2. Unverändert

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Leo

Brian hielt nach der 2 stündigen Autofahrt am Flughafen an. Maik stieg als erstes aus und machte mir die Autotür, mit einem wissenden Grinsen auf. Ich verdrehte nur meine Augen und gab ihm genau das zu hören, was er immer nach dieser Aktion zu hören bekam.

,, Maik ich kann meine Tür auch selber öffnen. Ich habe zwei gesunde Arme ", beschwerte ich mich gespielt beleidigt und verschränkte meine Arme vor der Brust.
,, Ja, das ist mir bewusst, nur ist es meine Pflicht auf dich aufzupassen", sagte er etwas überheblich und streckte seinen Zeigefinger in die Höhe.

,, Maik. Eine Autotür zu öffnen ist nichts lebensgefährliches ", gab ich ihm empört zu verstehen.
,, Ich will euch ja ungern stören, aber wir müssten langsam mal los gehen", versuchte uns Brian klar zu machen.

Maik und ich nickten geschlagen, wobei ich danach etwas ungeschickt aus dem Auto kletterte. Maik holte währenddessen meinen Koffer aus dem Kofferraum des großen Autos. Nachdem wir fertig waren, schloss Brian mit dem Autoschlüssel das Auto zu und lief los, gefolgt von Maik und mir.

Es dauerte nicht lange, bis wir an dem abgemachten Treffpunkt ankamen. Ohne Brian und Maik hätte ich hier nie hergefunden, ich war von Natur aus etwas desorientiert bei solchen Fällen und war deshalb froh, dass sie an meiner Seite waren.

Mein Blick schweifte über meine Klasse. Meine Mundwinkel gingen sofort hoch, als mein Blick den rosarothaarigen Jungen, mit lilanen Augen streifte. Dieser erkannte mich auch sofort und lief Schnur stracks auf mich zu.

,, Schön euch zu sehen eure Hoheit ", scherzte der Junge, der sich als Maximilian entpuppte.
,, Auch schön euch zu sehen Zuckerprinzessin", neckte ich meinem besten Freund zurück. Einige Sekunden Stille brach zwischen uns aus, bis wir beide amüsiert auflachten.

In Maxis Augen spiegelten sich in dem Moment Freude und Geborgenheit wieder.
,, Alle mal zugehört! Wir sind jetzt alle vollständig, also bitte ich euch, euer Gepäck zu nehmen und mir zu unserem Flieger zu folgen ", rief unsere Klassenlehrerin streng und blickte jeden einzelnen von uns an.

Ich konnte eindeutig sehen, dass sie auf diesen Klassenausflug keine Lust hatte, aber da es längst überfällig war, musste sie mit uns diesen Klassenausflug machen, was ihr anscheinend so gar nicht passte.

Ich drehte mich grinsend zu Maik und Brian um, um mich ausgiebig von ihnen zu verabschieden.
,, Also dann, bis in einer Woche und macht ja keinen Unsinn in der Zeit, wo ich nicht da bin ", wies ich sie an, was beide zum grinsen brachte.

Ich ging zu Brian und umarmte ihn, was er auch erwiderte.
,, Viel Spaß beim wandern. Wir werden dich vermissen Kleiner", grinste er mich über beide Ohren an. Nun ging ich zu Maik, der mir auch sofort durch meine frisch gemachten Haare strubbelte, wodurch er einen bockigen Blick meinerseits erntete.

Maik lachte rau auf, als er seine Hand von meinen Haaren nahm und diese zu allen Seiten abstanden.
,, Pass auf dich auf und seid vorsichtig. Ich bin nicht da, um auf dich aufzupassen, wenn was sein sollte", versicherte er mir und in seinen Augen konnte ich Besorgnis erkennen.

,, Keine Sorge, ich pass auf ihn auf ", merkte Maxi an und schaute uns zielstrebig an. Ich lachte nur auf und sah nun meinen grimmig guckenden besten Freund ins Gesicht.
,, Natürlich", sagte Maik in einem spielerischen Ton und ich bemerkte, dass er ein wenig erleichterter war, als zuvor.

,, Leo und Maximilian! Kommt ihr nun endlich mal! ", schrie unsere Lehrerin ungeduldig und hatte ihre Arme verschränkt.
,, Ja Frau Schriller", rief Maxi ihr genervt zurück.

,, Dann viel Spaß euch beiden ", wünschten uns Maik und Brian nochmals.
,,Euch beiden auch", kicherte ich und schnappte mir mein Koffer, ehe ich und Maxi Frau Schriller, sowie den Rest der Klasse folgten.

