Das erste Mal, als Remus ihnen erlaubte den Vollmond mit ihm zu verbringen, war der aufregendste, besonderste und beängstigendste Moment in ihren Leben.
Es hatte lange gedauert, bis Remus zugestimmt hatte, dass Padfoot, Prongs und Wormtail mit ihm blieben, aber eines Nachmittags, eines scheinbar unschuldigen Nachmittags beschloss er es plötzlich. Er konnte bloß seufzend den Kopf schütteln, als Sirius und James sich abklatschten und Peter ihn dankbar umarmte, denn eigentlich fürchtete Remus sich sehr.
Er hatte die Woche gewählt, weil der Mond schwächer war als sonst. Nicht so mörderisch und blutgierig, wie in anderen Monaten. Die Nacht stürmte es, heftiger Regen schlug gegen die Wände der Heulenden Hütte, Blitze schlugen über ihr ein und der Donner klang nach, irgendwo weit, weit weg.
„Ist doch gemütlich", meinte James bemüht überzeugt, als Remus ihnen das Zimmer zeigte, in dem er sich einschloss. Dort stand ein großes, kaputtes Bett mit staubiger Wäsche und dreckiger Matratze, ein alter Flügel und andere Möbel, auf dessen Oberflächen eine dünne Schicht Staub war.
Remus schnaubte: „Total. Es ist arschkalt hier im Winter."
„Aber gerade ist Herbst", Sirius streckte die Hand aus, um Remus' Nasenspitze mit dem Zeigefinger zu drücken. „Piep"
Genervt schlug Remus die Hand weg und ging weiter vor in den Raum. Unsicher blieb er in der Mitte stehen, steckte die Hände in die hinteren Hosentaschen und wippte nervös von den Zehen auf die Ferse.
„Warst du das?", fragte Peter und zeigte mit dem Finger auf Krallenspuren auf dem Holzboden, die sich lang zogen. Der Staub war an manchen Stellen verwischt, wo Moony gelegen hatte.
„Mmh", Remus rieb sich unangenehm am Nacken, als die anderen ebenfalls auf die Spuren blickten. „Jungs, wenn euch das zu viel ist oder ihr Angst habt-"
„Wir haben keine Angst", meinte Sirius sofort stur. „Du hast uns erlaubt zu kommen, also bleiben wir auch hier."
„Außer etwas passiert", warnte Remus. „Außer Moony reagiert anders und hält euch für Feinde. Dann verschwindet ihr. Ist das klar?"
„Moons", James trat vor, streckte die Arme aus und bevor Remus ihn abhalten konnte, schlang er sie um ihn. Er stützte das Kinn auf Remus' Brust, um ihn anzusehen. „Es wird alles gut gehen. Du konzentrierst dich jetzt nur auf dich und wir kümmern uns um alles andere. Egal, was passieren wird, während du ein Wolf bist, sobald du aufwachst, werden wir an deiner Seite sein."
„Ich hab sogar Schokolade dabei", warf Peter stolz ein. „Und Traubensaft. Wie wär's, wir zaubern dir eine gemütliche Ecke hier drin, hm? Dann wirkst das wenigstens nicht wie ein Gefängnis."
„Ich geb dir danach auch eine Rückenmassage", meinte Sirius grinsend und streckte die Hände aus, um die Finger zu bewegen, als würde er Remus von weitem kitzeln.
„Danke, Jungs", schmunzelte Remus. „Das bedeutet mir so unglaublich viel. Ohne euch..."
Er schweifte plötzlich ab und seine Augen fielen zu. Irritiert wechselten Sirius, James und Peter einen Blick. Vorsichtig ging James einen Schritt zurück. Sie hatten noch nie erlebt, wie so eine Verwandlung passierte und Remus hatte nur gesagt, dass sie nicht in unmittelbarer Nähe sein durften, aber jetzt wo es passierte, konnte sich keiner von ihnen bewegen.
„Zurück", stieß Remus plötzlich aus und als er die Augen öffnete, waren sie gelb und unheimlich und ganz anders als seine beruhigend braunen sonst. „Zurück, sofort."
Schnell ging Sirius vor, packte James am Oberteil und zog ihn ruckartig zurück, bevor sie alle drei nach hinten in die Ecke gingen.
„Verwandelt euch", zischte Sirius. „Aber lasst ihn erst zu sich kommen, bevor wir näher treten."
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drarry & wolfstar & jily oneshots
Short Storyab "padfoot und moony" sind alle oneshots wolfstar/marauder/jily (die sind besser lol) cover art credit to @/gaeilgelupin on insta!!
