Gähnend halte ich mir die Hand vor den Mund, als wir uns erneut anhören müssen, wie spannend doch der Tagesauflug war. Lunas Großeltern erzählen mit leuchtenden Augen, wie schön es doch war, nochmal eine Kirche von Innen zu sehen, während Maiks Tante lautstark widerspricht und es ihrem Hund so lange in der Kälte geschadet hätte, ihr Mann schweigt nur und ext seine Bierflasche. Am liebsten würde ich meinen Kopf auf die Tischplatte fallen lassen, aber das wäre wohl etwas zu auffällig, den anderen zu zeigen, was ich von dem letzten Abend hier in Hannover halte. „Spielen wir noch etwas?", Cora klatscht mädchenhaft in die Hände und springt schon vom Tisch auf, um etwas zu holen. „Eine fantastische Idee", bestätigt Lunas Vater seine Tochter und prostet Maik zu, der seiner Mutter die Bierflasche aufschraubt. „Das war unsere Idee, schließlich sollten wir noch einen kleinen Polterabend vor der Hochzeit machen!", ruft Jana und strahlt in die Runde, Luna schaut entsetzt. „Macht man den nicht eigentlich am Vorabend?", überlegt Maiks Tante schnippisch, ihre Schwester – Maiks Mutter – schnaubt und erklärt, dass das wohl nicht möglich sein wird. Luna und Maik haben den Müttern nämlich in den letzten beiden Tagen erläutert, dass sie nur im kleinen Kreis, am liebsten nur mit Tim, mir, Maiks Mutter und Lunas beider Eltern feiern würden. Und zwar entweder an einer Halfpipe oder einer Mountaincartstation, um danach den Berg hinunter zu heizen. Ich schätze, man kann sich vorstellen, dass die Eltern das lieber den anderen Verwandten vorenthalten haben, bevor Lunas Großmutter womöglich an einem Herzinfarkt stirbt. „Aber bloß nichts Obszönes", wendet Lunas Oma sofort ein, als Cora mit einem Stapel voller Brettspiele an den Tisch gestolpert kommt. „Ach, Liebling", lacht Lunas Opa betrunken, wofür er einen Schlag mit seinem eigenen Gehstock von seiner Frau erhält. Verstört werfe ich Tim einen unauffälligen Blick zu, er nickt und beobachtet diese ganze ätzende Verwandtschaft unserer Freunde, ehe er sich zu mir beugt. „Ist das der Grund, warum du nicht heiraten willst?", raunt er mir leise zu, ich muss auflachen. Verdammt. Wieso bin ich bloß so dämlich? Wie kann ich nur so abwesend mit meinen Gedanken sein? Andererseits kenne ich den Grund doch selbst: Der heutige Tag geht mir nicht mehr aus dem Kopf, Tims Küsse, seine Blicke, alles spielt sich immer und immer wieder in meinem Kopf ab, sodass es mir schwerfällt, ihn nicht hier und jetzt zu küssen. Oder auszuziehen. Shit. Seit wann habe ich solche Gedanken?! „Tz, und bei so einem Spielvorschlag lachen", rügt Lunas Großmutter uns, als sie bemerkt, wie eng Tim und ich beieinander sitzen. Kurz bin ich davor, sie anzubrüllen, aber ich atme tief durch und schiele zu Luna, die begeistert den Daumen reckt. Schon klar, es läuft genial. Ihre gesamte Verwandtschaft hasst Tim und mich. Das ist natürlich super. Seufzend gehe ich über den bissigen Kommentar hinweg und lasse mir von Cora die Spielregeln erklären. Natürlich hat sie sich ein Partnerspiel ausgesucht. Und natürlich wählt sie keinen geringeren Partner als Tim, sodass es bei mir darauf hinausläuft, dass ich mit Maiks Mutter spielen muss – an sich kein Problem, nur muss man sich gut kennen, um irgendwelche Tabu-Begriffe erraten zu können und auch bei den anderen Spielen verliere ich jedes Mal.