Im Flugzeug saßen Maxi und ich natürlich zusammen, doch leider wurden wir ständig von unseren Klassenkameraden genervt. Entweder von den Mädchen, die uns fragten was wir am meisten mochten oder von meinen 'Feinden' , die dachten ich sei gerne ein reicher Sohn und würde damit angeben.

Ich konnte Frau Schiller noch nie so gut leiden, doch jetzt gerade, wollte ich sie einfach umarmen, da sie unsere Klasse ermahnte, da sie zu laut waren und wie sie so war, hatte sie uns gedroht, wenn wir nochmals so laut waren, dass sie uns persönlich aus dem Flugzeug werfen würde...was ich mir nicht vorstellen konnte.

Maxi räusperte sich neben mir, um meine Aufmerksamkeit zu erlangen, die er dann auch bekam.
,, Sag mal, was denkst du machen Maik und Brian solange du weg bist? ", fragte mich der rosarothaarige.

,, Ich hoffe das sie zusammen was unternehmen und ein paar Frauen aufgabeln", antwortete ich Maxi mit einem breiten grinsen im Gesicht.
,, Warum sollten sie sich Frauen krallen? ", fragte Maxi mit hochgezogener Augenbraue, wodurch seine lilanen Augen nur noch mehr zum Vorschein kamen.

,,Naja Maik und Brian arbeiten schon seit ich ein kleines Baby war für meine Eltern und noch nie habe ich sie über deren Familien erzählen gehört, geschweige denn Frauen", erklärte ich Maxi seufzend.

,, Aber sie haben doch bestimmt viel Erfolg bei Frauen, ich meine sieh sie dir doch mal an", merkte Maxi an und fuchtelte etwas mit seinen Armen herum. Ich lachte leise auf und nickte zustimmend.

,, Ja du hast recht, aber ich habe die Jahre irgendwie das Gefühl, das sie sich kaum geändert haben ", erzählte ich meinem besten Freund, der mich nun ansah, als wäre ich ein Außerirdischer.
,, Hä? Versteh ich nicht", flüsterte Maxi nun komplett verwirrt.

,, Naja ich meine, sie arbeiten schon so lange bei mir, aber ihr Aussehen hat sich nie wirklich geändert, sprich hat man nie wirklich gesehen, dass sie älter geworden sind ", versuchte ich ihm zu erklären.
,, Wie alt sind Maik und Brian denn?", fragte mich mein bester Freund und runzelte die Stirn.

,, Maik ist glaube ich Mitte 40 und Brian ist Anfang 40 ", antwortete ich auf seine Frage und musterte meinen noch verwirrt schauenden besten Freund.
,, Sie sehen wirklich nicht so alt aus wie Mitte oder Anfang 40, ich würde eher sagen wenn ich sie sehen würde, das Brian Ende 20 ist und Maik Anfang bis Mitte 30 ", stellte Maxi mit gerunzelter Stirn fest.

,, Vielleicht benutzten sie irgendein Make up Produkt, das sie ein paar Jahre jünger aussehen lässt?", versuchte mein bester Freund etwas logisches daraus zu machen.
,, Wenn das stimmen sollte, ist dieses Make up Produkt echt bahnbrechend", schlussfolgerte ich daraus und sah aus dem Fenster.

Maxi konnte nicht am Fenster sitzen, weil ich ihn dazu gezwungen hatte, dass ich am Fenster sitzen würde und er neben mir. Für ihn war das auch kein Problem, da er wusste weshalb ich dort sitzen wollte. Maxi war einer der wenigen, die von meinem Traum wussten und er akzeptierte mich so wie ich war, manchmal riss ich ihn sogar mit meinen Traum Vorstellungen so sehr mit, dass er auch gleich mit fieberte.

Er war einfach der beste Freund, den ich mir je vorstellen konnte. Ein leises Schnarchen riss mich aus meinen Gedanken und mein Blick schweifte zu meinem besten Freund, der tatsächlich eingeschlafen war. Ein kleines Schmunzeln, konnte ich mir nicht verkneifen, dennoch war schlafen eine gute Idee um die Zeit rumzukriegen.

Ich entschloss mich dazu, mich meinem besten Freund anzuschließen und zu schlafen. Mein Gesicht legte ich langsam zur Seite und döste langsam weg in das Land der Drachen, doch bevor ich komplett einschlief, konnte ich Gekicher von vorne hören, was so gut wie hieß, dass ein schlafender Maxi sowie Leo in ein paar Minuten auf den meisten Internetkanälen zu finden waren, aber das war mir egal.

Dragon's eyes (bxbxb)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt