Leo
Noch an dem selben Tag , wo wir uns in der Kissenschlacht dominiert hatten, sollten Tommy und ich wieder Mals in meinen Traum eintauchen. Liam und Maxi plagte zuerst das Unbehagen, doch bekamen wir sie mühevoll umgestimmt. Ich hatte noch so viele Fragen an meine Familie, ich wollte noch so viel Zeit mit ihnen verbringen, doch konnte ich mir das jetzt erstmal wieder aus dem Kopf schlagen.
Jedes Mal, wenn ich zu ihnen kam, dann brachte ich neue Probleme oder Gedankengänge mit, die uns nur auf trapp hielten! Wahrscheinlich war ich einfach nicht die Person, die auch mal sein Wohlempfinden nachging. Mir waren andere Dinge wichtiger, aber war das so richtig?
,, Kommt bitte nicht so spät wie letztes Mal wieder, okay? ", fragte mich Liam bittend. Optimistisch nickte ich ihm entgegen.
,, Bereit?", fragte ich Tommy sanft und hielt ihm meine Hand hin.
,, J-Ja ", stotterte er unsicher. Er nahm meine Hand und wir schlossen wieder Mals unsere Augen.
💤 ~ Realer Traum ~ 💤
Wieder war ich hier. An dem einzigen Ort, wo ich meine wahre Familie wiedersehen konnte, auch wenn sie schon längst gestorben waren. An meiner Seite stand Tommy, der viel stärker schien als beim ersten Besuch. Ich wusste nicht, ob das an der Schwangerschaft lag, aber er wurde offener und mutiger.
,, Schön euch beide wiederzusehen ", schnurrte mein Pa fröhlich.
Meine Brüder nickten mir zur Begrüßung nur zu. Dad hingegen schmunzelte einfach nur wissend.
,, Wir freuen uns auch, Pa. Weißt du, wir brauchen wieder Mal Hilfe", erklärte ich verlegen. Mich wunderte es sowieso, wieso sie mich nicht schon längst hängen gelassen hatten.
Meine Übergangsfamilie war auch nie wirklich für mich da gewesen.
War das vielleicht, das was eine Familie tat? Sich gegenseitig zu helfen, egal wer oder bei was? Diese Theorie war nicht mal so verkehrt, aber die Antwort wusste ich noch nicht.
,, Natürlich, sag ruhig. Was ist denn eure Sorge? ", fragte mich mein Pa lieb. Erleichtert sah ich ihn an.
,, Es geht wieder um Tommy...er möchte sich nicht von anderen Ärzten anfassen lassen, wenn sich einer von ihnen überhaupt bereit erklären würde", erklärte ich ihm das Hauptproblem. Nachdenklich fingen wirklich alle an zu überlegen.
,, Naja wir Naturdrachen haben früher auch bei Geburten geholfen, weil schon der Grund ein Naturdrache zu sein ausreichte. Natürlich mussten wir uns dieses Medizinische Wissen auch aneignen, es war ja nicht so, als wurde uns das angeboren ", sprach mein Dad in Gedanken.
,, Du hast recht mein Schatz, aber Killian schafft das nicht alleine", grummelte mein Pa in seinem nicht vorhandenen Bart.
,, Wieso nicht?! ", rief plötzlich Tommy aufgebracht. Verblüfft sah mein Pa den kleinen dunkelblauhaarigen Jungen an.
,, Na weil Killian unerfahren ist und er ist sehr jung. Außerdem ist eine Geburt anstrengend zu hantieren. Wenn es nur eine Person macht wird sie überfordert und dann wird sie ungenau. Das Geschehen von Fehlern ist vorprogrammiert ", erklärte mein Pa Tommy ausführlich. Dieser schnaubte nur unzufrieden.
,, Dann muss er sich das Wissen aneignen. Ich lasse mich von niemand anderen anfassen", knurrte Tommy widerwillig. Entsetzt sah mein Pa ihn an.
,, Emotionsschwankungen ", sagte ich nur dazu und zuckte mit den Schultern.
,, Aber sowas von", bestätigte mein Dad nochmals.
,, Nun das ist wirklich schwierig. Erstmal müsste sich Killian dafür bereit erklären und es liegt an dir wie sehr du ihm das zutrauen kannst oder er es sich selbst zumutet", erklärte mein Pa ihm ernst. Es war immerhin etwas sehr ernstes und es war anders, als einen Frosch zu sezieren. Zwei lebende Wesen würden in meinen Händen liegen und es lag an mir wie gut es ihnen danach erging.
,, Ich habe dieses Vertrauen in ihm. Er hat mir schon so oft das Leben gerettet und ich bin davon überzeugt, dass er mir kein Schaden zufügen will. Ob er es dann wird, liegt nur an der Vorbereitung! ", brummte Tommy felsenfest überzeugt. Seufzend sah mein Pa nun zu mir.
,, Killian? Du musst dich dafür nicht bereit erklären, zudem weil du noch so jung bist und es so viel pass-", wurde mein Pa von mir unterbrochen.
,, Ich mache es! Aber ich brauche Hilfe und Vorbereitungszeit!", rief ich überzeugt. Alle in meiner Familie sahen mich erstaunt an. Diesen verantwortungsvollen und strebhaften Jungen kannten sie noch nicht.
,, Killian...was ist denn mit dir passiert?", fragte mich mein ältester Bruder, Jack, grinsend.
,, So bin ich außerhalb des Traumes", lachte ich recht verlegen. Die Kinnlade meines Pa's klappte nun noch weiter nach unten.
,, Interessant ", gab mein zweitältester Bruder nun anerkennend von sich.
,, Du bist weiter als Jack es in deinem Alter war", erwähnte nun Eric, mein stummer Bruder. Jack sah Eric spießig an. Luca wurde schon ganz rot, durch sein Versuch nicht laut loszulachen.
,, Musste das jetzt sein? ", fragte Jack bockig. Ich kam mir vor wie in einem anderen Film. Seit wann verhielten sich Prinzen im späten Zeitalter, fast so wie Teenager im 21 Jahrhundert?! Ich konnte es nicht glauben, aber so war die Stimmung viel lockerer.
,, Wir werden dir einiges beibringen können, aber den Rest musst du dir selbst erarbeiten ", warnte mich mein Dad vor. Zuversichtlich nickte ich ihnen zu.
,, Wollt ihr, wenn ihr schon mal da seit mich mal Tommy untersuchen lassen? Ich würde schauen, wie es ihm und dem Baby vom Stand her geht", schlug uns Pa flexibel vor.
Fragend sag ich Tommy an der unsicher zustimmte. Tommy drückte sich nah an mich und hielt meinem Pa seinen Arm hin. Es war ungewöhnlich Tommy so nah an mir zu haben.
Nicht das ich diese Zuneigung nicht mochte, aber sein Bauch war halt dicker als vorher. Es fühlte sich halt anders an, als ich es gewohnt war. Mein Pa drückte an Tommys ganzen Arm herum. Ich wusste nicht wie man so herausfinden konnte, ob es jemanden gut ging. Irgendwie musste es aber möglich sein, sonst würde mein Pa das ja nicht so machen.
,, Das Baby ist gesund und munter. Tommys Körper ist auch stabil genug, er sollte ab jetzt aber lieber nicht mehr so rumtollen. Das ist für das Baby und ihm nicht so gesund ", empfiehl mein Pa uns schmunzelnd.
,, Okay, verstanden", sagte ich zufrieden, doch das würde mal wieder ziemlich anstrengend werden.
Ich könnte mich aber zurückhalten, mit der Begründung, dass ich mich auf die Geburt vorbereiten muss.
,, So gibt es sonst noch etwas? ", fragte mich mein Pa fürsorglich.
,, Also ich hätte spontan noch eine Frage Pa", meldete ich mich sofort. Fragend sah er mich an.
,, Ist es normal, dass man in der Schwangerschaft so unnatürliche Emotionsschwankungen hat? ", fragte ich ihn schüchtern.
,, Absolut, dein Pa war ein Monster auf 4 Beinen als er mit euch schwanger war", lachte mein Dad an dieser Erinnerung auf. Mein Pa sah meinen Dad spießig an.
,, Ach Liebling, du wolltest doch auf das selbe hinaus ", kicherte mein Dad amüsiert.
Brummend verschränkte mein Pa seine Hände vor der Brust. Er sah aus wie ein protziges Kind, aber er war der beste Pa den ich mir hätte wünschen können.
Plötzlich merkte ich wie ich anfing müde zu werden.
,,Wir sehen uns bald wieder ", murmelte ich müde und griff nach Tommys Hand.
,, Auf Wiedersehen, mein kleiner Engel", schnurrte Pa sanft. Zusammen mit Tommy ging es wieder in die Realität.
☀️ ~ Realer Traum Ende ~ ☀️
DU LIEST GERADE
Dragon's eyes (bxbxb)
FantasyEin Junge Namens Leo lebte als Mensch im Jahre 2070. Oft bekam er als kleiner Junge Geschichten über die mächtigsten Wesen auf der Erde vorgelesen. ~Die Drachen~ Obwohl er weiß, dass er oder niemand anderes auf der Welt jemals einen Drachen gesehen...