Der Abend endet auch in einer Katastrophe nach der Nächsten, als Luna und Maik das Spiel gewinnen, weil sie sich am Ende Sexstellungen erklärt haben. Ich fürchte, ihre Großmutter ist kurz davor, Atemprobleme zu bekommen; der Großvater ist einfach am Tisch eingeschlafen, der Onkel ist heimlich am Handy, die Tante hilft ihrem Hund, der sich schön verteilt auf das Parkett übergibt. Das ist vermutlich das Signal für uns alle, langsam aufzuräumen. Schnell helfen Luna, Maik, Tim und ich den Müttern dabei, die Spiele aufzuräumen und das Geschirr in die Küche zu bringen, während Lunas Vater Cora noch oben bringt, obwohl sie lautstark protestiert, dass sie alt genug sei, noch wach zu bleiben. „Das tut mir so leid, dass der Abend so eskaliert ist", seufzt Jana traurig in der Küche und wischt sich über das Gesicht, Luna umarmt sie schnell seitlich. „Ach, halb so schlimm, ihr habt euch eine große Mühe gegeben", beruhigt sie ihre Mutter auch und auch Maik pflichtet dem Ganzen bei, sodass seine Mutter ebenfalls wieder lächelt. Dennoch müssen wir eine Weile lauschen, wie viele Vorwürfe die beiden Mütter sich machen, Luna und Maik den letzten unverheirateten Abend mit den Familien kaputt gemacht zu haben – gerade so kann ich mich beherrschen, nicht zu sagen, dass das Paar sich vermutlich freuen wird, weil sie sich jetzt noch sicher sind, dass sie wirklich nur im allerkleinsten Kreis feiern wollen. Wo, wissen wir alle vier noch nicht genau. Dabei geht mir ganz schön die Düse, weil ja Tim und ich alles buchen und organisieren sollen, was gar nicht so einfach ist. Bis jetzt haben wir nicht eine einzige Location gefunden, die für Luna und Maik passend sein könnte. „... oder, Emma?", grinst Luna mich auf einmal den Kopf auf die Schulter ihrer Mutter gestützt an. Verdammt. Was überhaupt? Schon wieder bin ich abgeschweift! „Äh ja, genau", bemühe ich mich schnell zu antworten und grinse lässig in die Runde. Die anderen scheinen mit meiner Antwort zufrieden zu sein, denn die Mütter reden weiter und wollen ihre Kinder von irgendetwas überzeugen; nur Tim lacht leise, fast unmerklich. Vorwurfsvoll werfe ich ihn mit einem der Küchentücher ab, was Tim mit einem nur noch breiteren Grinsen quittiert. Als die anderen vier zu uns sehen, lächeln wir beide schnell. Sofort wissen natürlich alle, dass wir geistig abwesend waren. Peinlich. Doch die Mütter lächeln uns nur wissend an, kein bisschen sauer, nachdem, was die letzten Tage zwischen Tim und mir passiert sein muss. Fast vermute ich eher, dass sie mich darauf ansprechen, was mit mir los ist. So ist dem aber nicht, stattdessen hören sie wenige Minuten später auf, klar Schiff zu machen, sondern sagen, dass wir uns jetzt endlich alle ausruhen sollten. Was genau sie reden? Keine Ahnung. Zu sehr bin ich darauf fokussiert, dass ich gleich wieder mit Tim alleine sein werde. Dass es wieder zu einer Situation wie im Whirlpool oder wie in der Umkleide kommen kann. Dass wir jetzt um die acht Stunden lang ungestört sein werden. Abschließen können. Und in einem Keller voller Spinnen sind. Kaum denke ich an die haarigen Achtbeiner, verziehe ich das Gesicht in genau dem Moment, als Tim zu mir rübersieht. „Tja dann sehen wir uns ja beim Frühstück", grinst Luna mich vielsagend an, wobei sie mit den Augenbrauen wackelt, als niemand zu uns schaut. Seufzend verdrehe ich die Augen über sie und schüttele den Kopf, doch es entgeht mir nicht, dass Tim rot wird, als Maik ihm etwas zuflüstert. Zu viert verlassen wir die Küche, wo sich im Flur unsere Wege trennen. Unsere besten Freunde schlüpfen in die Turnschuhe und eilen rüber in das Rotschmied-Haus, während Tim und ich die Ecktreppe hinuntersteigen. Unten empfängt uns sofort eine kühle Luft, irgendetwas knackt laut. Kurz versteife ich mich, zucke aber nicht einmal zusammen. Tim schaut mich fragend an. Ich schüttele nur den Kopf und warte ungeduldig darauf, dass er voraus in unser Zimmer geht. Wortlos knipst Tim nur das Licht an unserem Bettlager an, sodass nur ein schummriger Lichtstrahl über das Bett und unsere Taschen fällt. Unsere Badesachen, die wir über das leerstehende Regal gehängt haben, sind kaum noch zu erkennen. Trotzdem spüre ich deutlich, dass sie da sind. Weil sie mich darin erinnern, was heute beinahe passiert wäre. Sofort merke ich, wie das Blut schneller durch meinen Körper pulsiert, wie sich alles in mir anspannt. Mit zittrigen