Kapitel 2: Beste Freundin

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Kleo

Nachdem ich der neuen Schülerin zum Sekretariat verholfen hatte, machte ich mich auf dem Weg zu Dylan.

Er war an seinem Schließfach angelehnt. Seine perfekten dunkelbraunen Haare hatte er top gestylt. Er war gerade mit seinem Handy beschäftigt und musste wohl, weil er etwas lustiges darauf sah, lächeln.

Seinen dunkelblauen Kapuzenpulli hatte er heute an, was mir verriet, dass er wohl einen guten Morgen hatte, denn es war sein Lieblingspullover.

Ich stand nun vor ihm und er sah mich an. Seine braunen Augen hatte er auf mich gerichtet und ich wurde leicht nervös.

Wieso war er nur auch ein Werwolf? Er konnte meinen Herzschlag hören und wollte nun sicher wissen, wieso ich so aufgeregt war.

,,Was ist?", fragte er und ich seufzte. ,,Guten Morgen", entgegnete ich und machte mich auf dem Weg zum Schulzimmer. Dylan folgte mir und schlug mir freundschaftlich auf die Schulter.

,,Du bist aufgeregt. Was ist deine Ausrede für heute?", fragte er und ich sah ihn an und dann weg.

,,Ich habe eine neue Schülerin kennengelernt. Sie war verdammt merkwürdig und ich denke, dass sie ein-" Ich stoppte und sah mich um, um sicher zu gehen, dass uns niemand zuhörte.

,,Werwolf ist", beendete ich meinen Satz.

Dylan grinste und fand das wohl eher lustig, als mich ernst zu nehmen. ,,Nein, wirklich", sagte ich ernst und Dylan kam mir näher.

,,Werde nicht wütend, denn das kann ich riechen", flüsterte er mir ins Ohr und ich bekam Gänsehaut.

Wieso konnte er mir meinen Kopf so verdrehen?

Wieso mochte ich ihn so?

,,Halt deine Klappe", zischte ich und Dylan legte seinen Arm um meine Schulter und betrat das Schulzimmer.

,,Du bist meine beste Freundin. Du weißt, ich nerve dich hin und wieder gerne."

Ich stieß ihn von mir weg und er lächelte mich an. ,,Ich nehme dich ernst, aber vielleicht bist du auch nur paranoid. Wir sehen es dann, wenn sie wirklich einer ist, weiß das Stephen schon vor uns."

Ich setzte mich hin und sah ihn an. ,,Ja, klar", entgegnete ich und verschränkte meine Arme vor die Brust.

,,Kleo, was soll das? Sei doch nicht immer gleich beleidigt. Du weißt, dass ich dich dafür mag, dass du cool drauf bist und nicht dafür dass du immer so schnell aus einer Mücke einen Elefanten machst."

Der Lehrer kam hinein und die restlichen Schüler hinter ihm. Er packte seine Tasche aus und dann klingelte es auch schon.

,,Wir können später reden", sagte ich und widmete mich dem Unterricht zu.

Nach vier Stunden hatten wir endlich Mittagspause.

Ich war vor meinen Schließfach und Dylan stand neben mir. ,,Ich hatte gestern ein Treffen mit Cassandra", erzählte er und ich verdrehten die Augen. ,,Und wie oft sollte ich sagen, dass deine Frauengeschichten nicht mir erzählt werden sollten?"

Dylan seufzte und plötzlich wirkte er traurig.

,,Du hast recht. Früher hatte ich alles Florian erzählt, aber jetzt..." Er sah sich um und ich bekam ein schlechtes Gewissen.

Florian war der beste Freund von Dylan und plötzlich war er verschwunden. Niemand wusste, wo er war, aber er war auch in unserem Rudel, also denke ich nicht, dass es keinen Zusammenhang mit der übernatürlichen Welt.

,,Ich vermisse ihn auch, gab ich zu und schloss meinen Schrank. ,,Los, erzähl", forderte ich und versuchte zu lächeln.

Er grinste. ,,Also gestern habe ich mit mit Cassandra getroffen und wir haben heftig rumgeknutscht."

Autsch! Das tat weh.

Ich nickte, um ihm zu zeigen, dass ich zuhörte. ,,Leider landeten wir nicht im Bett, denn sie meinte, sie mache das nicht im ersten Date. Meinst du, ich sollte sie fallen lassen?"

Ich sah ihn verwirrt an. ,,Nur weil sie nicht sofort mit dir ins Bett steigt?" Er nickte. ,,Ja, ich bin Dylan O'Brien?"

Wie auf dem Stichwort kam Cassandra.

Cassandra kam auf Dylan zu und umarmte ihn. Ihr langes blondes Haar fiel ihr über den Rücken und sie drückte sich an Dylan. Sie ließ die Umarmung andauern und Dylan war ein Mädchenschwarm. Er hätte nichts dagegen, sie für eine Weile zu betatschen.

,,Cassy, was geht?", fragte Dylan und löste sich. Sie sah mich an und dann wieder zu Dylan. ,,Ich hoffe, du wolltest mit mir Mittagessen und nicht mit der da." Sie warf mir einen Blick zu und Dylan nickte. ,,Klar können wir zusammen essen. Kleo wird nichts dagegen haben oder?", fragte Dylan und zwinkerte mir zu.

Ich schüttelte den Kopf, obwohl ich vor Eifersucht brodelte.

,,Wir sehen uns nach der Schule", meinte Dylan und legte seinen Arm um Cassys Rücken. Ach, was redete ich mir ein. Es war ihr Hintern.

,,Ist da jemand eifersüchtig?", fragte jemand aus dem nichts uns ich zuckte zusammen. Es war Stephen und ich atmete aus.

,,Nein, was denkst du denn? Was machst du hier in der Schule?", fragte ich und Stephen grinste.

Stephen war nur hier, wenn es wirklich wichtig war, sonst hatten wir nie die Ehre, Stephen in der Schule zu erleben.

,,Denkst du nicht, dass Dylan schon längst weiß, dass du auf ihn stehst und er dich einfach zappeln lässt, weil er dich so gerne nervt?", fragte Stephen und ich seufzte. ,,Na und? Ich weiß, dass er nicht das Gleiche fühlt. Das Leben ist halt manchmal hart und ich hatte dir schon einmal gesagt, dass ich es ihm nicht sagen werde, weil er es sowieso weiß."

Ich sah Dylan hinterher und dann klopfte mir Stephen auf die Schulter. ,,Gib nicht auf, aber jetzt ehrlich. Ich bin hier, weil Dylan und du euch nach der Schule zu mir begebt. Verspätet euch ja nicht. Ich muss euch jemanden vorstellen", erklärte er und ich nickte. ,,Wen?", fragte ich und Stephen drehte sich um und ging weiter.

,,Wirst du schon sehen", meinte er und drehte sich nicht mehr um.

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