Kaffee mit Hafermilch

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„Kommt sofort", murmelte Sirius, tippte den Cappuccino in die Kasse und drehte sich weg, um an der Kaffeemaschine zu arbeiten. Er stellte den Becher darunter und schaute über seine Schulter: „Darf's noch etwas sein?"

„Der Kuchen da, womit ist er?", fragte die rothaarige Frau im Jeansoverall auf der anderen Seite der Theke. Sie hatte einen Kinderwagen mit sich, in dem ein ganz junges Neugeborenes friedlich schlief, zugedeckt mit einer dünnen hellblauen Decke.

„Welcher?", Sirius stellte den Becher ab, setzte einen Deckel drauf und machte zwei Schritte zur Seite, wo die Vitrine war. Verschiedenste Kuchen waren dort ausgestellt, belegte Brötchen und Panini, Kekse, Quarkbällchen, bunte Macarons.

Die Frau tippte auf die Glasschreibe: „Der mit den Streuseln."

„Das ist Rhabarber und rote Johannisbeere", Sirius sah zur Decke und kniff die Augen zusammen, als er sich erinnerte: „Keine Milchprodukte, aber Ei. Also nicht vegan."

„Macht nichts. Ich würde gerne zwei Stücke davon nehmen."

„Mach ich ihnen sofort", Sirius öffnete die Vitrine und holte den Kuchen heraus, von dem er zwei gleich große Stücke abschnitt und auf einem Pappteller in eine Tüte packte. Er tippte es in die Kasse, dann: „Sonst noch ein Wunsch?"

„Das war's, danke", sie war schon dabei, ihr Portmonee rauszuholen. Als sie es öffnete steckte dort ein Foto von ihr und einem Mann mit schulterlangen Braids.

„Acht Euro zwanzig, bitte", Sirius streckte die Hand aus, nahm den Zehner an und öffnete die Kasse.

„Behalten Sie den Rest", winkte die Frau freundlich ab, als er das Rückgeld zählen wollte, und packte stattdessen den Kuchen in den unteren Teil des Kinderwagens und drehte sich damit weg.

„Schönen Tag Ihnen noch", sagte Sirius noch schnell, dann war die Frau weg und sein nächster Kunde, ein Opa mit Gehstock und kartierter Weste, stand vor ihm. „Guten Tag. Was kann ich für Sie tun?"

In seiner Mittagspause ging Sirius in den Pausenraum, wo er sich auf einen der Stühle setzte, den Kopf an die Wand lehnte und einen Augenblick verschnaufte. In der Hand hielt er eine Tasse mit seinem Namen, so wie alle Mitarbeiter eine eigene hatten, und schlürfte seinen Kaffee mit Hafermilch und einem Schluck Kakao.

„Harte Schicht?", fragte Marlene, die mit ihm Pause hatte, während ihre zwei anderen Kollegen für diese Schicht übernahmen. Sie lehnte sich an die Wand ihm gegenüber, auch in ihrer Hand eine Tasse, die mit ihrem Namen versehen war. Sie trank Pfefferminztee und der Duft lag in der Luft.

„Passt schon", Sirius gähnte in seine Faust: „Nur früh angefangen. Und hab die Nacht nicht geschlafen."

„Gar nicht?", fragte Marlene erstaunt. Genau wie er, trug sie auch eine schwarze Schürze über dem weißen Hemd und der Jeans, doch Marlene mochte die neutralen Farben der Uniform nicht, weshalb sie immer knallige Hemden trug. Heute war es ein pinkes, passend zu ihren rosa Haarspitzen.

„Wenig", meinte Sirius.

„Komm, ich mach dir einen Espresso Shot in den Kaffee", sie streckte schon die Hand danach aus und Sirius reichte die fast leere Tasse hoch.

„Einen Shot Wodka auch, wenn's geht", scherzte er, pustete Marlene aber einen Kuss zu, als sie ging.

Viel zu schnell war seine Pause auch schon vorbei und er machte den Knoten seiner Schürze neu, klopfte sie kurz ab, richtete seine Haare, damit sie ordentlich lagen und drehte jeden Ring so, damit die richtige Seite nach oben zeigte. Er wechselte mit seinem Kollegen, der den Tresen vorher übernommen hatte, und Marlene mit der Kellnerin.

drarry & wolfstar & jily oneshotsGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt