Probleme.

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Anna war nun schon tagelang unter ihrem Bett. Arwen und Aragorn waren schon fast am verzweifeln und überlegten hin und her, wie sie es am Besten anstellen sollten. Arwen entschloss sich erstmal, ihr das Essen zubringen.

"Anna.. dein Essen" meinte sie sanft und stellte das Essen auf den Boden.

Anna jedoch bewegte sich keinen Zentimeter und Arwen verließ das Zimmer wieder. Es vergingen wieder einige Stunden und Anna hatte das Essen nicht angerührt. Dies veranlasste Aragorn dazu, seine Beherrschung zu verlieren. Wütend stürmte er nach oben und riss die Tür fast aus den Angeln.

Anna zuckte leicht zusammen. Blieb jedoch still unter ihrem Bett liegen.

"Komm da raus jetzt"

"Nein"

"Raus!! SOFORT!" donnerte Aragorn.

Als keine Antwort kam atmete er tief durch und schloss die Augen für einen Moment. Als er sie wieder öffnete, lag in seinem Blick etwas animalisches.

"Gut. Dann hol ich dich"

"Das würdest du nicht!" rief sie entrüstet.

"Du hast ja keine Ahnung!" er schmiss sich auf den Boden und krabbelte unter das Bett.

"RAUS!"

Anna presste sich leicht ängstlich an die Wand. Aragorn allerdings wollte ihr nicht wehtun und seuftzte. Er merkte, dass er sie verängstigte und im Grunde genommen war es nicht das was er wollte. Er krabbelte wieder unter dem Bett hervor.

"Wenn du bei Thranduil bist, wirst du verstehen, dass es hier wie das Paradies ist!" knurrte er und verschwand.

"Anna.." kam wieder die Stimme von Arwen aus dem Zimmer. "Horch auf das was Thranduil dir sagt. Er wird deinen Vater ersetzen!"

Anna stockte der Atem und sie riss die Augen auf. Niemals würde jemand ihren Vater ersetzen. Niemals.

"NEIN!" schrie sie

"Er kommt in 2 Tagen und holt dich!" zischte sie und verschwand auf dem selben Weg wie Aragorn.

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Ein Elchröhren riss Anna aus ihrem Schlaf. Die 2 Tage waren wie im Flug vergangen und nun war es soweit. Sie sollte zu Thranduil. Immer wurde sie hinfortgegeben. Jedes Mal musste sie es wieder durchmachen. Neue Umgebung, neue Freunde. Neue Feinde.

Unten wurde Thranduil begrüßt und Anna spielte mit dem Gedanken einfach abzuhauen. Nach etlichem Hin und Her überlegen beschloss Anna, aus dem Fenster zu steigen. Gerade als sie den Kopf unter dem Bett hervorstreckte ging die Tür auf, und noch ehe sie es realisierte, hatte Thranduil sie entdeckt.

Als sie ihn bemerkte verkroch sie sich wieder unter dem Bett, in der Hoffnung, er würde genauso schnell aufgeben wie Aragorn.

"Komm da raus jetzt!"

"Nein!"

Thranduil zischte etwas, das Anna nicht verstand und ging auf die Knie. Er schaute unters Bett und erblickte Anna, die sich ganz ins Eck verkrümelt hatte.

"Komm!"

Sie schüttelte stur den Kopf.

Thranduil war mit einem Schub mit seinem Oberkörper unter dem Bett und packte Anna am Fußgelenk. Er zog daran und zerrte sie unter dem Bett hervor. Anna hielt sich verkrampft am Bettgerüst fest, doch ein Ruck reichte, und Anna lag vor Thranduil auf dem Boden.

"Geht doch!" zischte er, packte sie am Handgelenk und zog sie mit sich hoch. "Komm und entschuldige dich bei deinen Zieheltern!"

"Nein!" schrie Anna.

"Was?!" knurrte Thranduil und schleifte sie die Treppen runter. "Widersprich mir nicht!"

Er zog sie vor sich, sodass sie zu Aragorn und Arwen blickte.

"Gandalf würde das nicht wollen!" zischte sie mit Tränen in den Augen.

"Glaub mir, wenn Gandalf wüsste, wie du dich benimmst, würde er es mehr als nur gutheißen."

"Entschuldige dich!" Thranduil schubste sie zu Aragorn.

"NEIN!" schrie sie aufgebracht.

Thranduil brachte sie mit einer Watschen zur Ruhe. "Können wir dann nun gehen?"

"N-nein!" zischte Anna weinerlich.

Wieder fing sie sich eine. Thranduil schnappte sich ihre Hand und zog sie mit. Er hob die Hand zum Abschied und ging zu seinem Elch. Diesem flüsterte er etwas zu und hob Anna dann auf seinen Rücken. Er selbst schwang sich hinter Anna und gab seinem Elch einen Stoß.

"Auf zum Düsterwald!"

die Verbindung zweier Welten [[HDR FF]]Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt