Pov Ella
Am nächsten Morgen wurde ich durch Regen am Fenster geweckt. Genervt seufzte ich auf und zog mich an. Ethan war schon weg, weshalb ich mich auch beeilte. Fertig angezogen, wollte ich gerade ins Bad gehen, als ich jemanden hörte. "Bist du auch schon wach" neckte mich diese Person, welche jetzt im Türrahmen stand. "Natürlich" lachte ich und drehte mich um. Jason stand vor mir und kam nun ins Zimmer rein. "Was ist los?" fragte ich ihn und setzte mich aufs Bett, wo er sich auch niedergelassen hatte. "Es ist einfach so anstrengend. Immer wenn ich sie sehe, dann will Drake rauskommen und sie sofort makieren." seufzte er und ließ sich nach hinten fallen. "Hast du denn schonmal mit ihr geredet?" fragte ich ihn. "Gestern Abend sind wir zusammen nach oben gegangen. Aber mehr als Hallo und gute Nacht haben wir auch nicht wirklich gesagt" murmelte er. Jason sah wirklich verzweifelt aus. "Wie alt ist Julie eigentlich?" fragte ich ihn. "Hab ich sie nicht gefragt, aber du hast doch sowieso ne bessere connection zu ihr als ich" meinte er und seufzte erneut. "Ach komm Jason. Frag sie doch einfach. Unternimm was mit ihr und Drake sollte sich mal schön zurück halten, weil wenn er es verkackt, dann hat er nichts mehr" meinte ich und sah Jason an. In seinen Augen konnte man sehen, dass Drake sich zurückzog und sich klein machte. "Danke" meinte Jason und stand auf. "Halt dich besser gleich von Ethan fern. Du riechst nach mir" lachte ich und ging ins Bad. Dort putzte ich meine Zähne, band mir einen hohen Zopf und ging dann Jason hinterher.
Im Versammlungsraum ahnte ich schlimmes, denn alle waren still und man konnte nur Floras, Jason's und Ethans Stimme vernehmen. So schnell ich konnte stürzte ich in den Raum. Die beiden Jungs standen am Tisch und Ethan tötete Jason gerade mit Blicken. Jason winselte schon, doch Ethan ließ nicht locker. "Was wird das hier?" rief ich in den Raum hinein. Ethan kam auf mich zu und umarmte mich. Jason atmete in der Zwischenzeit auf. "Warum riecht mein Beta nach dir?" fragte mich Ethan und sah mich an. "Reg dich wieder ab. Er war bei mir, weil er ihn mal wieder nicht zurückhalten konnte und er brauchte Rat. Ich hab ihm gesagt, dass er sich von dir fernhalten soll." meinte ich nur und ging zu meinem Platz um endlich zu essen. "Danke Ella" murmelte Jason und kassierte schon wieder einen Blick von Ethan. "Wenn du ein Mädchen wärst, würde ich jetzt fragen, ob du deine Tage hast. Vollmond ist meines Wissens auch erst im nächsten Monat. Was hast du?" fragte ich Ethan, der wieder neben mir Platz genommen hatte. "Eindeutig zu viele Leute, um die du dich hier kümmern musst." murrte er leise und lehnte sich an mich. Gleichzeitig roch er wieder an mir, um meinen Geruch ab zu speichern.
Nach dem Essen gingen Ethan und ich die Menschen ab, um ihre Adressen auszumachen und sie zurück zu bringen. Danach gingen wir in sein Büro, um auf einer Karte die Wohnorte zu kennzeichnen. Wir nahmen immer 3 Personen, welche auf einem Weg lagen in ein Auto. Jason sollte eines fahren, George, Elyas und Ethan. Ich durfte nicht mit, was mal wieder kein Wunder war. Ethans ausrede dazu war, dass ich auf die Leute hier aufpassen musste und darauf achten sollte, dass jeder in das passende Auto gesetzt wurde. Da ich keinen Stress haben wollte, stimmte ich genervt zu und sammelte die ersten Menschen ein.
Die, die in Elyas' Auto mussten, waren alle ältere Menschen und alle teilweise verwundet. Bevor sie fuhren, heilten Eleanor und ich ihre Wunden komplett und brachten sie danach zu Elyas. In der Zwischenzeit hatte es auch aufgehört zu regnen und die Sonne strahlte wieder hell an Himmel.
