„Hey, buddy, was ist passiert?" Josh begrüßte Mark mit einem Handschlag.
Sein Partner saß zwar aufrecht in seinem Bett, war aber immer noch recht blass im Gesicht.
„Kommt drauf an, was du meinst", erwiderte Mark trocken.
Josh hob eine Augenbraue und betrachtete seinen Partner.
Wegen dem kurzärmeligen Krankenstationsoberteil, das er trug, konnte Josh die Blutergüsse an seinen Armen sehen.
Marks Wange war stark gerötet.
„Das alles." Josh zeigte mit dem Finger auf seinen Partner und setzte sich auf dessen Bett.
Mark lachte freudlos auf. „Du solltest schon etwas konkreter werden, je nachdem, welche Antwort du hören willst."
„Okay. Deine Wange."
„So ziemlich alle. Hauptsächlich Chidlow und Sheppard."
Josh schluckte. „Du weißt, dass Chidlow Marcello ist?"
„Ja."
„Gut. Warum bist du auf der Krankenstation?"
„Da gehen die Meinungen auseinander. Fakt ist, dass ich wohl eine Panikattacke hatte und parallel dazu von zwei reizenden anderen Sträflingen aus meiner Zelle verprügelt wurde - aber nur so lange, bis sie mitbekommen haben, dass ich kaum noch geatmet habe", erklärte Mark mit dem Hauch Ironie, der so oft in seiner Stimme lag.
Josh beobachtete seinen Partner mit zusammengekniffenen Augen, der sichtlich versuchte, die Situation herunterzuspielen und irgendetwas zu verschweigen schien.
„Wie geht's dir jetzt?"
„Ganz okay." Marks Augenlider flackerten und verrieten Josh, dass sein Partner ihn anlog.
„Hast du Schmerzen?" Josh warf einen Blick auf den Monitor, an den Mark noch immer angeschlossen war, doch die Werte schienen wieder im Normbereich zu sein.
„Nein."
Wieder log Mark, aber Josh stellte ihn nicht zur Rede.
Es war eine Art stumme Abmachung zwischen ihnen, denn Situation wie diese hatte es schon öfter gegeben, auch anders herum.
Jeder von ihnen war schon häufig im Krankenhaus von dem jeweils anderen besucht worden.
Josh hatte bei seiner letzten Schussverletzung auch nicht zugegeben, dass er Schmerzen gehabt hatte.
„Hast du schon Beweise gegen ihn?" Marks Stimme klang ungewohnt heiser.
„Nein, wir sind gleich zu dir gekommen."
„Hm", machte Mark nachdenklich. „An eurer Stelle würde ich nochmal zum Hartley-Grundstück fahren. Ich könnte mir vorstellen, dass Marcello wieder dorthin zurückgekehrt ist, nachdem wir die Hütte dort durchsucht haben."
„Okay, machen wir." Josh nickte. „Hey, Mark, wir holen dich hier raus, versprochen."
„Kein Problem." Mark stopfte sich das Kissen in seinem Rücken zurecht. „Der Service hier ist fabelhaft, das habe ich auch schon Harper gesagt", erwiderte er ironisch.
Josh horchte auf. „Harper?"
„Ja. Du weißt schon, die mit den blonden Haaren, schlank, groß. Hat eine Zeit lang bei dir gewohnt."
„Ich weiß, wer Harper ist, Mark!" Langsam ging ihm Marks ständige Ironie auf die Nerven. „Was hat sie gesagt?"
„Nicht viel." Mark wurde wieder ernst. „Ich nehme an, dass sie mit Marcello zusammenarbeitet. Sie meinte, sie hätte mich vor dem beschützen können, was passieren wird."
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It All Comes Back Again
Teen FictionDie plötzliche Ermordung von Sheriff McLucas versetzt ganz Brendshire in Aufruhr. Um in seinem Todesfall zu ermitteln, werden drei Geheimagenten in das kleine, amerikanische Dorf geschickt. Einer von ihnen ist Mark O'Ryan, dessen Familie zu den best...