Händen sperre ich die Tür ab. Dann drehe ich mich schluckend zu Tim um. Er sieht mich intensiv an, in seinen tiefblauen Augen sehe ich auf einmal nicht mehr nur den Ozean, auch ein gewaltiges Feuer. Ohne nur einmal den Blick abzuwenden, komme ich langsam auf ihn zu, während er mit angehaltenem Atem auf der riesigen Matratze lehnt, die Hände nervös im Schoß. „Em?", wispert er dann leise, seine Lippen bewegen sich nur wenige Millimeter. „Was?", flüstere ich, ohne den Blick von ihm zu nehmen. „Ich will nicht, dass du morgen etwas bereust", sagt Tim leise, den Kopf gesenkt. Ich schweige. Tim senkt den Blick noch weiter. Sanft lasse ich mich auf das Bett sinken und rutsche über die wackelnde Matratze an ihn. Langsam greife ich nach seinen Händen und verschränke unsere Finger, ehe ich meine wieder aus seinen herausgleiten lasse. Mein Freund hebt den Blick, einen Blick, der zwischen Abwarten, Leidenschaft und Unterdrückung liegt. Ich beiße mir auf die Lippen, dann mache ich den Anfang. Vorsichtig lasse ich meine Hände weiter über seinen Schoß gleiten, bis ich an seinem Gürtel ankomme. Mit einem einzigen Griff hebe ich den Saum seines hellen Sweatshirts an und ziehe es nach oben. Seine Bauchmuskeln zucken, sein Atem geht schneller und streift meine Finger, als ich an seinem Hals ankomme. Wortlos hebt Tim seine Arme, ich knie mich auf die wackelnde Matratze und ziehe ihm langsam das Shirt aus. Achtlos lasse ich es hinter ihm zu Boden fallen, schaue nur Tim an. Sein Atem geht stoßweise, eine Rhythmus, der mich auch schneller atmen lässt. Seine Wimpern zucken wild, als sich seine Hände vorsichtig an meine Hüfte schieben. Ich nicke und hebe meine Arme. Langsam, als hätte ich dadurch mehr Zeit, es mir noch einmal zu überlegen, hebt Tim meinen Hoodie an und zieht ihn mir über den Kopf. Meine Kopfhaut beginnt zu prickeln; ob vom Elektrisieren oder Tims Berührungen weiß ich nicht. Ich kann ihn nur ansehen, das flackernde Licht auf seinem Oberkörper anschauen und sanft die Zeichen nachfahren. Wieder und wieder gleiten meine Finger über seine Brust, verinnerlichen diese Worte, verewigen neue Kreise auf Tims unebener Haut. Jedes Mal, wenn ich seine Narben streiche, keucht er leise auf, bis er es kaum noch auszuhalten scheint. „Em", murmelt er auch atemlos, seine Stimme klingt mindestens genauso tief wie im Pool heute. Ich grinse ihn frech an und fahre extra noch einmal über sein Tattoo, um dann seine Brustwarzen zu umrunden. Tim knurrt leise und drängt sich mir entgegen, wartet ab, ob ich es auch zulasse, dass er mich anfasst. Doch ich nehme ihm die Entscheidung ganz ab, als ich meine Hand tiefer wandern lasse. Auf dem Streifen, den ich direkt hinunter zu seiner Hose fahre, bildet sich eine Gänsehaut je tiefer ich komme. Schwer atmend richtet Tim sich ein wenig auf, als er merkt, was ich vorhabe. Ich muss mehrmals an seiner braunen Gürtelschnalle ziehen, ehe ich den Haken aus dem Loch ziehen kann und alles öffne, danach gleiten meine Finger umso schneller über den Knopf und ziehen mit einem leisen Geräusch den Reißverschluss nach unten. Tim hebt keuchend sein Becken an, sodass ich ihm sanft die Jeans nach unten ziehen kann; es scheppert, als sie samt Gürtel auf dem harten Boden aufkommt. Fragend schaut Tim mich an, ich nicke und lehne mich nach hinten. Die weichen Kissen schmerzen fast schon, so weh tut es, dass er nicht schneller ist. Verdammt. Ich habe das alles vermisst. Tim vermisst. Ihn. Einfach nur ihn, mit seinen Augen, seinem Grinsen, seinem Körper, seiner Seele. Gekonnt haken sich Tims Hände in den Bund meiner Jeans, nachdem er den Knopf einfach hat aufspringen lassen, dann zieht er vorsichtig meine Jeans nach unten, meine Socken hängen so fest, dass er sie so oder so mit auszieht. Immer noch schweigend hält Tim mir seine Hand hin, ich ziehe mich daran wieder nach oben, sodass wir direkt