Ein Geist, ein Vampir, Frankenstein und Neo

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happy jily death day :) also known as halloween

ich hab an diesem wochenende matrix geschaut (und einen crush auf young keanu reeves bekommen) und da ich alles aus meinem leben irgendwie in meine geschichten einbaue... ach seht selbst
kuss

* * *

Mit dreizehn Jahren lernte Sirius, dass der 31. Oktober nicht bloß ein einfacher Tag war. Es waren Ferien in Hogwarts, die einzigen, die jemals über diesen Tag gingen, und James hatte sie alle zu sich einberufen, um eine Übernachtungsparty zu schmeißen.

Es war gar nicht so einfach gewesen Walburga und Orion, die strengsten und humorlosesten Eltern der Welt, dazu zu überreden, doch mit etwas Nachdruck von Fleamont, der Sirius abgeholt hatte, stimmten sie irgendwann zu. Fleamont und James kamen mit dem Auto, nahmen Sirius mit und fuhren dann in die Muggel-Welt, um Peter und Remus abzuholen.

Sirius mochte Fleamont, er mochte seine lockere Art, so anders als die hochnäsige seines Vaters und er genoss die Autofahrt mehr, als er sollte, denn während sie fuhren, ließ Fleamont Musik laufen und er und James sangen sorglos mit. Sirius hatte so etwas noch nie erlebt, doch sobald James ihn an der Schulter berührte und zum Mittanzen animierte, vergaß er den Hintergedanken und sang bei Metallica mit. Noch etwas, was ihn an Fleamont überraschte: er liebte Metal.

Später, zwischen Remus und Peter auf der Rückbank und James vorne, erreichten sie das Potter Manor, als es später Nachmittag war. Euphemia hatte Kürbissuppe gemacht und verteilte die Schalen, als sich die Jungen hungrig an den Tisch setzten.

Das war, als die alles entscheidende Frage fiel.

„Und als was gehst du, Sirius?", fragte Euphemia freundlich und alle Gesichter drehten sich plötzlich zu ihm. Verwirrt schob Sirius den Löffel in den Mund und schluckte.

„Wohin?", unsicher sah er zu Remus, der die Lippen zusammen presste, um nicht zu lachen und zu Peter, der über beide Ohren grinste.

„Welches Kostüm hast du?", fragte Euphemia genauer nach, ihr immer präsentes Lächeln kein bisschen verblasst. „Für Halloween."

„Verzeihen Sie bitte", Sirius merkte, wie er unbewusst in alte Gewohnheiten schlüpfte, seine vorerst vergessene Rolle wieder aufgriff. „Ich verstehe nicht, wovon Sie sprechen, Mrs. Potter."

„Es ist doch Halloween", mischte sich James ein. „Deshalb hab ich euch doch gerufen. Peter geht als Geist, Remus als Vampir und ich als Frankenstein."

„Auch, wenn du eigentlich Frankenstein's Monster meinst, weil Frankenstein selbst-"

„Ja, ja, ja", James verdrehte die Augen und lehnte sich über den Tisch, um Remus' Schale näher zu diesem zu schieben. „Iss weiter, Nerd."

„Hast du kein Kostüm, Sirius?", fragte Fleamont plötzlich neben ihm und Sirius sah erschrocken zu ihm, auf einmal ganz gefangen in den Erinnerungen, wie es bei ihm zu Hause ablief. Wenn sein Vater sprach, dann musste er leise sein. Dabei war es nicht immer so, Orion hatte früher mit ihm gespielt und gelacht und Spaß gehabt. Erst nachdem er in Gryffindor gelandet war, hatte Orion sich so verändert.

„Ich habe nicht mitbekommen, dass es diese Tradition gibt", murmelte Sirius, doch er erinnerte sich schnell daran, wie sein Vater ihm auf die Lippen schlug, wenn er nuschelte und setzte sich schnell gerade auf, um Fleamont aufmerksam anzusehen. „Es tut mir leid, dass ich diesen Fehler zugelassen habe."

Da war ein stummer Blickwechsel zwischen Euphemia und Fleamont, dem Sirius nicht folgen konnte, aber dann lächelte Fleamont ihm freundlich zu und wandte sich an seinen Sohn: „James, du gibst Sirius dich bestimmt etwas ab, oder? Du hast so viele Kostüme übrig."

drarry & wolfstar & jily oneshotsGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt