Das Rendezvous

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Nun war ich mit den beiden Männern allein die mich aufmerksam von oben bis unten musterten. Ich trug das Kleid welches Hale mit mir ausgesucht hatte mit einer schwarzen Strumpfhose und meine dazu passenden High Heels.

Quita: „Ich hoffe ich bin nicht zu Overdressed. Wir hatten ja kein Ziel ausgemacht."

Ich war nervös wie am ersten Tag als ich die beiden traf. Ran kam näher zu mir heran und nahm meine Hände.
Seine violetten Augen funkelten mich liebevoll an und sein Lächeln war genauso schön wie damals.

Ran: „Kein bisschen. Ich muss schon sagen dass du mich verzauberst."

Rindou: „Nun brems mal dein Süßholzgeraspel etwas aus! Sowas hört sie bestimmt täglich mehr als genug."

Nun konnte ich mein schmunzeln wirklich nicht mehr zurückhalten. Beide schauten mich verdutzt an.

Quita: „Ehrlich gesagt hab ich sowas schon ewig nicht mehr gehört. Im Alltag filtere ich sowas aus. Das gehört eben nicht in meine Gedankenwelt wenn ich arbeite."

Rindou: „Bist ne ganz harte was? Aber gefällt mir! Deine Unnahbarkeit."

Rindou kam nun auch zu mir und nahm eine Hand von mir aus Rans griff. Sein Blick war im Gegensatz zu dem seines Bruders eher stechender und begehrender Natur. Doch so war er schon immer.
Ich zog meine Hände sanft aus den Griffen der beiden Männer, schnappte mir meinen Mantel und meine Handtasche aus dem Flur und schloss die Tür hinter mir.
Sie hielten mir jeweils einen Arm hin sodass ich mich einhaken konnte.
Wir verließen mein Grundstück und die beiden führten mich zu ihrem Wagen.
Rindou öffnete mir die Tür sodass ich einsteigen konnte. Es war ein Dodge der im Inneren zu einer Limousine umgebaut war. Ich bin schon ewig nicht mehr mit so einem Fahrzeug mitgefahren und genoss es daher mal wieder den Luxus zu haben.
Ich saß zwischen den beiden die mir ein Glas reichten.

Ran: „Darf ich dir was aus der Bar anbieten?"

Quita: „Nur alkoholfrei bitte. Ich vertrage keine starken Drinks."

Ran: „Wie die Lady wünscht!"

Er holte aus der kleinen Minibar ein Fläschchen Orangensaft und goss dieses in mein Glas. Rindou währenddessen gab den Fahrer die Anweisung los zu fahren.
Dann reichte er mir einen schönen Strauß Wildblumen und war ein wenig rot um die Nase geworden.

Rindou: „Ich hab... ich hab den gesehen und... naja ich dachte er gefällt dir vielleicht."

Ich zog das Papier zum Schutz ab und betrachtete die Blütenpracht.

Ein unbeschreiblich schöner Duft stieg mir in die Nase und ich schloss die Augen dabei

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Ein unbeschreiblich schöner Duft stieg mir in die Nase und ich schloss die Augen dabei.
Wenn ich nicht wüsste dass ich grade in einem Auto sitze, könnte ich schwören ich stehe in einem Blumenfeld irgendwo wo sich all diese Düfte vereinen.

Quita: „Die riechen herrlich! Ich danke dir! Ich hab schon ewig keine Blumen mehr bekommen!"

Ich hielt den Strauß weiterhin in meinen Händen und erfreute mich daran.
Rindou kam ein leichtes Lächeln über die Lippen als er mich so zufrieden mit seinem Geschenk sah.

Quita: „Was haben wir eigentlich vor? Ich meine... wo fahren wir eigentlich hin?"

Rindou: „Ich wollte dich zu einem ganz besonderen Restaurant ausführen und dann hab ich noch eine Überraschung geplant."

Quita: „Dann lass ich mich überraschen!"

Ran: „Warte was für eine Überraschung hast du geplant? Davon hast du nichts gesagt?!"

Rindou: „Du warst ursprünglich auch nicht mit eingeplant! Also musst du dich wohl oder übel auch überraschen lassen."

Quita: „Nun streitet euch nicht. Lasst uns einfach den Abend genießen."

Ich lächelte beide an die sich schlagartig wieder fingen. Schließlich kamen wir nach einiger Zeit am Restaurant an.
Sehr zu meiner Überraschung war es mein Lieblings Big Band Club.
Dort war ich schon als kleines Mädchen mit meinem Bruder und meinem Vater gern.
Wenn die Band dort begann zu spielen hab ich immer zur Musik getanzt.
Ein richtig klassischer Laden eben.

Rindou: „Ich hoffe dir gefällt der Laden? Aber was rede ich da, als Musikprofessorin magst du sicher sowas."

Ran: „Stimmt ja das hatte uns dein Junge erzählt. Dann hast du ihm sicher dass musizieren beigebracht."

Quita: „Tatsächlich ja. Er war schon immer fasziniert von Instrumenten. Das hat er von mir geerbt."

Die beiden halfen mir wieder aus dem Wagen und wir gingen gemeinsam in den Club.
Kaum drin umgab mich der magische Zauber von Jazz und Swing Musik und der Geruch von Zigarre und Pfeife.
Es ist das einzige Etablissements in dem sogar Rauchen noch erlaubt ist.
Ein Concierge brachte uns zu einem Reservierten Abteil und nahm mir meinen Mantel ab.
Ran rückte meinen Stuhl vor sodass ich mich hinsetzen konnte und den perfekten Blick auf die Band hatte.
Rindou zündete die Kerze auf dem Tisch an und eine junge Kellnerin brachte uns die Karte des Hauses.
Ich schaute einfach nur verträumt auf die Bühne und schwelgte in Erinnerungen bis mich Rindou schließlich aus meinem Gedankenkarussel riss.

Rindou: „Gar keinen Appetit?"

Quita: „Schuldige ich bin so verträumt. Ich hab ewig nicht mehr so ein Ambiente genossen und bin so verwöhnt worden."

Rindou: „Dann werde ich dich nach Strich und Faden verwöhnen. Komm!"

Das Rendezvous

Ende

Weißer RauchWo Geschichten leben. Entdecke jetzt