Zwölf Jahre

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i woke up today and chose violence
und den selben oneshot plane ich noch aus remus' sicht zu schreiben

* * *

Askaban war ein schauriger, kalter Ort, an welchem man sich ungern aufhielt und einem allein beim Aussprechen des Wortes ein unangenehmer Schauer den Rücken runterlief. Es gab viele Gerüchte von dort, von den Dementoren, von den gemeinen und blutrünstigen Insassen, doch kein normaler Bürger wusste genau, wie Askaban von innen war und wollte es auch, um ehrlich zu sein, nicht wissen. Die Einen sagten, dort wurde man gefoltert, Andere meinten man wurde auf der Stelle umgebracht und wiederum Andere bestanden darauf, dass die Gefangenen an Hunger und Durst litten.

Niemand traute sich, über das Thema zu reden, da jeder Zauberer und jede Hexe ihre eigene Version hatte, die schrecklicher war, als die eigene. Askaban wurde benutzt als Abschreckung für kleine Kinder, die sich schlecht benahmen, als gruseliges Märchen, doch niemand konnte so recht die Fragen beantworten, die mit dem Gefängnis kamen. Es war ein Geheimnis, welches nur Insassen und Dementoren kannten und welches niemals an die Wahrheit kommen würde, da es noch nie jemand geschafft hatte, Askaban und dem dort liegenden Schicksal zu entkommen.

Sirius Black hingegen, wusste, wie es war, hinter Gittern zu sitzen, auch wenn er sich wünschte, diese Strafe nie am eigenen Leib erfahren zu haben.

Alles ging so schnell, er hatte kaum Zeit, für sich einzusprechen, seine Unschuld zu beweisen, da hatten Auroren ihn gepackt, ihm sein Nummernschild in die Hände gedrückt, ein Foto gemacht und ihn in seine Zelle befördert. Bevor Sirius auch realisieren konnte, was passierte, hatte er alles verloren.

Noch vor drei Stunden war er auf dem Weg gewesen, um nach Peter zu sehen und ihn im Notfall zu beschützen, als ihm klar wurde, was Peter für eine furchtbare Tat begangen hatte. Sirius sah vor seinen Augen immer wieder Lily und James, tot, ihre Körper schlaff und leblos, die Augen ausdruckslos, starr auf den Boden gerichtet. Er erinnerte sich an Harrys Schrei und an Remus' Ausdruck, als die Auroren ihn davon gezerrt hatten. So viel Verrat und Wut und Hass hatte in Remus' Augen gelegen, dass es Sirius wie Messer ins Herz gestochen hatte, zu wissen, dass Remus ihn nie wieder als jemand anderen ansehen könnte, als einen Verräter, der erbarmungslos mordete.

Anfangs hatte Sirius sich gewehrt, geschrien, um sich geschlagen, gefleht, eine Chance oder wenigstens etwas Zeit zu bekommen, Remus von der Wahrheit zu überzeugen, denn selbst wenn die ganze Welt Sirius als Mörder sehen würde, zählte für Sirius nur eine Meinung, und zwar die von Remus. Nicht einer von Sirius' Wünschen wurde ihm gewährt, ihm wurde lediglich eine Ohrfeige verpasst und gedroht, dass er direkt den Dementor Kuss bekommen würde, wenn er nicht stillhielt.

Die Zellen in Askaban waren kalt, schmutzig und schimmelig, rochen nach Schweiß, Blut und Verwesung, es gab keine Fenster und kein Tageslicht, nur eine erbärmliche Lampe an der Decke, welche ab und zu flackerte, doch sonst war Sirius umgeben von Dunkelheit. Es gab ein altes, quietschendes Bett mit zu kleinem Kissen und dünner, verstaubter Bettdecke, einer Matratze, in der alles zu leben schien und ein zerfranster Lappen, mit welchem man sich anscheinend waschen sollte.

Einmal am Tag tauchte in der Ecke der Zelle ein Teller mit Brei auf, welcher nach Pappe schmeckte, ungesalzen und trocken war. Trinken gab es zweimal am Tag, was die staubtrockene Mahlzeit aber nicht ausglich. Ein sogenanntes Badezimmer gab es auch, welches allerdings nur aus einer steinalten, stinkenden Toilette bestand und mit einer kleinen Tür mit der eigentlichen Zelle verbunden wurde.

Ständig flogen Dementoren an der Zelle vorbei, verscheuchten die Insassen in die hintersten Ecken und raubten jedem, der sich ihnen widersetzte, jegliche glückliche Erinnerung. Auch bei Sirius versuchten sie es oft, doch er schaffte es mit viel Willenskraft und Widerstand, die Erinnerungen nicht zu vergessen. Er suchte sich Hilfsmittel, wie kleine Nadeln, welche er in gefundene Tinte eintunkte und sich dann unter die Haut stach. Es pikste ein wenig, war aber auch gleichzeitig ein angenehmer Schmerz, weshalb Sirius es sich zur Hauptbeschäftigung machte, sich verschiedene Tattoos zu stechen.

drarry & wolfstar & jily oneshotsGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt