NEUNUNDZWANZIG

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Die salzige Meeresluft wehte mir ins Gesicht, während ich im Morgengrauen am Hafen stand. Der Nebel hüllte die See in einen geheimnisvollen Schleier und die Möwen zogen ihre Kreise darüber. Tränen liefen über meine Wangen, während ich mein geliebtes Pferd Dreamcatcher streichelte. Sein warmes Fell und seine sanften Augen trösteten mich, aber der Gedanke, ihn zurückzulassen, schnürte mir die Kehle zu. „Ich werde dich vermissen, mein Herz", flüsterte ich ihm zu und küsste seine Nüstern. Ich wollte seinen Duft aufsaugen, seinen Anblick in mein Gehirn einbrennen, das Gefühl seines schwarzen Fells unter meinen Fingern auf meine Haut tätowieren. Ich wünschte, ich könnte diesen Augenblick für immer festhalten.

Elaria stand neben mir, ihre Hand ruhte leicht auf meiner Schulter. „Aurora, du bist stärker als du denkst", sagte sie, ihre Stimme zitterte kaum merklich. „Diese Reise wird dir Antworten bringen, die du suchst."

Ich drehte mich zu ihr um und blickte in das vertraute Gesicht meiner besten und einzigen Freundin. Ihre hellgrauen Augen schimmerten feucht, aber sie hielt tapfer die Fassung. „Elaria, ohne dich wäre ich nicht hier", sagte ich mit brüchiger Stimme. „Du hast mir das Leben gerettet und mir gezeigt, was Freundschaft bedeutet."

Elaria lächelte schwach und zog ein kleines, kunstvoll geschnitztes Kästchen aus ihrer Tasche. „Hier, das ist für dich", sagte sie und drückte es mir in die Hand. „Aber du darfst es erst öffnen, wenn du wirklich nicht mehr weiter weißt."

Ich nahm das Geschenk entgegen und drückte es fest an mein Herz. „Danke, Elaria. Ich werde es hüten wie meinen größten Schatz."

Hongjoong trat zu uns und legte mir sanft eine Hand auf die Schulter. „Es ist Zeit", sagte er leise. „Die See wartet nicht."

Ich nickte und versuchte, mich zusammenzureißen. Die acht Piraten standen in einer respektvollen Entfernung hinter mir, jeder von ihnen mit einem ernsten Gesichtsausdruck. Sie hatten sich aufgereiht und wirkten damit wie eine bestärkende Wand für mich und gaben mir damit emotionale Unterstützung.

„Du wirst es schaffen, Aurora", sagte Elaria noch einmal, bevor sie mich in eine letzte feste und herzzerreißende Umarmung zog. „Und denk daran, du bist nie wirklich allein."

„Ich bin dir so dankbar, Elaria. Es wird kein Tag vergehen, an dem ich nicht an dich denke und wünschte, du wärst an meiner Seite." Ich löste langsam die Umarmung und schaute tränenüberströmt in ihre ebenfalls feuchten Augen. Sie lächelte mir so gut wie es ihr möglich war zu. Dann wandte ich mich noch ein letztes Mal zu meinem Pferd.

„Mach's gut, Dreamcatcher", flüsterte ich und gab meinem Pferd einen letzten Kuss. Elaria führte ihn weg, und ich wandte mich ab, um den Anblick nicht länger ertragen zu müssen. Das viele Weinen bereitete mir Kopfschmerzen und von dem Abschiednehmen war mir bereits ganz schlecht.

Mit einem schweren Herzen ging ich auf die Piraten zu, die mich mit offenen und tröstenden Armen empfingen. Yunho half mir an Bord der Treasure, und ich sah zu, wie Elaria neben Dreamcatcher stand und mir zum Abschied winkte. 

Hongjoong drehte sich zu seiner Crew und begann, Befehle zu erteilen. „Mingi, mach die Leinen los!", rief er.

„Aye, Captain!", antwortete Mingi und eilte zum Bug, um die schweren Taue zu lösen, die das Schiff am Dock festhielten.

„San, Jongho, Kanonen sichern und klar zum Ablegen machen!", befahl Hongjoong weiter.

„Aye, Captain!", antworteten die beiden Kanoniere im Chor und begannen, die Kanonen in ihre Halterungen zu sichern.

„Yunho, Navigation überprüfen und Kurs setzen!", rief der Captain.

Yunho nickte und eilte zum Steuerrad, um die Navigation zu überprüfen und den Kurs zu bestimmen. „Kurs gesetzt, Captain!", meldete er.

Aurora - You are my light (Ateez x reader)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt