Kapitel 54: Kraft

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Kleo

Es wurden nun ein paar mehr ausgeschaltet und ich war schon völlig ausser Atem.

Kaum zu glauben, aber die Alphas waren doch schwieriger, als ich erwartet hatte. Ich kam mir irgendwie nutzlos vor, da sie mich eigentlich völlig beeindruckten mit ihrer Stärke.

Ich sah die anderen an, die langsam auch schwächer wurden. Lange konnten wir das auch nicht mehr aushalten. Wir waren Betas und das Kämpfen konnte ich auch nicht ausstehen.

Ich hasste es zu kämpfen, obwohl ich manchmal ein etwas grosses Angriffspontential ausstrahlte. Provozieren tat ich gerne, aber wirklich mit jemanden streiten, könnte ich auch auslassen.

Gewalt war keine Lösung.

Ich lehnte mich gerade an einem Baum an und schloss für ein paar Sekunden meine Augen. Ich dachte, ich könnte mich vielleicht ein wenig ausruhen, aber da hatte ich falsch gedacht.

Denn als plötzlich Thomas vor mir auftauchte, wusste ich, dass etwas wieder versuchte mich anzugreifen.

Thomas war schon bereit und einen hielt einen Alpha gegen ihn.

Eins musste man sagen. Alphas waren schnell, aber Thomas hatte auch eine besondere Kraft.

Viel Kraft...

Ein Alpha war er nicht, denn sonst könnte er nicht mit uns in einem Rudel sein. Stephen hätte das gemerkt und dann hätte Stephen eher ein Problem mit ihm gehabt, als einen Freund.

,,Verpiss dich", sagte Thomas zwischen zusammengebissenen Zähnen und der Alpha grinste ihn bloss an.

Ich war froh, dass mich Thomas so zu sagen gerettet hatte. Auch wenn wir unsere Schwierigkeiten hatten, würde ich mir Mühe geben, die ein wenig zu bessern.

Auch wenn ich wirklich mit Thomas nichts anfangen konnte. Doch er zeigte mir jetzt, dass er wohl auch bereit war, nicht nur für May sein Leben zu geben, sondern auch für sein Rudel.

Er stand immer noch vor mir und hatte seine Hände auf den Schultern des Alphas gelegt. Er war immer noch keinen Millimeter weggerutscht.

Jetzt fing ich mich wieder, dass ich ihm ja helfen könnte. Gerade wollte ich angreifen, als der Alpha einen Schritt zurückging. Damit hatte niemand gerechnet.

Thomas verlor somit das Gleichgewicht und dann wollte der Alpha auf mich los, denn er hatte es einfach, wieder anzugreifen.

Ich war nicht darauf vorbereitet und ich wusste auch nicht, seit wann ich so unachtsam war. Es war nicht meine Art und in der Schule bekam ich auch schnell alles mit, auch wenn es ein blöder Vergleich war.

Plötzlich sprang jemand von einem Ast hinunter. Er landete auf dem Alpha und ich sah auch gerade, wer es war.

Dylan.

Er verpasste dem Alpha noch den Rest mit Thomas Hilfe.

,,Wir schaffen das nicht mehr lange! Wir müssen schon zu dritt einen besiegen", entgegnete May und ich sah sie an. Sie war schon mittlerweile völlig fertig und der einzige Grund, wieso ich noch nicht so müde war, war, dass ich erst später dazugekommen bin.

Irgendwie war ich froh, dass ich später kam, aber irgendwie bekam ich auch gleich Schuldgefühle, weil ich nicht vorher da war um zu helfen.

Ein Wunder wenn meine Mom überhaupt nicht ins Zimmer kam, um nach mir zu sehen. Meistens ist sie fürsorglich, aber wenn sie denkt, dass ich meine Tage hatte, liess sie mich eigentlich in Ruhe.

Sie wusste dann, dass ich zickig drauf war und sie mir lieber aus dem Weg gehen sollte.

Ausserdem waren in dieser Woche die weiblichen Werwölfe sowieso gereizter als sonst. Dylan bekam dies auch schon mit, aber er mochte es trotzdem, mich immer zu ärgern.

Als ich noch in meiner Anfangsphase war, liess er mich in Ruhe und half mir eher, nicht gleich den Verstand zu verlieren, aber mit der Zeit, wollte er mich einfach nur noch nerven.

,,Es sind noch fünf", entgegnete ich und die Jäger wurden weniger. Sicher hatten sie sich entfernt, als sie verletzt wurden.

Selten bleiben Jäger bis am Ende, wenn sie verletzt wurden. Für sie war es ein Risiko, aber für Werwölfe war es eher eine Frage der Zeit, bis man wieder geheilt war.

,,Jason ist noch da und zwei seiner Leute."

Dylan sah sich um und nickte. Wir waren noch zu acht.

Acht gegen fünf.

Ich sah Dylan genauer an und näherte mich ihm. Er hatte eine ziemlich starke Wunde an der Schulter.

,,Dylan, was hast du da?", fragte ich und er sah die Wunde an. ,,Ach das, das ist nichts", entgegnete er. ,,Ich sehe doch, dass das was ist", sagte ich und er grinste. ,,Wieso fragst du mich dann?", fragte er nach und ich verdrehte die Augen. ,,Lass mich mal sehen." ,,Es tut schon nicht so weh. Es sieht nur schlimm aus und ausserdem, sollten wir uns auf etwas anderes konzentrieren."

Trotzdem fasste ich die Wunde an. Er sog die Luft stark ein und somit konnte ich recht leicht wissen, dass er doch Schmerzen hatte.

,,Warte, ich heile dich", sagte ich und er schüttelte den Kopf. ,,Du brauchst deine Kräfte und ich habe es nicht nötig. Es geht schon."

Er nickte leicht und ich war nicht überzeugt von seiner Antwort. ,,Dylan, wir brauchen dich aber noch und wenn es dir nicht gut geht, dann können wir alles vergessen."

Er grinste leicht und dann tauchte auch schon Stephen auf. Stephen war völlig ausser atem. ,,Leute, wir haben nur noch fünf Alphas vor uns." ,,Das schaffen wir niemals", entgegnete Jason und ich war erstaunt, dass die Alphas uns kurz Zeit liessen, um auszuatmen, aber es war irgendwie klar.

Sie brauchten auch eine Pause, aber sie durften sie eigentlich nicht nutzen. Sie erholen sich schneller und waren auch stärker. Wir mussten sofort reagieren.

Moonlight werewolvesGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt