Geburtstagsumarmung

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Thranduil musterte das Bild. Musterte die Mutter von Anna. Er seuftzte auf und ging nach unten. Anna folgte ihm, ging dann aber ungesehen in den Keller. Dort fand sie nach einigen Stunden spazierengehen einen Schrank. Sie öffnete die Schubladen und nahm ein paar Pergamentblätter heraus. Nach 2Blicken sah sie den verschwommenen Namen ihrer Mutter.

Verwirrt ging sie damit nach oben und stieß gegen Thranduils Beine. Sie sah auf und blickte hoffnungsvoll in seine Augen.

"Was hast du da?"

"Wieso ist hier was mit dem Namen meiner Mutter?"

"Woher hast du das?" knurrte er und riss ihr die Blätter aus der Hand.

"Gefunden"

"Aha"

"Bitte. Wieso ist das hier?"

Thranduil sah auf Anna herab. Er wusste sie wollte Antworten, er wusste, er konnte sie ihr nicht geben. Noch nicht.

"Du kannst es nicht wissen. Nicht jetzt!"

"Wann dann?"

"An deinem..18. Geburtstag."

"Aber... okay.." murmelte sie.

Thranduil schickte sie ins Bett und ging selbst mit einem mulmigen Gefühl und den Pergamentblättern in das seine.

Anna wachte am nächsten Morgen rechtzeitig auf. Nach dem Frühstück hatte sie Zeit für sich und ging in den Garten zum See. Sie ließ sich nieder und starrte in den Himmel. Wie gerne wäre sie jetzt bei ihrem Bruder. So gerne würde sie ihn in die Arme schließen und ihm sagen, wie sehr sie ihn liebte.

Ein rascheln riss sie aus den Gedanken. Als sie ihren Kopf zur Seite drehte, sah sie einen schmutzigen schwarzen Kopf mit langen schwarzen Haaren. Sie schrie auf. Schrie wie am Spieß, sprang auf und rannte weg. Zumindest wollte sie das, denn das etwas packte ihr Bein und sie fiel zu Boden. Unaufhörlich schrie sie weiter, wand sich, versuchte mit ihren Füßen irgendetwas auszurichten. Doch das Etwas war stärker, es zog sie zu sich und flüsterte irgendwas auf einer komisch klingenden Sprache.

Doch plötzlich ging er mit einem würgenden Geräusch zu Boden. Ein weiteres surrendes Geräusch flog an Annas Ohr vorbei. Sie rappelte sich auf und rannte weg, rannte genau ihrem Retter an die Beine.

"Hey Kleine. Wie geht es dir? Alles in Ordnung?"

Sie schüttelte den Kopf, drückte sich an seine Beine. Der Wächter nahm sie hoch und trug sie in den Palast.

"D-der König..?"

"Ich bringe dich zu ihm"

Einige Minuten später standen sie vor ihm. Der Wächter erklärte dem König was geschah, dieser sah zu Anna.

"Nehmen Sie mich in den Arm...bitte" jammerte sie.

Thranduil haderte mit sich. Sie tat ihm leid. Aber er wusste nicht, was er tun sollte.

"Bitte.." flehte sie weinerlich mit gebrochener Stimme.

"Ich kann nicht.." sagte Thranduil mit herzzerreisender Stimme.

"Bitte..ich hab doch heute Geburtstag...bitte"

Thranduil zog die Luft ein. Er sah Anna erschrocken auf. Wie konnte er nur ihren Geburtstag vergessen. Den Geburtstag von ihr.

Er beugte sich nach unten und nahm sie zögerlich in den Arm. Anna kuschelte sich an ihn und schluchzte.

"Danke" murmelte sie.

die Verbindung zweier Welten [[HDR FF]]Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt