Die ersten Lichter von Dune tauchten am Horizont auf, als die Sonne sich hinter uns zur Ruhe neigte und der Himmel in ein tiefes, violettes Blau überging. Ein Schauer lief mir über den Rücken, und ich konnte nicht sagen, ob es die kühle Abendluft war oder die wachsende Anspannung, die in der Luft lag. Dune. Endlich.
Bis auf Yeosang und Mingi, die bei San die Stellung hielten, standen alle an Deck der Treasure und fieberten darauf hin, in Dune endlich Hilfe für San zu bekommen. Ich stand an der Reling der Treasure, den Wind im Gesicht, während die magische Stadt immer näher rückte. In der Ferne sah ich, wie unnatürlich helles Licht aus unzähligen Kristallen leuchtete, die auf den Spitzen von hohen Türmen thronten. Über der Stadt hing ein Glimmer, fast wie ein stetiger Schleier aus Licht und Magie, der die Umgebung in etwas Traumhaftes hüllte.
„Das sieht unglaublich aus, oder?" Yunho trat neben mich, seine Augen leuchteten fast ebenso wie die Lichter von Dune. „Habe ich dir zu viel versprochen?"
Yunho hatte mir in den letzten Tagen versucht, meine Neugier auf Dune zu stillen, indem er mir nach unserem Training meine unzähligen Fragen beantwortete. Aber nichts davon hätte mich auf das Bild vorbereiten können, das sich nun vor mir erstreckte.
Ich konnte nur stumm nicken. Worte reichten nicht aus, um das Gefühl zu beschreiben, das diese Stadt in mir auslöste. Als wir noch weiter fuhren, begann ich, Details zu erkennen. Türme aus schimmerndem Stein ragten in den Himmel, jeder in eine andere Farbe getaucht – mal tiefes Smaragdgrün, mal strahlendes Silber, mal dunkles Rubinrot. Brücken aus leuchtenden Kristallen spannten sich zwischen den Gebäuden, und in der Luft schwebten kleine Lichter, die wie Glühwürmchen tanzten, aber in der Dunkelheit der Nacht in allen Farben des Regenbogens aufblitzten.
„So etwas habe ich noch nie gesehen", murmelte ich, mehr zu mir selbst als zu Yunho. Der Ort war lebendig – das spürte ich. Es war, als würde die Stadt selbst atmen, als wäre sie ein Wesen aus reiner Magie.
„Warte, bis du auf den Straßen stehst", meinte Yunho grinsend. „Da wird es erst richtig interessant."
Ein Gefühl der Ehrfurcht überkam mich, während wir näher kamen. Die Gebäude wuchsen vor meinen Augen, und ich konnte jetzt die Silhouetten von riesigen Statuen erkennen, die die Eingänge der Stadt bewachten. Jede Statue war aus Stein, aber sie strahlten etwas Unnatürliches aus – als könnten sie jederzeit zum Leben erwachen. Ihre Augen schimmerten sanft im Halbdunkel, als wären sie Beobachter aus einer anderen Zeit.
„Hast du schon mal von diesen Statuen gehört?" fragte ich leise, immer noch gebannt von ihrem Anblick.
„Ja, sie sind die Wächter von Dune. Man sagt, sie wurden aus alter Magie geschaffen, um die Stadt zu beschützen. Niemand weiß genau, wer sie gebaut hat – oder wann", antwortete Yunho, während sein Blick ebenfalls auf den steinernen Riesen verweilte. „Also, sei lieber nett zu ihnen."
Ein nervöses Lachen entfuhr mir. Nett sein zu lebendigen Statuen, klar. Es war, als würde ich in eine andere Realität eintauchen – eine, die weit weg war von den Regeln und Grenzen der Welt, die ich kannte.
Hongjoong manövrierte die Treasure gekonnt an einen Pier aus dunklem Holz, der von einer pulsierenden, magischen Energie durchzogen war. Dann legten wir an. Selbst das Holz des breiten Stegs schien zu glühen, als ob es unter der Oberfläche lebte.
Die Luft war erfüllt von einem süßlich-würzigen Duft, es roch fast wie verbrannte Magie. Diesen Geruch hatte ich bereits schwach wahrgenommen, nachdem er überall in der Luft hing, wenn ich mit Yunho trainierte. Fremde Pflanzen rankten sich um die Stützen des Piers, und sie bewegten sich, als wären sie empfindungsfähig.
Hongjoong verteilte Kommandos an die Crew, die ihm mit gekonnten und schnellen Bewegungen half, die Treasure mit massiven Tauen am Pier zu sichern. Wooyoung informierte Yeosang und Mingi über unsere Ankunft, die kurz darauf mit San an Deck kamen. Ich keuchte kurz auf, als mein Blick auf Sans regungslosen Körper fiel, der von Yeosang und Mingi gehalten wurde. Seine Haut war kreidebleich und seine Lippen wirkten grau. Nichts an ihm verriet, dass er noch lebte. Doch das tat er glücklicherweise. Noch.
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Aurora - You are my light (Ateez x reader)
FanfictionDas Leben von Prinzessin Aurora ist schlimmer als die Hölle. Schuld daran ist der König ihres Königreiches, mit dem sie zwangsverheiratet wurde. Ihr Leben ändert sich von der einen auf die andere Sekunde, als sie von acht maskierten Piraten entführt...
