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𝐋𝐞𝐚𝐧𝐝𝐫𝐨

Die Zeit scheint stillzustehen, während ich versuche, die Ereignisse der letzten drei Tage zu verarbeiten. Es sind drei Tage seit meine Frau erschossen wurde. Die Zeit verstreicht, doch Belinda zeigt keine Anzeichen dafür, dass sie aus ihrem tiefen Schlaf erwachen wird. Mein Herz schmerzt vor Sorge und Angst, während ich an ihrem Bett sitze und ihren regungslosen Körper betrachte. Jeden Tag.

Ich streiche sanft über ihre Hand, spüre die Kälte ihrer Haut und die Abwesenheit ihres Lebenszeichens. Die Ärzte versichern mir, dass sie stabil ist, aber ihr langer Schlaf macht mich unruhig und verunsichert. 

Jedes Mal, wenn ich ihren Namen flüstere, hoffe ich verzweifelt, dass sie aufwachen wird, dass sie zurück zu mir kommen wird. Doch die Stille des Krankenzimmers wird nur durch das monotone Summen der medizinischen Geräte unterbrochen, und Belinda bleibt weiterhin in einem tiefen Schlummer gefangen.Es besteht die Möglichkeit das sie nicht aufwacht.


,,Die 24 std. sind um, sie wurde in einem Künstlichen Koma verlegt, jetzt heißt es warten," informiert uns der Arzt. ,,Besteht die möglichkeit das sie nicht aufwachen wird?" Fragend schau ich ihn an, er kratzt sich leicht an seinem Kinn. „Ja, aber die Chance ist gering." ,,Aber sie besteht." Meine Stimme st druckvoll. Er nickt.

Die Worte des Arztes trafen mich wie ein Schlag ins Gesicht. Die Aussicht darauf, dass Belinda möglicherweise nicht aus dem künstlichen Koma erwachen wird, ist unerträglich, und ein kalter Schauer läuft mir den Rücken hinunter. Mein Verstand kämpft gegen die schrecklichen Möglichkeiten an, während ich versuche, die Worte des Arztes zu verarbeiten. Besteht die Möglichkeit, dass sie nicht aufwachen wird? Die Frage hallt in meinem Kopf wieder, und ich kann die Angst und Sorge in meiner Stimme spüren, als ich sie ausspreche.

Der Arzt betrachtet mich mit einem Ausdruck des Bedauerns und der Ernsthaftigkeit in seinen Augen. ,,Es gibt immer Risiken bei solchen Verfahren", antwortet er bedächtig. ,,Aber wir tun alles in unserer Macht Stehende, um sicherzustellen, dass ihre Frau die bestmögliche Chance  hat auf ihre Genesung."

Ich schau wieder von der Hand zu ihrem Gesicht. Belindas friedliches Gesicht liegt vor mir, von sanftem Licht beleuchtet, während sie ruhig und regungslos auf dem Krankenhausbett liegt. Ich betrachte ihr Gesicht, jedes Detail vertraut und geliebt, und ein Gefühl der Zärtlichkeit durchdringt mein Herz. Ihre friedlichen Züge erinnern mich an die unzähligen glücklichen Momente, die wir gemeinsam geteilt haben. Ich schließe die Augen und erinnere mich an die sanfte Melodie ihrer Stimme, an die Wärme und den Trost, den sie mir immer geschenkt hat. Ihre Worte hallen in meinem Inneren wieder. 

Ich werde sie alle nach und nach umbringen. 

Mein Handy klingelt, ich hole es raus. Lorenzo. 

,,Hermano." 

,,Sí", antworte ich. 

,,Wir haben sie gefunden." Meine linke Hand ballt sich autamostch zur Faust. ,,Wo waren sie?" Ich warte auf seine Antwort. 

,,In Norwegen", lacht dabei am ende. Ich schmunzle auch leicht. ,,Sie sind im Lager", beantrt er meine nicht gestellte frage. ,,Ich bin in einer stunde da."Lass ich ihn wissen. ,,Okay, und..wie geht es ihr?", fragt er vorsichtig. ,,Immer noch gleich." Somit lege ich auf.  Ich stehe auf, bück mich zu meiner Frau und gebe ihr ein Kuss auf ihre Stirn. „Ich bin bald wieder da", flüstert ich ihr zu. 

-

Ein Gefühl der Dringlichkeit erfüllt den Raum, als ich die Tür mit einer solchen Kraft öffne, dass sie die Aufmerksamkeit aller Anwesenden auf mich zieht. 

The missing mafia daughterWo Geschichten leben. Entdecke jetzt