Chapter 2

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P.o.V Undertaker

Ich hörte die Toilettenspülung.
Meine Augen weiteten sich und ich legte das Geschirr sofort hin - lief zu dem Bad und klopfte gehässig an der Tür.
„Grell..?!"
Ich hörte wie er sich räusperte.
„Ja?"
Antwortete er mit zerkratzter Stimme und schloss die Tür auf.
„Was hast du gemacht ?"
„Ich habe mich fertig gemacht und war auf der Toilette - wo ist das Problem verdammt noch mal..!"
Er schob mich zur Seite und lief in sein Zimmer.
Es roch etwas sauer.
Sauer, mit einer Mischung aus Jasmin-Badespray.
Ich seufzte.
Ich weiß nicht was ich tun soll.
Soll ich noch etwas zu essen machen ?
Soll ich ihn noch mal aus dem Zimmer holen ?
Soll ich - macht er gerade Sport..?
Ich klopfte an seiner Tür.
„..H-Herein?"
Ich öffnete die Tür.
Sein Gesicht war etwas gerötet.
Ich setzte mich mit auf sein Bett und nahm mir sein Handgelenk.
Er zog erst weg, doch ich ließ nicht nach.
Der Puls war hoch.
„..wir schlafen heute zusammen in einem Bett."
„Ä-Ähm.. nein..?!"
Ich stand auf, die Hand immer noch in meiner.
„Komm mit, Grell. Es reicht."
Er stand langsam auf.
„Danke."
Ich schnappte mir seine Decke und Kissen, er schaute nur auf den Boden.
Wir liefen zusammen die Treppen herunter ins Wohnzimmer.
Ich legte alles zurecht.
„Mach es dir gemütlich, ich hole mir mein Zeug."
Ich machte mich auf den Weg zu meinem Zimmer und schielte durch den Pony zu ihm rüber - er setzte sich auf das Sofa.
Angekommen zog ich mich um, langes Hemd und lange schwarze Hose samt dunkler grauer Pantoffeln.
Ich rieb mir die Augen, in Stress und Verzweiflung.
Mit Bettzeug in meinen Händen lief ich wieder zurück zum Wohnzimmer - machte alles zurecht.
„Trink etwas, du bist dehydriert."
Sein Blick war leer.
Er lief in die Küche und kam mit einer Flasche Wasser wieder.
Ich legte mich hin - die Couch war ziemlich groß, genug Platz für uns beide.
Er trank einige Schlücke und legte sich neben mich, mit dem Rücken zu mir.
„Wann möchtest du morgen aufstehen?"
„..ist mir egal."
„Wie wär's mit 8 Uhr?"
Er nickte.
Ich hoffe morgen wird es besser als heute.


P.o.V Grell

Morgen ist Wiege-Tag.
Ich darf keine eigene im Zimmer haben - aber Undertaker wiegt mich, jeden dritten Tag.
Oder ‚Überraschungswiegen'.
Mein Hals tut noch weh von gerade - ich glaube ich habe nicht alles rausbekommen, ich spüre es in meinem Magen.
Es fühlt sich so ekelig an.
Ich kann Adrian nicht antworten - keinem gerade antworten.
Ich fühle mich nicht so.
Ich will einfach schlafen.
Er durchschaut mich die ganze Zeit.
Nicht alles - aber mehr als alle andere.
Ich weiß nicht ob ich das gut finden soll.
Es gibt mir das Gefühl von.. von - ‚Ja, du hast etwas geschafft. So sehr, dass Leute sich sorgen.', aber gleichzeitig stört es mich auch, da ich meine Pläne nicht konsequent durchsetzen kann.
So wie jetzt zum Beispiel.
Ich stehe morgen einfach früher als 8 Uhr auf, dann kann ich noch etwas herumlaufen.
Ausgelaugt schloss ich meine Augen.
Ich bin so unglaublich müde, so unglaublich schwach.
Aber ich liebe dieses Gefühl..

06:15 Uhr.
Ich stand leise auf.
Mir wurde schwarz vor Augen - nichts Großartiges, es ging nach ein paar Sekunden wieder.
Ich nahm mir meine Brille und lief leise nach oben - Undertaker war noch am schlafen.
Ein kleines Workout schadet nicht.

300 kcal - ich gehe wieder runter.
Nachdem ich mich frisch gemacht habe legte ich mich wieder zu Adrian - schon 07:35 Uhr.
Ich war etwas zufrieden - ein ‚ok' Start in den Tag.
In Gedanken versunken spürte ich plötzlich ein Atmen in meinem Nacken.
Mein Gesicht wurde instant rot - er schlief noch, es sind normale Bewegungen im Schlaf Grell, normale Bewegungen im Schlaf..
Ich probierte mich zu beruhigen doch spürte ich, wie er noch näher kam.
Vor Scham meines Körpers rückte ich weg von ihm.
Ich musste aufpassen, dass ich nicht vom Sofa fallen würde.
Noch ganz heiß von der Angelegenheit nahm ich ein paar Schlücke meiner Wasserflasche.
Ich will gleich nicht aufstehen.


P.o.V. Undertaker/Adrian

Der Wecker klingelte.
Urgh..
Ich öffnete meine Augen und sah den Hinterkopf von Grell, ziemlich nah.
Oh.
Schnell stand ich auf und stellte den Wecker aus.
Ich streckte mich und warf einen Blick auf den Rotschopf.
Er schlief noch.
Ich legte meine Hand auf seine Schulter und duckte mich zu ihm.
„Aufstehen, es ist 8 Uhr. Du kannst dir aber noch ein bisschen Zeit lassen, also kein Stress."
Er summte müde als Antwort.
Ich lächelte leicht und ging in mein Zimmer, machte mich fertig und bereitete das Frühstück vor.
Er hat bestimmt abgenommen.

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