ich präsentierte: meine neue fantasy fanfiction :) das ist das erste kapitel, den rest werde ich in einem separaten buch hochladen
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Als Remus davonlief, war es Nacht.
Eine kalte, dunkle Nacht, voll Nebel und Wolken schwer mit Regen. Der Weg, über den er rannte, war steinig und grob und immer wieder rutschte Remus' Schuh ab, um sein Fußgelenk zu verdrehen. Er lief einen Berg hoch, dessen Spitze im Nebel verschwand. Er musste das Gebirge überqueren, denn das Dorf, in dem er gelebt hatte, war davon umgeben.
Es fing nicht an zu regnen bis er oben war, ganz außer Atem und müde. Sein Herz schlug schnell und der Schweiß lief ihm über die Stirn, seine Muskeln schmerzten. Kalt trommelten ihm die Regentropfen auf den Kopf, den Rucksack entlang, durchnässten seine Klamotten.
Remus lief nicht davon, weil er wollte. Er musste es tun, und es brach ihm das Herz, seine Familie zu verlassen. Sie hatten ihn nicht rausgeschmissen, ganz im Gegenteil, sie hatten gewollt, dass er blieb, doch Remus konnte sie dieser Gefahr nicht aussetzen.
Vor kurzem war Remus zum Werwolf geworden.
In ihrer Welt gab es mystische Wesen, geheimnisvolle Dinge, Feen, Magier, Hexen, doch sie schienen immer so weit weg, fern hinter den Bergen, versteckt in tiefen Wälder und alten Höhlen. Anscheinend hatten sie sich getäuscht.
Der Biss an seiner Schulter war zwar fast vollständig verheilt, doch er juckte unangenehm unter seinem nassen Leinenoberteil und erinnerte Remus bei jeder Verschnaufpause daran, weshalb er unterwegs war. Seine Wolfsgestalt war gefährlich, blutrünstig und nach Beute aus. Sie wollte jagen und töten und fressen und nachdem Remus die Hühner seiner Mutter zerfetzt hatte, zwang er sich zu gehen.
Hope hatte versucht es ihm auszureden, doch Remus' Entscheidung war getroffen, als er aufgewacht und die Federn gesehen hatte.
Während seines Umtreibens in der Vollmondnacht konnte Remus sich nicht erinnern, wer er war, was er tat, was er wollte, sondern folgte bloß Instinkten. Instinkten, die ihn vor sich selbst ekeln ließen. Und als sein Vater sich weigerte Remus vor der Verwandlung in den Keller zu sperren, kam es zum Morden. Hope nannte sie Unglücksfälle, Lyall sagte sowas konnte passieren, bevor Remus noch nicht gelernt hatte, wie er klarkommen sollte, aber Remus nannte sie Mord. Mord, Verbrechen, unschuldiges Schlachten.
Es brach ihm das Herz zu gehen.
Er hatte nicht fiel mitgenommen, bloß Essen und ein altes Familienfoto von ihm und seinen Eltern, was zusammengefaltet in der Seitentasche seines Rucksacks steckte. Remus hatte nicht ganz durchgeplant, was er machen würde, sobald er weg war, aber er hoffte einfach auf andere Werwölfe zu treffen, die ihn lehren würden. Auch, wenn Remus nichts lieber wäre, als wieder ein Mensch zu sein.
Von der Spitze des Berges aus konnte Remus nichts erkennen, denn der Nebel hatte die Landschaft in seiner milchig weißen Pracht gefärbt und verdeckte somit jeden Weg, der sich Remus hätte offenbaren können. Der Westen zeigte weiteres verschwommenes Gebirge, der Süden war bloß dunkel und undurchschaubar, der Osten ein Meer aus Wolken und der Norden zeigte einen sich ausstreckenden Wald, der direkt hinter dem Berg begann.
Remus rannte in ihn hinein. Und bereute es sofort.
Im Wald war es gruselig. Gruselig und schaurig kalt und verlassen. Das dunkle Grün der Blätter machte alles so finster und das Mondlicht, das noch hätte Helligkeit spenden können, wurde von ihnen abgeschottet. Der Boden war voller getrocknetem, halb verwesten Laub und abgefallenen Ästen, Regentropfen hingen an den Blättern.
Immer wieder sah Remus sich um, als er voranging. Aufmerksam lauschten seine Ohren und sein Blick huschte hoch, als er das warnende Fiepen einer Eule hörte. Auf einem der Äste des großen Kastanienbaums, dessen Blätter Schutz vor dem Regen baten, saß eine kleine Eule, genauso braun, wie die Kastanien, die auf dem Boden verteilt lagen.
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drarry & wolfstar & jily oneshots
Short Storyab "padfoot und moony" sind alle oneshots wolfstar/marauder/jily (die sind besser lol) cover art credit to @/gaeilgelupin on insta!!
