„Komm schon, Mark. Mich halten sowieso alle für tot. Da kann ich genauso gut mitkommen!" Bittend blickte Neela ihn an.
„Bevor du gepackt hast, bin ich schon über Arkansas", erwiderte Mark nur und trank sein Glas in einem Zug aus.
„Ich hab schon gepackt."
Mark verdrehte die Augen. Neela schien das schon länger zu planen. Und warum sagten Josh und Alec nichts, sondern warfen sich nur schwer zu deutende Blicke zu?
„Mark, bitte."
„Kommt nicht in Frage." Mark griff nach seinem letzten Toast und warf einen Blick auf die Uhr während er vom Frühstückstisch aufstand. Er war spät dran. „Sorry, ich muss jetzt los. Steve fliegt in einer Viertelstunde von der Blockhütte draußen im Panhandle ab."
Er nickte Alec und Neela zu, klatschte Harvey ab und ignorierte Harper. Jedes Mal, wenn er eine der beiden Frauen sah, spürte er seit gestern Abend noch stärker als sonst das kühle Metall von Annes Ring auf seiner Brust. Doch anders als noch vor einigen Wochen, löste die Kette ein beklemmendes Gefühl in ihm aus.
Er wollte sie so gerne endlich abnehmen, aber er durfte nicht.
Er hatte es versprochen.
„Kommst du mit?" Mark blickte Josh fragend an. Er brauchte jemanden, der mit dem Auto zurückfahren würde. Doch sein Partner schüttelte den Kopf.
„Alec begleitet dich."
Sofort stand der andere Agent dienstbeflissen auf. Doch nach dem Gespräch mit ihm stellte Mark fest, dass er zum ersten Mal nichts dagegen hatte, von Alec begleitet zu werden, auch wenn er sich kurz wunderte, warum Josh ihn nicht selbst begleitete.
Aber wer wusste das schon, vielleicht war Josh einfach nicht mehr daran gewöhnt, ein Auto zu fahren, immerhin fuhr Mark immer den Dienstwagen der beiden. Die Wahrheit war, dass Mark es hasste, als Beifahrer zu fahren und nicht alles unter Kontrolle zu haben.
Mit einem Nicken verabschiedete er sich von allen am Frühstückstisch und verließ mit Alec das Gebäude.
Mark verstaute mit Steves Hilfe seine Tasche im Gepäckfach des Mannschaftsflugzeugs und ließ sich im Inneren auf einen der wenigen Sitzplätze fallen. Seinen Rucksack schmiss er auf den Platz neben sich. Er öffnete ihn, holte seine Bibel heraus und begann zu lesen.
Immerhin würde er über zehn Stunden bis nach Italien fliegen, da war es schon gut, ein solches Buch mitzuhaben, das man nicht mal eben so durchlas. Für 1322 Seiten brauchte er dann doch etwas länger als einen halben Tag. Mark musste lächeln.
Steve, einer der Piloten von ISASP, war bereits eingestiegen und als Mark sah, dass er noch telefonierte, lehnte er sich zurück und begann zu lesen. Erst einige Seiten später bemerkte er, dass sie noch immer nicht abgehoben hatten. Er lehnte sich nach vorne und blickte Steve fragend an.
„Warum startest du nicht? Stimmt etwas nicht?"
Steve zuckte die Achseln. „Josh hat angerufen. Meinte, du hättest etwas vergessen. Er bringt es schnell noch vorbei."
Mark zog eine Augenbraue hoch und lehnte sich wieder zurück. Was konnte er denn vergessen haben? Während sie warteten, wurde er plötzlich unruhig, ohne sich erklären zu können, woher diese innere Unruhe kam. Es ging nicht um Josh oder das, was Mark vergessen hatte, dass spürte er.
Was ist es?, fragte er stumm.
Auf einmal tauchte vor seinem inneren Auge ein Bild von einem Flugzeug auf, das über dem Meer rasch an Höhe verlor. Die Tankanzeige blinkte.
Stimmt etwas mit dem Tank nicht?
Seine Unruhe nahm zu, also lehnte sich Mark erneut zwischen den beiden Sitzen nach vorne. „Steve, was sagt der Tank?"
DU LIEST GERADE
It All Comes Back Again
Teen FictionDie plötzliche Ermordung von Sheriff McLucas versetzt ganz Brendshire in Aufruhr. Um in seinem Todesfall zu ermitteln, werden drei Geheimagenten in das kleine, amerikanische Dorf geschickt. Einer von ihnen ist Mark O'Ryan, dessen Familie zu den best...
