Wir saßen in einem Diner in der Stadt. Ich beobachtete Lucy gerade, wie sie mit Maggie zusammen das Essen vom Tresen abholte. Sie warf ihre Haare zurück und lachte über etwas das Maggie sagte. Und ich konnte noch immer nicht glauben, wie schön sie war. Sie leuchtete von innen heraus. Ich klang wie der Feuchte Traum jedes weiblichen Teenagers in ganz Amerika, aber es war so. Und egal wie dämlich sich das anhörte, ich konnte nicht anders als sie anzustarren.
"Man. Dich hat es echt erwischt." Erschrocken blickte ich zu Anton, der belustigt zu mir und dann zu den Mädels blickte. "Und da ich weiß das du Maggie nicht so verstrahlt ansiehst, gehe ich jetzt einfach mal davon aus, das du auf die Kleine Davis stehst." Ich schnaubte. Setzte mich aufrecht hin und versuchte krampfhaft mir etwas einfallen zu lassen, dass ich ihm klar machen konnte das ich nicht auf die Kleine Davis stand. Auch wenn das natürlich eine Lüge war.
Er lachte auf. Denn noch immer versuchte ich möglichst lässig auszusehen und etwas schlaues und witziges zu sagen, doch ich bekam nichts über die Lippen. Wenn Anton mir ansah, das ich an Lucy interessiert war, dann würde es Maggie auch merken. Würde es Lucy auch merken?
"Glaub mir die merken das nicht." Erklärte er und blickte zu Maggie rüber. Auf seinem Gesicht breitete sich ein warmes Lächeln aus und der eigenwillig arrogante Ausdruck verschwand.
Ich hatte Anton immer mit diesem Arroganten Ausdruck gesehen. Er war launisch und egoistisch. Hielt sich für den Besten. Und dann kam Maggie. Ich glaubte nicht das er sich wirklich so sah, sondern das er, wie wir alle, eine Rolle gespielt hatte. Maggie hatte es in sechs Wochen, seit er nun hier war, geschafft das Arschloch in dem großen Blonden Kerl ein wenig runterzuschrauben.
"Ok. Hör mir zu, Thomas." Er lehnte sich etwas vor. "Sie ist heiß und so..." Sagte er und verzog dabei das Gesicht. "...aber Maggie wird dir den Arsch aufreißen, wenn du und sie..." Er ließ den Satz in der Luft hängen. "Bei all dem was gerade abgeht. Konzentriere dich auf das Spiel und danach besorgen wir die eine andere süße Rothaarige." Schlug er vor und ich schnaubte.
"Wenn das so einfach wär." Sagte ich gedankenlos und wandte meinen Blick von Lucy und Maggie ab, die gerade zu uns kamen. Anton ließ sich auf der Bank zurücksinken.
"Sag mir nicht..." Er wusste es. "Als mir klar wurde das ich echt in der Scheiße stecke, hätte mich keine andere Frau auch nur anfassen dürfen." Tief holte ich Luft. "Weil ich nur Maggie wollte." Ich nickte. "Und das ist auch besser immer noch so." Denn man durfte nicht vergessen offiziell zusammen waren die beiden seit zwei Wochen. Auch wenn sie sich wie ein altes Ehepaar verhielten. Und würde er ihr das Herz brechen, würde ich ihm wehtun müssen.
"Glaub mir Maggie lastet mich mehr als genug aus, wenn du weißt was ich meine." Er grinste anzüglich und blickte zu Maggie. Musterte ihren Aufzug und grinste noch breiter. Ich konnte seine anzüglichen Gedanken beinahe hören.
"Alter!" Mahnte ich ihn und blickte zu Maggie und Lucy die schon fast in Hörweite waren. "Was denn? Wenn du könntest würdest du dir die Kleine Davis doch auch sofort schnappen, oder?" Ich schnaubte. Doch meine Antwort blieb mir im Hals stecken, als Maggie sich neben Anton auf die Bank sinken lies und Lucy sich neben mich schob.
