Leo
Wir liefen und liefen, so schnell es uns in diesem Gebiet möglich war. Viele Hacken schlugen wir, um unsere Verfolger zu verwirren. Manchmal wischte ich die Spuren weg, manchmal machte ich extra welche in den Schnee, in der Hoffnung mehr Zeit verschaffen zu können.
,, Ich kann nicht mehr ", wimmerte Tommy verzweifelt und mir war klar, dass wir dieses Tempo nicht ewig halten konnten.
,, Halte durch Tommy. Wir müssen ein Versteck finden. Dann können wir uns ausruhen", versicherte ich dem kleinen Jungen aufheiternd.
So liefen wir weiter in der Hoffnung einen Unterschlupf zu finden, der gut versteckt war. Je länger wir liefen, desto erschöpfter wurden wir, jedoch war keine Rettung in Sicht.
,, Okay bleibt stehen", schniefte ich erschöpft und die Anderen beiden lehnten sich erschöpft an zwei Bäume.
,, Was ist los? ", hechelte Maxi unkontrollierbar und schloss seine Augen.
,, Wir machen eine kurze Verschnaufpause", beschloss ich röchelnd. Die kalte Luft zog sich durch meine Lunge und der Schweiß lief mir die Stirn herunter.
,, Aber was ist mit den maskierten Männern? ", fragte Tommy nervös und verängstigt.
,, Sie werden uns so oder so einholen. Mich wundert es nur, dass sie noch nicht hier sind", gab ich schniefend von mir. Gerade als ich mich wieder erheben wollte, schoss ein Pfeil mit hoher Geschwindigkeit auf mich zu.
Instinktiv streckte ich meine Hand aus und hielt den Pfeil gerade so noch fest.
Tommy wimmerte panisch und klammerte sich an Maxi. Hufgetrappel war zu vernehmen und ehe wir uns versahen, waren wir von den maskierten Männern umzingelt.
Ihre Waffen gezogen und mit einem furchterregenden Blick sah uns jeder Einzelne von ihnen an.
,, Maxi schieb Tommy in die Mitte und stelle dich vor ihn", rief ich ihm zu. Sofort tat er was ich verlangte und war auf jeden der Männer fixiert.
,, So wen haben wir denn da", lachte einer der Männer und trat hervor.
,, Was wollt ihr von uns", knurrte ich den Mann alarmiert an. Er war jedoch in keiner Weise beeindruckt und schien die Situation eher lustig zu finden.
,, Wir wollen den Jungen. Den Jungen aus der Legende ", sprach er nun ernst.
,, Und was wollt ihr mit ihm?", fragte ich den unbekannten Mann abwertend.
,, Lass das unsere Sorge sein", erwiderte er kalt, sodass mir ein Schauder über den Rücken lief.
,, Verschwindet ", keifte ich ihren Anführer verächtlich an.
Keiner würde mich von meinen Freunden trennen. Aber wie es schien, wusste er nicht einmal, welcher von uns dreien, der besagte Junge sei.
,, Entweder ihr gebt uns den Jungen oder wir holen ihn mit Gewalt", drohte er mir mit kaltem Unterton.
,, Ich werde keinen meiner Freunde im Stich lassen, kapiert! ", schrie ich ihn wütend an. Ich erwartete keine vernünftige Handlung durch mein Wortgewandtes Auftreten, doch es fühlte sich wirklich befreiend an. Dieser Mistkerl hatten das alles ja auch zu verantworten, weshalb meine Wut begründet war.
,, Wie du willst ", grinste der Mann heimtückisch. Mit Messern bewaffnet, kamen die Männer auf uns zu. Wir hatten nichts zur Verteidigung, weshalb ich beschloss meinem Instinkt zu folgen. Ruhig atmete ich tief ein und wieder aus. Ich schloss meine Augen und konzentrierte mich voll und ganz auf mich.
Ich spürte Tommys Furcht.
Ich spürte Maxis Unsicherheit.
Ich spürte gleichzeitig den Enthusiasmus in meinem besten Freund.
Ich spürte den Hass und die Mordlust der maskierten Männer, doch zwei stachen aus der Menge hinaus.
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Dragon's eyes (bxbxb)
FantasyEin Junge Namens Leo lebte als Mensch im Jahre 2070. Oft bekam er als kleiner Junge Geschichten über die mächtigsten Wesen auf der Erde vorgelesen. ~Die Drachen~ Obwohl er weiß, dass er oder niemand anderes auf der Welt jemals einen Drachen gesehen...
