SECHSUNDVIERZIG 🌶️

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Hongjoong ließ kurz von mir ab und richtete sich vor dem Bett auf. Ich stützte mich auf meine Unterarme, um besser beobachten zu können, was er als Nächstes tun würde. Mit einer fließenden Bewegung zog er seine schwarze Lederjacke aus, die kurz darauf mit einem dumpfen Geräusch auf den Boden fiel. Darunter trug er ein schwarzes Hemd, kombiniert mit einer Anzugweste, die ihm eine gewisse Autorität verlieh – als hätte er diese noch nötig.

Kurz gesagt: Er sah zum Anbeißen aus. Und jetzt konnte ich mir endlich eingestehen, dass sich alles in mir nach ihm verzehrte. Ich wollte ihn endlich spüren – die flüchtigen Berührungen und kurzen Küsse von eben waren längst nicht genug.

„Steh auf", kommandierte er mit dieser rauen Stimme, die mir einen Schauer über den Rücken jagte. Ohne zu zögern gehorchte ich und stand kurz darauf barfuß vor ihm. Er überragte mich um einige Zentimeter, und ich neigte meinen Kopf, um seinen Gesichtsausdruck zu mustern. Doch da war nichts. Keine Regung, kein Hinweis darauf, was als Nächstes kommen würde.

Seine linke Hand fand meinen unteren Rücken und streichelte die Haut dort fast zärtlich, dann öffnete er mit einer schnellen Bewegung den Verschluss meines BHs, der daraufhin an mir herunterfiel. Seine Augen glitten nur für den Bruchteil einer Sekunde über meine entblößten Brüste, während die Finger seiner rechten Hand langsam meinen Arm hinaufwanderten. Sie erreichten meinen Hals und schlossen sich schließlich fest um ihn. Mir entfuhr ein erschrockener Laut, denn die plötzliche Enge erinnerte mich nur allzu deutlich an den Dämon und die beklemmenden Bilder, die ich auf der Krankenstation erlebt hatte. Doch Hongjoongs Griff lockerte sich nicht.

Reflexartig schossen meine Hände zu seiner, um sie zu lösen, doch mein kläglicher Versuch scheiterte. Stattdessen entlockte ich ihm ein leises, amüsiertes Lachen. „Nimm deine Hände runter."

Ich schaute ihn verwirrt an. Er wusste doch, was mit San und dem Dämon geschehen war. Wieso ignorierte er all das? Aber... war das nicht genau das, was ich wollte? Dass er mich nicht wie das verletzliche, gebrochene Mädchen sah?

Der Griff um meinen Hals wurde fester, und riss mich damit aus meinen Gedanken. Ich zögerte kurz, ließ dann aber von seiner Hand ab. Fast augenblicklich lockerte sich sein Griff ein wenig, blieb jedoch präsent – wie eine feste, unausweichliche Konstante.

„Ich möchte dir etwas erklären", begann er ruhig. „Ein Safeword ist wichtig, aber ich will es genauer wissen. Wir verwenden ein Drei-Farben-System."

Langsam verarbeitete ich seine Worte und nickte schließlich.

„Grün heißt: Alles ist gut. Gelb: Es wird zu viel. Rot: Stopp", fuhr er fort, sein Ton unnachgiebig, aber nicht ohne Wärme.

Eine leise Erleichterung breitete sich in mir aus. Trotz allem, was er angekündigt hatte, würde er meine Grenzen nicht missachten. Zumindest nicht gänzlich.

„Wenn ich dich nach einer Farbe frage, sagst du mir, wo du stehst. Wirst du das für mich tun?"

Ich nickte, doch das reichte ihm nicht.

„Nutze deine Worte." Sein Blick bohrte sich in meinen.

„Ja... Ja, ich werde es tun", stammelte ich und versuchte, meine Stimme fest klingen zu lassen. Doch durch seinen Griff gelang mir das kaum. Hongjoong schien dennoch zufrieden.

„Gutes Mädchen."

Ein leichter Schauer lief mir über die Haut, und meine Nippel verhärteten sich. Hongjoongs Reaktion darauf war ein amüsiertes Hochziehen seiner Augenbrauen.

„Wirst du mich jetzt endlich ausziehen?", fragte ich, und konnte meine Ungeduld von ihm genommen zu werden nun kaum noch verbergen.

Ein amüsiertes Lächeln glitt über sein Gesicht. „Gedulde dich noch, meine hungrige kleine Prinzessin."

Aurora - You are my light (Ateez x reader)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt