9. Gefangenschaft

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Leo

Zusammen mit Tommy ging ich zu dem Zimmer von Maxi. Vorsichtig klopfte ich an, doch nichts war zu hören. Als er immer noch nicht öffnete klopfte ich stärker und wartete auf ein Lebenszeichen seinerseits. Nichts. Nach 5 Minuten oder auch 10 Minuten, war rein gar nichts zu hören.

War Maxi doch nicht hier in seinem Gemach? Wenn ja, wo ist er jetzt?, fragte ich mich langsam und bekam ein ungutes Gefühl.
,, Was macht ihr hier? ", fragte nun eine tiefe Stimme neben mir. Ich drehte mich zu dieser und sah einen der drei Prinzen vor mir stehen.

,, Ich möchte meinen besten Freund sehen, da die Wachen ihn ja laut dem König hierher gebracht hatten", gab ich ruhig und bedacht von mir.
,, Das ist leider nicht möglich. Er braucht in dieser Phase etwas Zeit, um sich zu beruhigen ", versuchte mir der Prinz allen Ernstes einzureden.

,, Mein bester Freund braucht keine Zeit. Er braucht mich! Und meine Frage ist, ob er nun hier ist, wie man mir sagte oder nicht", gab ich stirnrunzelnd zurück. Eine Zeit lang schwieg er nur und überlegte sicherlich seine Antwort auf meine Frage. Da mir das langsam zu doof wurde, beschloss ich in seine Augen zu sehen die mir, ob er es wollte oder nicht die Wahrheit sagten.

Ich kann ihm nicht sagen wo sein Freund ist, es ist zu gefährlich. Aber wie sollte ich dem ruppigen Schlaumeier überzeugend erklären, dass er in sein Zimmer gehen soll? Wir sind ja nicht so abscheulich und werden seinen besten Freund misshandeln, obwohl wir schon ziemlich ruppig sind, konnte ich aus seinen Augen lesen und war ziemlich empört.

Ruppiger Schlaumeier? Ich bin anscheinend sehr gut rüber gekommen heute....aber was meint er mit zu gefährlich? , fragte ich mich selbst und kam schnell auf den Entschluss, dass Maxi wohl nicht in seinem Zimmer oder Gemach war. Auf Seidentücher trug man ihn wahrscheinlich auch nicht, wie ich das mitbekam.

Maxi würde dementsprechend auch nicht hier im oberen Geschoss des gigantischen Schlosses sein. Wie es aussah, kam ich hier auch kein Stück weiter. Vielleicht konnte mir Tommy dabei behilflich sein.
,, Wieso hat der dreckige Diener eigentlich gute Kleidung an?! ", keifte der Prinz Tommy an und hatte somit das Thema gewechselt.

Tommy neigte seinen Kopf demütig und stand versteift da.
,, Weil ich ihm diese Kleidung gegeben habe", antwortete ich ernst und durchdacht.
,, Das ist nicht die angebrachte Uniform für nutzlose Diener ", sagte er verachtend und hob seinen Kopf.

,, Das was er anhatte war und ist in keiner Weise eine Uniform gewesen, sondern ein Stofffetzen", knurrte ich ihn nun an und er sackte kaum merklich zusammen.
,, Tommy kann und wird dieses Gewand tragen. Es ist angemessen für einen Diener und wenn dir das nicht passt, kannst du dich ja nochmal mit dem Hersteller unterhalten ", knurrte ich wieder und sah ihn gefährlich an, so als würde mein Blick ihn gleich in Stücke reißen.

,, Und wer hat dieses Kleidungsstück hergestellt?", fragte der Prinz abwertend und wütend.
,, Ich ", fauchte ich warnend, woraufhin der Prinz verunsichert guckte und überlegte etwas zu sagen oder nicht.

,, Es war schön mit euch zu reden eure Hoheit, aber ich und Tommy werden uns wieder in mein Gemach zurückziehen, wenn ihr es gestattet", sagte ich höflich, aber mit einer giftigen Tonlage.
,, Natürlich. Wir sehen uns dann beim Abendmahl ", willigte der Prinz erleichtert ein und wartete noch bis wir in mein Zimmer gingen.

Als sich die Tür schloss, lief er wieder seines Weges.
,, Weißt du zufällig wo Maxi sein könnte?", fragte ich Tommy, als wir wieder in meinem Gemach waren.
,, Vielleicht im Tiefgeschoss des Schlosses. Dort werden die Bösewichte sowie auch Menschen oder Diener hingebracht und schlimm zugerichtet", antwortete mir Tommy ängstlich und zuversichtlich.

Dragon's eyes (bxbxb)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt