Plätzchen backen mit Remus, Sirius und Basil

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Ich bin sooo in Weihnachtsstimmung :D

HC: Sirius ist der pingeligste Mensch, was Mandarinen angeht. Dieses weiße Zeug daran kann und wird er nicht essen. Dafür hat er Remus, der ihm jedes Stückchen ordentlich putzt, bis kein Weiß mehr da ist.

* * *

Der Schnee schlug ihm ins Gesicht, der Wind schnitt seine Wangen. Sirius fühlte seine Nase schon gar nicht mehr. Seine dunkelblaue Wollmütze, die Remus während seiner zwei Jahre andauernden Häckelphase gemacht hatte, fiel ihm ständig vor die Augen. Einerseits gut, so bekam er den fliegenden Schnee nicht in sie, andererseits schlecht, weil er gegen eine Laterne knallte.

In seinen Jackentaschen schlüpfte er mit den Finger aus den Handschuhen und ballte die Hände zu Fäusten, als sie eiskalt wurden. Sirius hatte wenig Platz in seinen Jackentaschen, weswegen er die Hände auch kaum darin verstecken konnte.

Der mangelnde Platz lag an den vier Packungen Kuvertüre. Remus und er wollten heute nämlich Plätzchen backen. Nach der Arbeit war Remus schön zum Laden gefahren, hatte alle Zutaten geholt, tausende Streusel in gold und weiß und rot, Vanillezucker viel zu viel. Selbst Zuckerstifte hatte er gekauft, damit sie den Plätzchen-Figuren Gesichter malen könnten.

Nun, er hatte die Schokolade vergessen. Ausgerechnet die Schokolade. Remus. Remus und Schokolade vergessen? Sirius konnte nicht aufhören zu lachen, als Remus noch angezogen im Flur beim Begrüßungskuss gemerkt hatte, dass ihm etwas fehlte. Nicht nur etwas. Schokolade.

Sofort wollte Remus losrennen, natürlich am Entschuldigen, weil er immer noch die Gewohnheit hatte sich zu viel und zu oft zu entschuldigen, als Sirius ihm die Mütze über die Augen gezogen und befohlen hatte zu bleiben.

Das brachte Sirius auch zu der Situation jetzt, auf dem Glatteis auf dem Bürgersteig und dem entgegen schlagenden Wind voller Schneeflocken. Sirius war ein absoluter Sommermensch. Ihm war egal, ob er im November Geburtstag hatte oder ob man im Schnee spielen konnte. Er mochte es warm und sonnig.

Nun, außer Remus bekam dieses glückliche Funkeln in den Augen, wenn er den fallenden Schnee sah und dann mit flehendem Blick zu einem Schneespaziergang animierte. Ganz ehrlich, Sirius konnte ihm nicht Nein sagen. Also ließ er sich Tag für Tag mitziehen, Handschuhe angezogen, Mützen mit Bommeln, Schale die einen fast erwürgten (Remus wollte nicht, dass Sirius krank wurde). Zuerst hatte Sirius gemeckert, ganz ehrlich, es ist in seiner Natur zu meckern, doch mit der Zeit taute er auf (pun intended).

Vor allem bei dem einen Mal, als Remus ihn um halb zehn nachts in der Dunkelheit zu einem leeren Spielplatz geschleppt hatte, wo sie im fallenden Schnee schaukelten und dabei versuchten, Flocken mit ihren Zungen zu fangen. Und als Remus ihm dann zu Hause einen Kakao mit Sahne in die Hand drückte, während sie mit kalten Wangen und roten Nasen auf dem Sofa kuschelten, beschloss Sirius, dass er nicht ausschließlich ein Sommermensch war.

Zurück zur Gegenwart. Denn in der Gegenwart war er ein Sommermensch.

Es waren außer ihm kaum Leute unterwegs, bloß Kinder die mit ihren Schlitten nach Hause gingen, ihre Wangen rot und die Nase laufend, aber dafür mit einem glücklichen Lächeln. Auf sie wartete Suppe und warmes Brot zu Hause. Lecker, dachte Sirius wehmütig.

Die Stufen zur Haustür waren vereist und obwohl Sirius noch in der Morgenfrühe aufgestanden war, um Streusalz zu verteilen, damit niemand ihrer Nachbarn ausrutschte, war von den schwarzen Körnern nichts mehr übrig. Jetzt musste er die Hände doch aus ihren warmen Verstecken holen und sich am Geländer festhalten. Wäre schließlich peinlich, wenn er ausrutschte und hinfiel. Vor allem wäre es aber schade, weil Remus es nicht gesehen hätte.

drarry & wolfstar & jily oneshotsGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt