"Dann hättest du mich nie geküsst?" Fragte sie und ich starrte sie an. "So meinte ich das nicht." Gab ich energisch aus. Warum konnte ich es nicht einfach sagen? Warum fiel es mir so schwer, ihr einfach zu sagen, dass ich verdammt nochmal in sie verliebt war? Das ich hin und weg war? Das...
Lucy schnaubte und sah mich an. Und ihr scharfer Blick, brannte sich förmlich in meinen Schädel. "Es war nur ein bescheuerter Kuss. Ein einfacher Kuss, Dean." Sagte sie genervt. "Ich bin keine Vierzehn mehr. Du brauchst keine Angst haben, dass ich mich unsterblich in dich verliebe und anfange die Hochzeit zu planen." Sagte sie aufgebracht und ich schluckte. Denn es war genau das, wovor ich Angst hatte und gleichzeitig hätte ich auch nichts dagegen gehabt, wenn sie es getan hätte.
"Ich habe das Gefühl, wir reden aneinander vorbei." Flüsterte ich frustriert. "Ach ja?" Fragte Lucy. "Nun es würde helfen, wenn du überhaupt etwas sagst und nicht nur herumstammelst." Fügte sie vorwurfsvoll hinzu. Ich starrte sie an. Ich kannte diese Seite nicht an ihr und irgendwie, machte es mich an.
Sie war auf eine ehrliche Art und Weise gemein. Ich liebte es. Ich hätte nicht gedacht, dass Streiten Spaß machen konnte.
"Ich will nur sagen, dass..." Sie hob eine Braue. Hilflos ging ich einen Schritt auf sie zu. Dann noch einen.
Sie hob ihre Augenbraue noch etwas höher und ich spürte, wie sich ein Lächeln auf mein Gesicht schob. Ich war scharf auf sie. Hier und jetzt. Nur weil sie mich so abschätzig ansah.
"Ja, was denn nun?" Fragte sie bissig und mein Lächeln wurde breiter. Sie war einfach so... Ich holte tief Luft und fuhr mir mit beiden Händen durch die Haare, dann ging ich einen weiteren Schritt auf sie zu.
Mittlerweile waren zwischen uns nur noch wenige Zentimeter Platz. Ich konnte ihren Duft riechen. Süß und erdig. Als würde man durch einen blühenden Rosengarten spazieren.
"...dass, ich dich wieder küssen würde. Dass ich dich wieder küssen will. Wenn du mich lässt." Ihr harter Gesichtsausdruck verrutschte. "W...Was?" Stotterte sie leise und blickte aus großen Augen zu mir auf. Ungläubig starrte sie mich an. Dann, langsam, fuhr ihr Blick über mein Gesicht und landete auf meinen Lippen. Ich Lächelte.
Auch wenn Lucy es schaffte mich mehr als nur zu verunsichern, so war ich mir jetzt absolut sicher, egal was ihr Kopf von mir hielt, ihr Körper wollte mich auch. Sie wollte mich küssen. Jetzt und Hier.
"Wenn du mich lässt werde ich die küssen." Wiederholte ich meine Worte nochmal. Wollte, dass sie auch wirklich jedes einzelne von ihnen verstand. Ihr musste klar sein, dass ich die Worte so meinte.
"Also ich zähle im Kopf bis Zehn." Sie nickte schwach. "Dann werde ich dich Küssen. Wenn du das nicht willst, dann musst du es sagen." Erklärte ich ihr und wieder nickte sie atemlos.
Also begann ich zu zählen. Näherte mich ihr langsam. 10...
Ich lächelte, legte meine Finger an ihre Hüfte, fuhr langsam hinauf zu ihrer Taille. 9... Meine Finger berührten den kleinen Streifen nackter Haut, zwischen ihrer dunklen Jeans und ihrem roten Oberteil. 8...
"Was wenn jemand reinkommt?" Fragte sie leise, doch es war mir egal. Ich dachte nur an sie. 7... Meine Finger wanderten weiter hinauf, fuhren ihre Arme hoch, strichen über ihre weiche Haut. 6... Die Zeit stand still und doch raste sie an mir vorbei. 5... Dann legte ich meine Hände an ihren Hals, spürte ihren rasenden Puls unter meinen Fingern. 4... "Letzte Chance." Hauchte ich heiser. Doch ich war mir nicht sicher, ob ich aufhören konnte, wenn ich wollte. 3... Mein Herz raste, meine Lunge brannte, meine Fingerspitzen kribbelten und mein Mund war staubtrocken. 2...
Aber Lucy sagte nichts. Sie schwieg. Sah mich nur aus ihren jadegrünen Augen an und wartete auf mich. Sie drängte sich meinen Berührungen entgegen. Sie war so empfänglich für mich. Als würde ihr Körper nur darauf warten, dass ich sie endlich anfasste.
"1!"
Ohne Zögern senkte ich meinen Kopf hinab und presste meine Lippen sehnsüchtig auf ihre. Meine Finger fuhren in ihr wunderschönes Haar und vergriffen sich darin. Zogen sie näher an mich.
Ihre Lippen fühlten sich hundert Mal besser an, als in meiner Erinnerung. Ihr Körper, der sich sachte an mich drängte, war nicht gegen das was ich im Kopf hatte.
Ich stöhnte ihren Namen und spürte, wie sie zögernd den Mund öffnete. Ihre Zunge drängte sich gegen meine. Eine Einladung, die ich sofort annahm.
Zögerlich spürte ich ihre Finger in meinem Rücken, wie sie sich in mein Shirt gruben, mich an sich zogen. Mit jeder Sekunde wurde ihr Griff fester und drängender. Ihr Körper ungeduldiger und fordernder. Und als sie meinen Namen stöhnte, sehnsüchtig und verlangend, war es endgültig um mich geschehen.
Ich packte mit beiden Händen ihren Hintern, hob sie hoch, presste sie an mich. Sie schlang sofort ihre Beine um meine Mitte, presste sich an mich, rieb sich an mir und ich verlor fast den Verstand.
Luftschnappend löste ich mich von ihren Lippen, knabberte an ihrem Kiefer, fuhr ihren Hals hinab zu ihrem Schlüsselbein und zurück. Leckte und liebkoste ihre nackte Haut. Doch jeder einzelne Zentimeter ihrer nackten Haut wäre nicht genug gewesen.
Sie warf ihren Kopf in den Nacken, drückte ihre weichen Brüste gegen mich und machte es mir leichter ihre nackte Haut zu berühren. Sie mit meinen Lippen zu fühlen, mit meiner Zunge zu schmecken.
"Dean." Hauchte sie. Nur mein Name. Doch aus ihrem Mund klang er wie etwas besonderes. Etwas heiliges. Dean war nun mein neues Lieblingswort.
Ich wandte mich um, trug sie zum Esstisch, schob einen der Stühle beiseite und setzte sie auf die Tischplatte. Langsam schob ich mich zwischen ihre Knie. Wollte meine Nähe zu ihr nicht verlieren. Doch ich spürte, wie dieser Kuss meine Knie weich werden ließ.
Ihre Finger legten sich in meinen Nacken und dirigierten meinen Kopf zu ihrem Gesicht. Wir sahen uns an. Für einen Augenblick, sahen wir uns einfach nur an. Und da war nichts. Nichts von Bedeutung. Außer uns beiden. Sie und ich. Mehr gab es nicht.
Dann drängte sie sich wieder gegen mich, zog mich zu sich hinab und erwiderte meinen Kuss mit einer Intensität, dass ich glaubte zu ersticken. Doch ganz Ehrlich, es hätte mich nicht mal gestört.
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Ein Cavalier hin und weg
RomantikaDer zweite Teil der Cavalier- Reihe. (Teil 1: Ein Cavalier zum Frühstück) "Ich sollte gehen. Tut mir leid." Erklärte sie mit gesenktem Blick und steuerte die Tür an. Sie sollte nicht gehen. Nicht so. Ruckartig griff ich nach ihrem Arm. Ich hatte n...