"Na, Jungs. Worüber habt ihr gesprochen?" Fragte Lucy und Anton lachte auf. Verwirrt sahen die beiden sich an, dann blickten sie mich an. Doch ich zuckte nur mit den Schultern, als hätte ich keine Ahnung was in seinem Kopf vorging.
"Dean meinte gerade nur das er gerne öfter mal solche Ausflüge machen würde." Erklärte Anton und ich sah ihn stirnrunzelnd an. Lucy klatschte in die Hände und nickte. "Oh ja. Das wäre echt toll." Sagte sie aufgeregt. Dabei war mir klar, dass sie doch genau wusste, warum wir das taten. Ich Lächelte. Vermutlich versuchte sie Maggie so ein gutes Gefühl zu geben. Wenn Lucy sich darüber freute mit ihr etwas zu machen, würde nicht nur Lucy ihre Angst und den ganzen Mist vergessen. Maggie würde es auch tun.
"Aber nur wenn ihr nicht die ganze Zeit so eklig verliebt seid." Sagte sie an Anton und Maggie gewandt. "Für uns Singles ist das echt ein bisschen zu viel." Ich lachte auf. Nun auch wenn Anton und Maggie nicht ständig am Knutschen waren, so warfen sie sich anzügliche Blicke zu, sagten Dinge, die ich nicht hören wollte und wenn Maggie glaubte das niemand hinsah, starrte sie Anton regelrecht an. Als könnte sie selbst nicht glauben, das er echt war.
"Wir sind nicht eklig verliebt." Verteidigte sich Maggie und Anton schnaubte. "Oh doch. Sind wir Maggs. Aber das ist doch die beste Art und Weise." Warf Anton ein und beugte sich zu Maggie runter. Dann küsste er ihren Hals und knabberte an ihrem Ohr.
"Seht ihr!" Rief Lucy und zeigte auf die beiden. Anton lachte und Maggie versuchte ihren Freund mit einem bösen Blick anzusehen, doch am Ende kicherte sie nur über ihn.
"Ich hätte da eine Idee wie es euch Singles nicht mehr stören würde..." Er ließ den Satz in der Luft hängen und zuckte mit den Augenbrauen. "Ach ja und wie?" Wollte Lucy kampflustig wissen und ich wusste jetzt würde etwas kommen, dass mir so vielleicht nicht gefallen würde.
"Nun du bist eine Singlefrau. Dean ist ein Singlemann. Ihr seit beide hetero..." Begann er und diesmal warf ich ihm einen bösen Blick zu. Doch ich kicherte nicht. Ganz. Bestimmt. Nicht!
Doch Lucy tat es. Sie kicherte. Ein niedliches, verlegenes Kichern. Und sie wurde rot. Sie errötete. Shit! Was bedeutete das?
Hilflos sah ich zu Anton, der triumphierend meinen Blick erwiderte. Auf seinem Gesicht ein wissendes Lächeln. Ich kannte Frauen. Sie kicherten nicht einfach so. Und sie wurden auch nicht ohne Grund rot. Und erst recht brachte sie nichts so schnell in Verlegenheit, außer...
"Ich wünschte es wäre so einfach." Seufzte Lucy und lächelte Anton an. Dann sah sie mich an. Verschränkte ihre grünen Augen mit meinen und brach mir das Herz.
"Dean? Ich bin mir ziemlich sicher, das aus uns niemals etwas wird." Autsch. Einfach so. Kein Zucken. Kein Zögern. Nur ein gleichgültiges Lächeln und eine Hand voll Fritten.
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Ein Cavalier hin und weg
RomanceDer zweite Teil der Cavalier- Reihe. (Teil 1: Ein Cavalier zum Frühstück) "Ich sollte gehen. Tut mir leid." Erklärte sie mit gesenktem Blick und steuerte die Tür an. Sie sollte nicht gehen. Nicht so. Ruckartig griff ich nach ihrem Arm. Ich hatte n...
