Kleo
Ich lehnte mich an einem Baum an und versuchte ruhig ein und auszuatmen.
Die Verwandlung hatte ich doch im Griff, wieso muss ich nun wieder neu damit anfangen?
War der Mond überhaupt zunehmend?
Ich setzte mich hin und schloss die Augen. Cassandra war es nicht wert, sich zu verwandeln.
,,Du schaffst das", murmelte ich und atmete wieder tief ein. Ich dachte dann an Dylan und langsam aber sicher fing ich an, mich zu beruhigen.
,,Toll", murmelte ich und legte meinen Kopf in den Nacken.
,,Hey Kleo", riss mich plötzlich jemand aus den Gedanken und ich sah sie an.
May.
Von weitem sah ich Thomas, der sich vom Acker machte. Ob er ihr wohl gezeigt hatte, wo ich war?
Nein, wieso sollte er wissen, wo ich mich befand?
,,Was willst du?", fragte ich, um gleich auf dem Punkt zu kommen. Sie wirkte leicht nervös und ich seufzte. ,,Ich verpass dir schon keine. Es tut mir ja leid", murmelte ich und wollte das eigentlich nicht sagen, aber irgendwie musste ich ihr zeigen, dass ich kein Massenmörder war.
,,Ehm, ich wollte nur sagen, dass ich es echt nett von dir fand, dass du Cassandra angelogen hast und nicht gleich die Wahrheit gesagt hast, dass wir uns immer noch nicht ausgesprochen haben."
Sie setzte sich nun auch ins Gras und behielt aber dabei einen gewissen Abstand. Ein wenig Respekt hatte sie schon immer noch.
,,Wie lange bist du schon ein Werwolf?", fragte ich und sie seufzte. ,,Etwas mehr als ein Jahr, du?", fragte ich und sie sah mich verwirrt an. ,,Dylan sagte dasselbe", entgegnete sie und ich schüttelte lächelnd den Kopf. ,,Dylan ist schon zwei Jahre einer."
Sie konnte es sich wohl nicht erklären, wieso Dylan sie anlog. Ich ehrlich gesagt auch nicht.
,,Zwei Jahre", antwortete sie und ich nickte leicht. Dann wurde es still zwischen uns und ich hatte auch anderes zu erledigen, als mit ihr zu quatschen.
,,Du magst mich nicht besonders, oder?", fragte May und ich schüttelte den Kopf und stand auf. ,,Ich muss dich schon ein wenig besser kennenlernen, um dich zu mögen. Glaub mir, ich vertraue nicht jedem gleich."
May stand ebenfalls auf und sah mich an.
,,Es tut mir auch leid, dass ich das mit Dylan gesagt habe. Du hattest sicher deine Gründe, um ihn in dieser Nacht zu beobachten und ich will mich auch nicht weiter einmischen."
Ich sah sie skeptisch an und seufzte. ,,Ach ja? Wieso musst du mich anlügen? Du platzt doch vor Neugier", sagte ich und machte mich auf dem Weg.
,,Du magst wirklich keine Neuen", stellte sie fest und ich nickte leicht. ,,Da hast du recht."
***
Nach der Schule wollte ich mich auf dem Weg machen, um Liz selbst zu suchen.
,,Hey Kleo! Bleib stehen!", rief Dylan und ich sah ihn an. ,,Was ist?", fragte ich genervt und er sah mich an.
,,Ich habe dich angerufen." Ich nahm mein Handy aus meiner Tasche, was von vielen Büchern überdeckt wurde. ,,Sorry, habe es nicht gehört."
Dylan sah mich skeptisch an. ,,Ist ja nicht so, dass du es auch auf der anderen Strassenseite hören kannst. Egal Wo auch immer du hingehen möchtest, da kannst du jetzt nicht hin. Wir treffen uns mit Stephen und May. Rudeltreffen", antwortete er und ich sah ihn belustigt an. ,,Schade, dass ich nicht dabeisein kann, denn May wird mit Sicherheit auch nicht kommen."
Dylan sah mich stirnrunzelnd an. ,,Nein, du kommst und May auch. Ich habe ihr geschrieben und sie hatte zugesagt, aber vielleicht kommt sie ein wenig später."
Ein Polizeiwagen hielt bei den Parkplätzen an und kamen auf mich zu. ,,Was wollen die denn?", fragte Dylan und ich band mir die Haare zusammen. ,,Liz ist verschwunden. Wahrscheinlich wollen sie wissen, wann ich sie zuletzt gesehen habe oder so."
Nachdem ich mir einen Pferdeschwanz gebunden hatte, kam der jüngere Polizist auf mich zu und der andere blieb beim Auto.
,,Sind Sie Kleo Brooks?", fragte er und ich nickte leicht. ,,Um was geht es?", fragte Dylan und ich schlug ihm leicht auf die Schulter.
,,Liz Middle wird vermisst und wir würden gerne von Ihnen eine Aussage bekommen. Wenn Sie uns bitte folgen würden."
Ich nickte leicht und sah Dylan an. Er seufzte, was ich von weitem erkennen konnte und ich musste einsteigen.
Nachdem ich endlich meine Aussage erledigt habe, sah ich noch die Eltern von Liz. Sie baten mich darum, ihnen gleich etwas zu sagen, wenn ich Liz sah.
Natürlich war ich derselben Meinung, aber leider hatte ich keine Spur von Liz.
Im Wald angekommen ging ich zu Stephen. Er und Dylan warteten wohl schon fleissig und ich grinste.
,,Ich sagte doch, sie kommt nicht. Eine Stunde bin ich zu spät, aber bei ihr vergehen die Minuten weiter."
Stephen sah mich an. ,,Wo warst du?", fragte er und ich sah Dylan an. ,,Konnte er dir das nicht sagen?"
Dylan war wohl sauer, dass May nicht auftauchte.
,,Ich würde auch nicht auftauchen, wenn mich jemand so behandelte. Wenn mich jemand gegen das Schlussfach drückt, dann würde ich ihm eher eine reinhauen as mich mit ihm zu treffen. Sie hat sicher totale Angst."
Ich sah ihn belustigt an.
,,Hörst du überhaupt, was du sagst? Du bist bescheuert."
Doch wie auf Befehl kam May doch an.
DU LIEST GERADE
Moonlight werewolves
VârcolaciMay dachte, dass sie ihr altes Leben endlich hinter sich lassen konnte, doch in New Jersey begann alles wieder von vorne. Eifersüchtige Rudelmitglieder, Geheimnisse und noch alles was dazugehört, holen sie wieder ein. #190 in Werwolf 25.8.16
