nichts mehr.", fauchte ich sie an und ließ sie los, woraufhin sie kraftlos zu Boden sank. "Du bleibst die Nacht hier." "Aber- Aber ich habe dir gesagt was du wissen wolltest.", gab sie verständnislos zurück. "Nachdem ich dich zwingen musste, wir haben klare Regeln Katia!", ich verließ das Zimmer und wollte gerade die Tür schließen als ich sie flüstern hörte, "Lass mich nicht alleine hier unten Viktor, bitte...", doch ich durfte jetzt keine Schwäche zeigen, also schloss ich die Tür ab und sagte laut genug, als dass sie es durch die Tür hören konnte; "Du bist selber Schuld Katia!". Und damit verließ ich den Keller und machte mich für das Firmenessen fertig, gab Ivan bescheid und machte mich dann mit Constantin auf den Weg.
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Broken World
Mystery / ThrillerDu musst gehorchen. Du musst zuhören. Du musst dich fügen. Du musst tun was man dir sagt. Du musst! ........................ Dies ist die Geschichte von Katia Marsten einem Mädchen aus den USA, dass in ihrem ganze Leben nur von Besitzer zu Bes...
