Mit vor Entsetzen geweiteten Augen starrte Mark auf das Inferno.
Das ganze Haus stand in Flammen.
Er sprang aus dem Auto, noch bevor Jalen hektisch den Motor abgewürgt hatte.
„Neela! Kendra! Harvey, Josh!" Wenn die vier noch in dem Gebäude waren, dann konnten sie gar nicht mehr am Leben sein!
„Da ruft jemand, hinter dem Gebäude!", rief Jalen ihm zu und sprintete los, Mark dicht hinter ihm.
Alec blieb an der Straße, um der Feuerwehr zu sagen, wo sie sich befanden.
Kaum waren sie um die Ecke des Gebäudes herumgelaufen, entdeckte Mark die beiden Gestalten, die nur wenige Meter vom Feuer entfernt auf dem Boden kauerten.
Er erkannte sie sofort.
„Kendra! Harvey!"
Die beiden blickten auf.
„Mark!" Kendra sprang auf und lief - nein, humpelte - auf ihn zu.
Erleichtert schloss Mark seine Schwester in seine Arme. Sanft strich er ihr die Tränen aus ihrem vom Ruß verschmutzten Gesicht und küsste sie auf die Haare.
„Ich bin so unglaublich froh, dass du lebst! Geht es dir gut?" Er hielt sie auf Armeslänge entfernt und ließ seinen Blick prüfend über sie schweifen.
Einen Moment schien sein Herz auszusetzen, als er die Schnittwunde an ihrem Hals sah. „Was ist passiert, Kendra?", fragte er alarmiert, doch seine Schwester wand sich unwillig aus seinem Griff.
„Nicht jetzt, Mark. Josh ist noch da oben!" Sie deutete auf den zweiten Stock.
Ihm stockte der Atem, als er die dichten Rauchschwaden sah, die aus dem Fenster stiegen.
„Josh!", schrie Mark, in der Hoffnung auf ein Lebenszeichen seines Freundes.
„Er antwortet nicht", sagte Harvey leise.
„Wie lange ist er schon dort oben?", fragte Jalen.
„Wir haben Laken zusammengebunden und sind daran heruntergeklettert, aber dann hat eines Feuer gefangen und Josh konnte nicht mehr runter!", weinte Kendra und verbarg ihr Gesicht in Marks Shirt.
„Was ist mit Neela?", fragte er mit heiserer Stimme, die er zu gerne auf den Rauch geschoben hätte.
„Sie haben sie schon vor dem Brand weggebracht", erklärte Harvey.
Marks Brustkorb schnürte sich zu, als er erneut an dem Gebäude emporblickte.
Nicht Josh... Bitte, lass ihn nicht sterben, flehte er stumm.
In diesem Moment fuhr endlich der Löschzug der Feuerwehr vor, dicht gefolgt von zwei Rettungswagen, die mit quietschenden Reifen direkt vor ihnen hielten.
Ein Feuerwehrmann kam mit schnellen Schritten auf sie zu, kaum dass die Wagen gehalten hatten.
„Captain Foster, ich leite diesen Einsatz", stellte er sich knapp vor und reichte ihnen die Hand. „Sie haben angerufen?"
„Ja." Jalen nickte. „Wir sind auch gerade erst angekommen." Er sparte sich genauere Details.
Als er Captain Foster musterte, musste Mark unwillkürlich an seinen Cousin denken, der ebenfalls Feuerwehrmann war. Er hatte Calebs Einheit einmal bei einem Einsatz zugesehen und bewunderte den jungen Mann und jeden seiner Kollegen unheimlich für den Mut, den sie für jeden Einsatz brauchten.
„Das Haus können wir nicht mehr retten", stellte der Captain gerade fest.
„Mein Partner ist noch da drin!" Mark fuhr sich verzweifelt durch die Haare und trat unruhig von einem Bein auf das andere.
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It All Comes Back Again
Roman pour AdolescentsDie plötzliche Ermordung von Sheriff McLucas versetzt ganz Brendshire in Aufruhr. Um in seinem Todesfall zu ermitteln, werden drei Geheimagenten in das kleine, amerikanische Dorf geschickt. Einer von ihnen ist Mark O'Ryan, dessen Familie zu den best...