voreinander knien. Tim hat seinen Kopf die wenigen Zentimeter zu mir gesenkt, sodass unsere Lippen direkt auf einer Höhe sind. Ich bin dran. Das weiß ich. Grinsend beuge ich mich nach vorne und drücke meine Lippen auf seine, sofort spalten sie sich und unsere Zunge berühren sich leidenschaftlich, verhaken sich, lassen sich nicht mehr los, genauso wenig wie wir uns loslassen. Im Gegenteil, behutsam lässt Tim sich auf mich sinken, ohne unsere Münder voneinander zu lösen. In meinem Mund prickelt es immer mehr, während mein Bauch sich anfühlt, als würde er gleich explodieren, aber den Gefallen tut er mir nicht. „Em", murmelt Tim in den Kuss, als er sich links und rechts neben mir abstützt, seine kräftigen Oberarme streifen meine Haare, seine Brust legt sich hart über meine, genau wie er sich mit der Hüfte an meine Mitte drängt. Ungeduldig dränge ich mich ihm entgegen, übe einen Druck auf Tims Hüfte aus und schlinge meine Beine um ihn. Je gekonnter ich mich an ihm bewege, desto mehr keucht Tim auf desto härter wird er, habe ich das Gefühl. „Em, verdammt, wir müssen aufhören, sonst habe ich ein Problem", löst Tim seine Lippen von mir, sein Blick ist forschend, fragend, was ich will. „Ich will noch nicht aufhören", höre ich mich wispern, Tim drängt sich bei der Einladung sofort dichter an mich, drückt hart gegen seine Boxershorts, sodass ich damit rechne, dass sie gleich reißt. Genau wie meine dünne Hose, durch die ich ihn deutlich spüre. Ich kann es nicht aufhalten, will es nicht aufhalten, dass ich darauf reagiere und mich an ihm reibe, mich ihm entgegen dränge und das Gefühl von damals wieder will, nur noch viel besser. Tim keucht erstaunt, bewegt sich ebenso heftig an mir und sieht mich intensiv an, als wir in eine Position rutschen, in der er in mich gleiten könnte, hätten wir nichts mehr an. Schluckend blicke ich ihn an, Tim bebt vor Erregung. Fragend lässt er seine rechte Hand von dem Kissen neben mir über meine Schulter gleiten, streift sanft über meinen BH und umfasst den Saum. Ich nicke und stütze mich unter ihm ab, sodass er ihn umständlich nach oben schieben kann. Quälend langsam zieht Tim den engen Saum nach oben, streift mit seinen warmen Händen meine Brüste und verharrt unter meinem Hals. Wieder richte ich mich noch ein Stück mehr auf, halte mich kurz an seinen Schultern fest in dieser halb liegenden, halb sitzenden Position, sodass er mir meinen Lieblings-BH über den Kopf stülpen kann. Zärtlich reißt er nicht daran, sondern befreit meine offenen Haare aus den im Rücken zusammenlaufenden Trägern, bis er ihn leise neben das Bett gleiten lässt. Wie als wäre es das erste Mal, senkt Tim den Blick auf meine Brüste, wechselt seine Hand zum Abstützen und tastet sich vorsichtig heran, bis er seine ganze Hand langsam über mir zusammenschließt. „Wann willst du aufhören? Ich will nichts falschmachen", flüstert Tim rau, ich grinse. „Ist schon noch okay", erwidere ich und fahre seine Seiten mit den Nägeln nach, Tim schaudert. „Okay also nur?", fragt er leise, ich nicke. „Ich weiß nicht, damals hast du dich irgendwie mehr getraut", necke ich ihn und streife wie zum Beweis über den hinteren Saum seiner Boxershorts. Automatisch weicht Tim nach vorne, stößt ein wenig zu. Ich sauge scharf die Luft ein. Tim ebenfalls. Er traut sich trotz meiner Ansage kaum weiterzumachen, stattdessen richte ich mich auf soweit er es zulässt. Abwartend und synchron mit jeder Bewegung, die ich mache, richtet er sich auf, bleibt dicht an mir, streift durch meine Haare und schaut gebannt auf meine Lippen. Aber ich sage nichts, ich küsse ihn nur und dränge mich im Knien an ihn, sodass unsere Oberkörper ohne nur irgendeinen Stoff aneinander drängen. Meine Brust berührt seine, schmiegt sich an ihn, spürt jede dieser Narben und das Tattoo, das sich kälter als der Rest an meinen empfindlichsten Stellen anfühlt. Wir