Im Bad ging ich erstmal zum Spiegel und schaute in mein Gesicht. Auch wenn ich cool und standhaft wirke, so kaputt sehe ich innerlich aus. Für diesen kurzen Moment konnte ich es auch äußerlich sehen.
Ich schüttete mir etwas Wasser ins Gesicht und setzte wieder ein Smartes Lächeln auf. Ich muss noch durchhalten! Nur noch ein kleines bisschen!
Ich ging wieder aus dem Bad raus und den Flur nach hinten zur Bühne. Ein bisschen aufgeregt war ich schon und dementsprechend zaghaft ging ich auf die Bühne.
Ich ging zum Mikro und klopfte kurz darauf um zu sehen ob es auch an ist.
Quita: „Meine Damen und Herren. Mir ist es eine Freude Sie heute Abend im Chromatica beehren zu können und für Ihre alleinige Unterhaltung zuständig zu sein. Ich habe für Sie einige Klassiker und Neuheiten zusammengestellt und werde Sie musikalisch verwöhnen. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen bei der Show und hoffe dass sie Ihnen gefällt."
Die Menge im Saal applaudierte und ich setzte mich hinter den gigantischen weißen Flügel.
Die Lichter wurden gedimmt und ein einzelner Scheinwerfer fiel nun auf mich. Ich wurde zusätzlich von einem kleinen Ensemble begleitet, dass für einen harmonischen Kleinorchester Klang sorgte.
Ich spielte für fast eine Stunde die unterschiedlichsten Stücke und bekam sogar mit der Zeit richtig Lust noch länger zu spielen, doch der Schlusstitel rückte näher und somit auch die Eröffnung des geplanten Massakers.
Meinen letzten Song hab ich wohl-überlegt ausgesucht, da er für diesen Tag und auch mein bisheriges Leben eine schwerwiegende Bedeutung hat.
Mit dem letzten verbleibenden Ton beendete ich meinen Auftritt und verneigte mich vor dem Publikum. Ich konnte spüren wie die Menge hin und weg war, was in mir eine Wahnsinns Euphorie auslöste.
Als der Applaus schließlich abebbte griff ich nochmal zum Mikro.
Quita: „Vielen Dank! Ich hab garnicht mit so viel positiver Zustimmung gerechnet... das übermannt mich jetzt doch total! Ich hoffe ich konnte Ihnen allen die Freude bereiten die Sie auch mir bereitet haben. Ich wünsche Ihnen allen noch einen entspannten Abend...."
Ich verneigte mich nochmals und schaute noch einmal kurz in die Menge. Es waren alle da die ausgeschaltet werden sollen. Ein letztes Mal holte ich tief Luft bevor ich das Szenario eröffnete.
Quita: „... und einen erholsamen Schlaf."
Ein Schuss aus der Distanz fiel und lies den gigantischen Kronleuchter auf den Kompletten Vorderbereich knallen.
Jeder der in seiner unmittelbaren Nähe oder auch nur darunter saß, wurde sofort erschlagen und getötet.
Das Blut dieser Menschen spritze mir entgegen und tränkte mein Schneeweißes Kleid in das rot der Toten. Ich sah aus wie Carrie auf dem Abschlussball, nur ohne die Telekinese.
Die Menge geriet in Panik und Schreie erfüllten den Raum. Jetzt kamen Kyokos Truppen zum Vorschein. Jede der Kellnerinnen zückte unter ihren Klamotten Messer, Pistolen oder andere Hilfsmittel zum töten hervor und richteten ein gewaltiges Massaker an. Der Teil der versuchte zu entkommen, rannte in Richtung der Flure zu den Notausgängen und Fahrstühlen, doch auch da funktionierte keiner der Ausgänge. Alle waren blockiert und ein entkommen war unmöglich.
Kyoko hatte beste Arbeit geleistet und das nicht nur mit dem Schuss aus der Ferne.
Ich griff in den Flügel und holte mir meine Schusswaffen, sowie das Messer mit dem ich Yoichi töten wollte hervor.
Ich ging ganz gemütlich der Masse hinterher und Pfiff mein Lieblingslied auf den Weg zu den Ausgängen. Die Bonten Männer waren erstmal verwundert, dass die Kellnerinnen ebenfalls die Leute Killten, aber es nicht auf sie selbst abgesehen hatten.
Mikey: „Was zum Fick ist hier los?! SHIRO!"
Quita: „Ich hab eine Überraschung mitgebracht! Das ist die Kavallerie! Also greift ihnen mit unter die Arme!"
Mikey: „Du hast einen Knall Lady! Aber dafür lieben wir dich!"
In dem Moment sah ich Mikey das erste mal Lächeln. Er sah so glücklich und erfüllt aus und das obwohl er mit seiner Waffe um sich schoss und einem nach dem anderen den Schädel weg pustete. Ich nahm in der Zeit mit Ran und Rindou die Verfolgung von Yoichi auf, der sich mit seinem Drecksvater und Akane versuchte aus dem Staub zu machen. Ein Bodyguard nach dem anderen wurde von mir erschossen oder von Ran und Rindou niedergestreckt.
Akane: „ICH WUSSTE ES DOCH DASS MIT DIR WAS NICHT RICHTIG LÄUFT!!! DU MIESE BITCH!!! ICH MACH DICH KALT!!! CHISOKEEE!!!"
Sie rief den Namen einer Person, was mir eher fragen aufwarf. Es war die ganze Zeit über niemand bei ihr gewesen oder hatte sich damals bei ihr in der Nähe aufgehalten, also machte ich mir keine Platte. Plötzlich hörte ich schwere Schritte hinter mir und wie etwas den Gang entlang tropfte.
Zu meiner Überraschung war es Sanzu, der völlig blutüberströmt zu uns kam und einen Kopf an den Haaren festhielt.
Sanzu: „Suchst du vielleicht sie hier Hübsche?"
Er schmiss den Kopf vor Akanes Füße, die nun endgültig die Fassung verlor und anfing zu heulen und zu schreien.
Unter den ganzen Blut erkannte ich das Gesicht erst garnicht, aber dann kam mir das Phantombild von Natalia in den Kopf.
Es war die Lächelnde Lady die Hale und Natalia angegriffen hatte, die Frau mit der Augenklappe.
Akane: „WAS HAST DU MIESER BASTARD IHR NUR ANGETAN?!"
Sanzu: „Hehehe... die kleine Bitch hat mich damals überfallen als ich dir hinterher geschlichen bin. Hat mich wirklich eiskalt erwischt man. Sie hat mich ganz schön gefoltert... oder sollte ich es eher einen Versuch nennen? Ich hab lediglich nur auf den richtigen Moment gewartet und dank Koko und Takeomi hatte ich meine Chance mich zu rächen!"
In Blut getränkt
Ende
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Weißer Rauch
FanfictionDies ist die Fortsetzung zu „Rebellion und Wahnsinn" um damit die Geschichte um Quita und den Haitani Brüdern zu Ende zu erzählen. 11 Jahre sind nun schon vergangen seit Quita ihrer Heimat Japan den Rücken kehren musste. Seit her lebt sie in der Mi...
