- Authors note: Holt euch Taschentücher für dieses Kapitel...und nein, nicht für die Tränen auf euren Wangen, sondern für die, die gleich an den Innenseiten eurer Oberschenkel runterlaufen 💧🤭-
„Reden?" Ich hob eine Braue, versuchte, meine Stimme neutral zu halten. „Worüber denn?"
„Wie geht's ihm?"
„Stabil." Ich trat ein paar Schritte näher, das Holz unter meinen Stiefeln knarrte. „So stabil, wie man sein kann, wenn man fast ertrinkt und von Sirenen aufgefressen wird."
„Und dir?"
Ich blieb stehen. „Mir geht's gut."
„Das klingt nicht ehrlich."
„Dann hör auf zu fragen, wenn du die Antwort schon kennst, und sag mir, worüber du wirklich reden willst. Sicherlich nicht über Yeosangs Zustand. Du hattest den ganzen Abend Zeit, dir selbst ein Bild zu machen."
Er lächelte schmal, dieses gefährlich ruhige Lächeln, das mir schon am ersten Tag das Gefühl gegeben hatte, dass hinter seiner Gelassenheit etwas lauert.
„Du hast dich verändert, Aurora."
Aha. Jetzt reden wir also.
„Du auch", entgegnete ich.
„Wirklich?" Er richtete sich auf und kam auf mich zu. Im Kerzenlicht wirkten seine Züge schärfer, fast fremd. „Oder siehst du mich jetzt einfach nur anders?"
Ich wollte ausweichen, aber mein Körper tat das Gegenteil: Ich ging einen Schritt auf ihn zu. „Ich sehe dich. Nicht anders, nur klarer."
Er legte den Kopf leicht schief. „Klarheit ist selten angenehm."
„Nein." Ich zwang ein Lächeln. „Aber sie ist ehrlich."
Einen Moment lang hörte man nur das Knarren des Schiffes. Dann sprach er leiser:
„Früher hast du dich auf mich verlassen. Jetzt siehst du mich an, als würdest du mir nicht trauen."
Ich hob den Blick, und zwischen uns spannte sich etwas Unsichtbares, ein dünnes, brennendes Seil.
„Ich weiß nicht, wie ich fühlen soll, Seonghwa. Du hast mein Vertrauen benutzt. Hast mir die Wahrheit über Hongjoongs Absichten verschwiegen. Es hat sich einiges geändert."
„Zum Beispiel?" Er stand nun direkt vor mir.
Ich sah ihn an. Er wirkte ruhig, doch ich konnte sehen, dass sich seine Hand zu einer Faust ballte.
„Zum Beispiel warst du mein sicherer Hafen", sagte ich leise. „Und jetzt... weiß ich nicht mehr, was ich in deiner Nähe fühlen soll."
Das brachte ihn kurz aus dem Konzept.
„Ich mache dich nervös." Keine Frage, eine Feststellung.
Ich zuckte mit den Schultern, aber meine Stimme zitterte leicht. „Das stimmt nicht." Doch, es stimmte.
„Nein?"
Ich schüttelte den Kopf, zu heftig vielleicht. „Ich... wollte nur nicht, dass das kompliziert wird."
Er beugte sich vor, die Hände auf der Tischkante zu beiden Seiten meines Körpers. Seine Wärme traf mich sofort.
„Aurora", flüsterte er, „es ist bereits kompliziert."
Mein Herz schlug zu schnell, und trotzdem hielt ich seinem Blick stand.
„Ich könnte es mir nie verzeihen, wenn ich dich verliere, weil sich zwischen uns alles verändert hat", sagte ich schließlich.
„Verändert." Er wiederholte das Wort, als würde er es schmecken. „Und was, wenn ich sage, dass du dich genauso verändert hast?"
Ich blickte zu ihm auf. „Inwiefern?"
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Aurora - You are my light (Ateez x reader)
FanfictionDas Leben von Prinzessin Aurora ist schlimmer als die Hölle. Schuld daran ist der König ihres Königreiches, mit dem sie zwangsverheiratet wurde. Ihr Leben ändert sich von der einen auf die andere Sekunde, als sie von acht maskierten Piraten entführt...