halten beide die Luft an, obwohl ich so viel Luft in meiner Lunge habe, dass es wehtut. Das hier ist etwas anders. Es sind Tim und ich. Meine Gedanken, meine Gefühle spornen mich an, weiterzumachen. Ziemlich sicher lasse ich meine Hände nach unten rutschen, streife Tims Seiten, ehe ich seine Boxershorts links und rechts umfasse, sehe zu ihm hoch, aber er lächelt nur mit seinen roten Wangen und dem erhitzten Blick. Schon fast ungeduldig oder drängelnd ziehe ich ihm die Hose aus, während er mitmacht und wir dadurch wieder fast umfallen. „Unromantisch genug?", flüstert Tim, als wir gerade seitlich auf die Kissen fallen, er nackt, ich noch in meinem schwarzen Slip. „Fast, vielleicht sollte ich dir noch ein paar Anweisungen geben", murmele ich und beiße mir auf die Lippen. Seit wann bin ich so? Seit wann traue ich mich, so direkt mit einem Typen zu reden? Seit Tim. Es war immer nur Tim, bei dem ich ganz ich selbst war, bei dem ich keinerlei Hemmungen hatte. „Ich bitte darum, ich weiß nämlich nicht, was genau ich machen darf", flüstert Tim zurück, dabei richtet er sich so auf, dass er seine schwere warme Hand auf meine Oberschenkel legt. „Weiter", grinse ich. Mir ist klar, dass es gemein ist, ihn quasi im Dunkeln tappen zu lassen. Er grinst aber auch breit. „Okay", erwidert er atemlos, dann streift er mir lässig das letzte Kleidungsstück ab, wir halten beide die Luft an. Fragend lässt er seine Hand langsam meinen Oberschenkel nach oben rutschen, hinterlässt federleichte, aber brennende Spuren auf meiner Haut, bis er kurz vor knapp stoppt. „Weiter", fordere ich heiser, Tim schluckt. Langsam lässt er seine Finger zwischen meine Beine wandern, berührt mich, wie er es damals getan hat. Nur anders. Erfahrener. Wilder. Und doch vorsichtiger. Als hätte er bei jeder Bewegung Angst, ich würde vor ihm zurückweichen. Aber das tue ich nicht. Nicht heute. Meine Gedanken werden immer leiser, dafür wird mein schweres Atem immer lauter, ich kann an gar nichts anderes mehr denken als an Tim. Ich kann ihn nur ansehen, mich in seinem Blick verlieren, mich von ihm mitreißen lasse. Kurz bevor es soweit ist, murmele ich ein „Stopp", zu dem ich selbst überwinden muss. Sofort hält an und schaut mich besorgt an, ich schmunzele. „Du zuerst", erkläre ich, Tim runzelt die Stirn und schüttelt dann den Kopf. „Ach ja?", fragt er amüsiert, ich nicke. „Definitiv, nicht, dass ich es mir anders überlege", raune ich, Tim schaut für eine Sekunde geschockt. Ich muss leise lachen. „Hey, alles gut, entspanne dich", grinse ich Tim an, er kneift die Augen zusammen. „Weißt du, dass du verdammt sadistisch bist?", flüstert er, dann schnellt er nach vorne und will mich kitzeln, ich wehre mich lachend. „Halt die Klappe und leg dich hin", ich muss mich beherrschen, nicht zu schreien, weil er den perfekten Zugriff auf all meine kitzeligen Stellen hat, Tim lacht leise und ergibt sich irgendwann, sodass er sich neben mich fallen lässt. Grinsend senke ich meinen Kopf zu ihm und hatte eigentlich nur vor, seine Lippen nur zu streifen, aber sofort zieht Tim mich an sich, seine Zunge streift über meine Lippen und lässt mich noch mehr grinsen, als ich meine Hand in seinen Schritt wandern lasse. Sofort wird Tims Kuss unkontrollierter, nervöser, explosiver, als ich anfange, meine Hand zu bewegen. Bei jedem Mal, das meine Hand auf und ab wandert, geht unser beider Atem schneller, Tims Blicke werden immer entwaffnender, immer intimer, immer offener, sodass er es gar nicht mehr nötig gehabt hätte, nochmal seine Hand zu mir zu schieben.
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RomansTiefe, intensive, brennende Blicke bis in die Seele. Die hat Emma damals hinter sich gelassen - doch sie kehrt nach elf Jahren zurück. Wie das Schicksal es will, gibt es keinen anderen Ausweg, als in die WG ihres Exfreundes Tim, ihrer Ex-BFF Luna u...