Die nächsten waren eine Ältere Person und zwei in meinem Alter. Sie sollten bei Jason mitfahren. Elli und ich heilten sie wieder und brachten sie dann zu Jason's Auto. Dieser wartete schon davor. "Hast du jetzt endlich mit ihr geredet?" fragte ich ihn, als wir da waren. "Ja so teilweise. Sie wird in 2 Tagen 16 Jahre alt. Und ihre Lieblingsfarbe ist rot." meinte er und sah verträumt in die Luft. "Dann verstehe ich aber immer noch nicht, warum sie aussieht wie 14 oder jünger und sie.. Oh mist" murmelte ich, als dann auch bei mir der Groschen fiel. "Was ist los?" fragte Jason mich. "Mach dir keine Sorgen, fahr los und bring die Menschen nach Hause" meinte ich und wandte mich zum Gehen um. "Ella, Was ist los" fragte Jason energisch, doch ich wandt mich einfach zum Gehen. Jason knurrte leise auf, aber stieg ins Auto. Ich brachte die nächsten drei zu George. Danach ging ich wieder zurück und Marie kam mir mit drei Kindern entgegen. *Julie ist ein Werwolf. Wenn die Jungs weg sind fahren wir beide zu ihrer Mutter. Wir müssen herausfinden, ob sie es weiß.* meinte ich und nahm Marie die Kinder ab. *Okay, sag aber bitte Ethan Bescheid, ich will nachher keinen Stress mit meinem Alpha* meinte sie und ging wieder. Schnell heilte ich die drei kleinen Kinder und brachte sie zu Ethan. *Marie und ich fahren zu der Mutter von Julie. Mach dir keine Sorgen uns wird nichts passieren, aber ich denke, dass Julie auch ein Werwolf ist. Sie ist noch 15 Jahre alt.* Ethan nickte und half den Kindern beim Einsteigen. "Aber passt auf euch auf" Ethan gab mir noch einen Kuss auf die Stirn und stieg dann selber ein. Etwas perplex stand ich noch da und sah ihm hinterher. "Meinst du das ernst?" fragte ich ihn. "Lass mich fahren, sonst ändere ich meine Meinung noch." lachte er und schloss die Tür.
Marie kam von hinten und zog mich zu meinem Auto. "Ich habe Flora bescheid gesagt. Du Ethan wahrscheinlich nicht, denn sonst wärst du schon lange wieder drinnen gewesen." meinte sie und setzte sich auf den Beifahrersitz meines Audi R8. "Eben nicht. Ich hab ihm bescheid gesagt und er meinte ich dürfe fahren." meinte ich und ließ den Motor aufhellen. Marie sah mich leicht schockiert an. "Was ist denn mit dem los?" überlegte sie leise. Jap Ich gab ihr da recht. Mein Freund hatte definitiv Stimmungsschwankungen. Wir fuhren Richtung Stadt und kamen nach ein paar Minuten an einem Parkplatz in der Nähe des Ladens an. Sofort stieg ich aus, schloss das Auto ab und lief mit Marie auf den kleinen Laden zu. Wir hatten Glück und der Laden hatte auf, denn es war verkaufsoffener Sonntag.
"Hallo, was kann ich für euch tun?" fragte eine Frau. Ich kannte sie nicht, doch ich merkte, dass an ihr etwas komisch war. "Wir müssen mit Ihrer Chefin reden" meinte Marie hinter mir. "Das geht leider nicht. Sie ist heute nicht da." meinte sie und lächelte mich falsch an. Innerlich bekam ich schon wieder Aggressionen. "Wir würden gerne mit ihrer Chefin sprechen. Es ist dringend" meine ich etwas energischer. "Wie gesagt die Chefin ist nicht da und ich bitte euch jetzt zu gehen." meinte die Frau wieder und funkelte mich an. "Aus welchem Rudel sind sie?" fragte Marie plötzlich. "Das hat dich nicht anzugehen" fauchte die Frau und wollte uns erneut rausschmeißen.
Das schöne war, dass das mein Gebiet war und ich hier das Sagen hatte. "Ich möchte jetzt mit deiner Chefin reden!" meinte ich und setzte meine Alphastimme ein. Die Frau zuckte zusammen und ich konnte an ihr vorbei. Ich gelang in ein Hinterzimmer und sah, dass die Mutter von Julie gefesselt war. "Marie halt die Frau fest!" befahl Ich ihr und befreite die Mutter von Julie. "Warum sind sie gefesselt?" fragte ich die Frau. "Sie wollte wissen, wo der Wolf ist" schluchzte sie. "Meinte sie Julie?" fragte ich sie. Doch die Frau schüttelte den Kopf. "Meinen Mann. Er ist im Shadowrudel und mein Mate. Doch die Frau meint, dass er ihr Mate ist." "Wir klären das, aber kommen sie doch vielleicht zuerst mit zu uns. Wir haben ihre Tochter gefunden und Julie ihren Mate" meinte ich und lächelte ein wenig. "Aber ich habe noch eine Frage. Warum verwandelt Julie sich erst nächsten Vollmond? Oder ist sie in keinem Rudel" Die Frau vor mir schüttelte den Kopf. "Julie weiß nichts von Werwölfen" meinte sie und sah schuldbewusst auf den Boden. "Okay. Rufen sie vielleicht ihren Mann an, damit er bescheid weiß." meinte ich und wendete mich der anderen Frau zu. "Wer ist dein Mate?" fauchte ich sie an. "Er ist beim Kampf gestorben." meinte sie tonlos und sah weg. "Marie lass sie los." mit Blick zur Frau gewandt redete ich vielleicht etwas zu energisch "Du gehst jetzt zu dir nach Hause und dann sehen wir beide uns nie wieder." sagte ich zu der Frau. Sie nickte und rannte förmlich aus dem Laden. "Er kommt auch dahin." meinte Julie's Mutter und sah uns auffordernd an. Wir liefen zu unserem Auto und sie fuhr uns mit ihrem hinterher.
An der Villa angekommen, stieg sie schnell aus und rannte in unser Haus hinein. Ich lief ihr schnell hinterher. "Bevor sie ihr etwas von Werwölfe erzählen, sollten wir auf ihren Mann, sowie auch auf Jason warten." flüsterte ich ihr zu und sie nickte. "Wer ist Jason?" fragte sie noch. "Ihr Mate" meinte ich knapp und zeigte Julie's Mum Julie's Zimmer. Sie setzte sich aufs Bett und wartete auf ihre Tochter.
In der Zwischenzeit kamen auch die Jungs wieder, welche nun alle, die wieder nach Hause wollten, wieder mitgenommen hatten. Auch Julie's Vater kam ins Haus. Sofort fing Ethan, als er einen fremden Geruch roch, an zu knurren. "Das ist Julie's Vater. Er kommt aus meinem Rudel." meinte ich und Ethan entspannte sich. "Ihre Frau sitzt schon in Julie's Zimmer. Ich hole ihre Tochter dazu. Sie wissen ja, einfach der Nase nach." meinte ich und schon war er weg.
Julie fand ich im Versammlungsraum, zwischen den verbliebenen Kindern sitzen. Es waren nur noch kleine Kinder hier, denn die Erwachsenen hatten auch alle eine eigene Familie. "Julie, kommst du mal kurz mit? Deine Eltern sind hier" meinte ich und sah sie an. "Ich will aber nicht nach Hause" meinte sie und blieb auf dem Stuhl sitzen. "Du musst auch nicht weg. Deine Eltern sind hauptsächlich hier um dir etwas zu erklären" meinte ich und sah sie aufmunternd an. "Nagut, aber du bleibst die ganze Zeit bei mir" meinte sie und folgte mir aus dem Raum. Im Flur gabelte ich noch Jason auf und wir liefen in ihr Zimmer. "Julie!" riefen ihre Mum und ihr Dad. Doch sie ignorierte das. Jason und ich stellten uns an den Schrank und Julie ließ sich auf einem Stuhl neben uns fallen.
"Was genau wollt ihr hier?" zischte sie. Und funkelte ihre Eltern an.
1778 Wörter
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I need you, Mate
WerewolfTextauszug: Mit voller Wucht krachte ich in den Wolf mit dem schwarzen Fell. Als ich ihn ansah stellte ich nicht nur fest, dass er bestimmt 50 cm größer war als ich, sondern auch, dass er echt hübsch war. Auf der Stelle ging mein Puls um Metern in d...
