Wolverine's Tochter

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Eigentlich war das als angsty oneshot gedacht (also nur der Part am Anfang), aber dann ging ne neue Plot Idee mit mir durch und jetzt sind wir hier :)

Ich musste die ganze Zeit an Logan und Laura denken 🥹🥹

* * *

Schlüssel drehten sich in der Haustür.

Mit einem Seufzen schlug Remus die Augen auf. Sein Herz pochte so laut, dass er glaubte, es wäre in der Stille der Nacht kilometerweit zu hören. Die Bettdecke raschelte, als Remus sich aufsetzte und sie von sich zog. Er schwang die Beine vom Bett, seine Füße standen weich im Teppich, als er sich von der Matratze erhob.

Kurz überlegte Remus noch, den Zauberstab mitzunehmen, doch er wusste, welcher Gast es sein würde. Kein ungebetener, doch auch keiner, auf den Remus sich freute.

Remus war wütend. Nein, Wut als Wort konnte gar nicht naheliegend beschrieben, was in Remus vorging, was er fühlte. Er glaubte nicht, dass es etwas gab, was seine Gefühle in Worte fassen konnte.

Sirius hatte ihn verlassen. Remus war eines morgens aufgewacht und Sirius war weg. Er musste zu einer Mission, das wusste Remus. Das wusste Remus jetzt. Er wusste das nicht, als er aufgewacht war und bemerkt hatte, dass die Liebe seines Lebens fehlte.

Sirius war schon in die Küche geschlichen, als Remus in den Flur trat. Bei der wieder geschlossenen Haustür standen zwei nasse, dreckige Stiefel, die schlammige Spuren hinterlassen hatten. Remus runzelte die Brauen, als er wütender wurde.

Er bog in die Küche, wo Sirius am Esstisch lehnte. Er hatte die Arme darauf gestützt und war übergebeugt, sein Kopf gesenkt, während er schwer atmete. Sein schwarzer Ledermantel glitzerte im Mondlicht durch den Regen, der seine nassen Spuren hinterlassen hatte. Auch Sirius' Haare waren nass, schmutzig vom Dreck in ihnen, durcheinander vom Wind.

„Da bist du", sagte Remus langsam. Er blieb im Türrahmen stehen, nicht fähig sich näher zu bewegen oder anzulehnen oder irgendetwas anderes zu tun, als dazustehen und Sirius ungläubig anzustarren.

Sirius gab keine Reaktion von sich, schloss aber seufzend seine Augen, während er weiterhin in seiner Position blieb.

„Redest du nicht mit mir?", fragte Remus streng.

„Moony", seufzte Sirius. Es war merkwürdig, seine Stimme nach zwei Wochen wieder zu hören. Remus glaubte, dass er vergessen hatte, wie Sirius klang. Wie er aussah, wie er roch, wie er sich neben ihm anfühlte. Wie er Remus zum Lachen bringen konnte.

„Was?", zischte Remus. „Du dachtest, du kannst dich einfach hier rein schleichen, ohne mit mir zu reden?"

„Ich dachte, du schläfst."

„Ich schlafe unfassbar schlecht, seitdem du verschwunden bist."

Sirius' Hände auf dem Tisch ballten sich zu Fäusten, als er langsam und bitter sagte: „Ich bin nicht verschwunden. Ich war auf einer Mission."

Remus schnaubte: „Und du hast mir nichts von besagter Mission gesagt. Das nennt sich verschwinden."

„Moody's Anweisung."

„Ich interessiere mich einen Scheißdreck für Moody's Anweisungen!", Remus war selber überrascht davon, wie laut er wurde. Sirius zuckte zusammen und fast tat es Remus leid, doch eigentlich gar nicht. „Du kannst nicht einfach abhauen und denken, alles wäre gut, wenn du zurückkommst!"

Sirius hob endlich den Kopf, um Remus anzusehen. Dieser wollte gar nicht wissen, was Sirius sah. Ein Wrack wahrscheinlich, einen Mann in Shorts und Unterhemd, die eigentlich seinem Freund gehörten, mit Augenringen und müdem Gesicht und mehr Falten, als das Alter erlaubte.

drarry & wolfstar & jily oneshotsGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt