Kapitel 5

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„Hallooo!", sagte Phil mit einer herumfuchtelnden Hand vor meinem Gesicht so laut, dass wir ein paar Blicke auf uns zogen.
„Ist ja gut, hör auf hier so rumzuschreien!", zischte ich ihm entgegen, während ich seine Hand nach unten drückte.
„Das müsste ich nicht, wenn du in einer normalen Lautstärke ansprechbar wärst. Wo warst du denn schon wieder mit deinen Gedanken?", antwortete er.
„Na wo wohl", kam nun von Bea gefolgt von einem Lachen.
„Ach ich kann doch nichts dafür ihr wolltet es wissen", argumentierte ich nun mit verschränkten Armen.
Den restlichen Abend sprachen wir nur noch über andere Themen, wie die Reise, was demnächst so anstand und worüber man eben so redet. Da Klara früher gehen musste, um auf ihre kleine Cousine aufzupassen, blieben nur wir drei.
Aus unserem Abendessen zu viert wurde Cocktail trinken zu dritt. Meinen Job übernahm Bea, wir kannten nun bestimmt alle Typen, mit denen sie je etwas hatte. Ich swipte in meinen Datingapps herum, als wir bei ihren Grundschulschwärmereien angekommen waren. Abgesehen davon, dass ich diese schon in und auswendig kannte, haben sie mich schon beim ersten Mal nicht interessiert. Ist es überhaupt erlaubt, sowas zu „romantischen" Bekanntschaften zu zählen? Immerhin hat sie die alle seit der Grundschule nicht mehr gesehen und schwärmt für ein Kind..
Oh man worüber denke ich hier eigentlich schon wieder nach? Mittlerweile war Bea schon mehr am Lallen als am vernünftig reden.
„ So Leute ich bin weg", kam von einem sich plötzlich erhebenden Phil. Er musste gar nicht sagen wohin er geht, denn es war klar, dass er wieder irgendeinen Kerl aufgerissen hatte, zu dem er jetzt fährt. Er drückte mich zum Abschied und ging dann.
„Das bedeutet, dass wir ein Taxi brauchen", informierte ich Bea bevor ich raus ging um eins zu rufen. Sie hat wahrscheinlich nicht einmal mitbekommen, dass ich weg war, denn als unser Taxi ankam, fragte sie nach ihrem Bruder.
Ich ließ uns zuerst zu Bea bringen, damit ich wusste, dass sie auch wirklich ankommt.
„Pass auf dich auf! Und hol dir einen Eimer ans Bett, bevor du dich hinlegst", rief ich ihr hinterher, als sie zur Tür torkelte. Ich war immer wieder beeindruckt, wie wenig sie abkann, obwohl sie so oft feiern ist.
„Wo darf ich Sie hinbringen?", fragte mich nun der Fahrer, der mit Sicherheit nach dieser Fahrt nach Hause durfte. Ich nannte ihm die Adresse und genoss den Song der im Radio lief.
Und wieder schweiften meine Gedanken ab...
Am Morgen nach diesem.. nennen wir ihn mal ereignisreichen Abend wurde ich durch Musik geweckt, die aus der Küche zu kamen schien.
Ich setzte mich auf die Bettkante, wobei ich die Folgen der Schläge zum Glück nur leicht spürte. Auf dem Nachttisch, welcher auf der Seite vom Bett stand, wo ich geschlafen hatte, lag ein Klamottenstapel. Ich suchte mir als erstes ein paar Socken heraus. Darunter lag eine Boxershorts. Stimmt ja.. ich habe meine Unterwäsche noch in der Waschmaschine. Also seine Boxershorts oder lieber gar nichts. Was für eine Frage. Ich schnappte mir die Boxershorts und zog sie an, gefolgt von einem T-Shirt, welches dafür sorgte, dass man eh nicht sah ob oder was ich anhatte.
„Wie ich sehe, hast du die Klamotten gefunden. Steht dir", kam es unerwartet aus dem Türrahmen. Ich drehte mich um und sah den Mann, der mich vor ein paar Stunden noch geschlagen hat und mich um meinen Orgasmus gebracht hatte. Er stand nur mit einer Jogginghose bekleidet lässig im Türrahmen und hielt Pfannkuchen in der einen und Müsli in der anderen Hand.
„Guten Morgen", sagte ich mehr fragend, weil ich nicht wusste, wie ich mit dem gestern Geschehenen umgehen soll.
„Du hast mit Sicherheit Fragen und möchtest über gestern reden, aber Pfannkuchen schmecken warm besser", sagte er, während er auf mich zuging und mir die Pfannkuchen hinhielt.
„Möchtest du lieber etwas anderes? Ich dachte nur wegen dem was du in der Bäckerei gesagt hattest, naja.. ich kann dir gerne auch etwas anderes bringen", sagte er fast schon verunsichert. War er verunsichert? Er hat bestimmt nur Schuldgefühle. Aber er hat sich gemerkt, dass ich an freien Tagen gerne Pfannkuchen frühstücke.
„Ähm nein alles gut. Ich schätze ich bin nur noch nicht ganz wach. Ich hätte gerne Pfannkuchen, danke", sagte ich und streckte die Hände aus um den Teller anzunehmen. Er setzte sich auf's Bett und tippte etwas auf seinem Handy. „Möchtest du etwas gucken? Oder lieber Musik? Ich hab auch nichts gegen Stille" Den verschiedenen Möglichkeiten folgte ein Lachen. Nein nicht ein Lachen. Das Lachen. Es war einfach so wunderschön und ich konnte gar nicht anders, als mit einzustimmen.
„Ich schaue gerade Grey's Anatomy noch einmal, aber ich bezweifle-"
„Welche der 18 Staffeln soll es sein?", unterbrach er mich und schien die Serie schon herauszusuchen.
„Staffel 12 Folge 16 habe ich gerade fertig", antwortete ich und schon ging der Fernseher an. Wir schauten eine komplette Folge und er tat nicht nur begeistert, sondern war es wirklich. Sein Lieblingscharakter war Alex Karev, was irgendwie auch zu ihm passte.
Nachdem die Folge vorbei war, schaltete er den Fernseher aus und sah mich an.
„Wir könnten jetzt über gestern reden oder ich begleiche meine Schuld indem ich dich jetzt kommen lasse. Das hast du ja gestern durch das Einschlafen leider nicht mehr geschafft", sagte er, als wäre es total normal mit so etwas einfach rauszuhauen.
Ich spürte, wie mir Hitze ins Gesicht stieg. „Ich kann nicht einfach.. also du weißt schon.. das geht nicht", stammelte ich und senkte den Blick um mein wahrscheinlich völlig rot angelaufenes Gesicht zu verstecken.
„Sie mich an", sagte er sehr bestimmt worauf ich langsam meinen Kopf hob.
„Du musst es nur sagen. Er steht dir immerhin zu und ich bin mir sicher, dass wir dich ganz schnell im Fahrt bekommen", sagte er wieder mit diesem fiesen Grinsen. Er fuhr mit seinem Daumen über meine Unterlippe wodurch sich mein Mund leicht öffnete. Seine andere Hand bewegte sich in Richtung meiner Mitte. Er berührte mich über der Boxershorts und ich war schon nicht mehr in der Lage normal zu atmen. Wieso reagierte mein Körper so extrem auf ihn? Es ist, als hätte ich gar keine Kontrolle mehr über ihn.
„Du musst es sagen, Süße", sagte er zwischen den Küssen und leichten Bissen, die er auf meinem Hals verteilte.
„Ja bitte", sagte ich bevor ich ihn küsste. Der Kuss wurde heftiger, bis er mit seiner Hand wieder meinen Hals umschloss und von mir abließ. „Sag mir was du möchtest, Kleines. Sonst werde ich nicht weiter machen", mahnte er.
„Ich will, dass du mich zum kommen bringst", sagte ich so leise, dass ich mir gar nicht sicher war, ob er gehört hatte, was ich gesagt habe.
„Das lasse ich ausnahmsweise gelten" „Bitte.." Unfassbar. Bettelte ich gerade echt um einen Orgasmus?
Er fuhr mit seiner Hand zwischen meinen Brüsten entlang und zog dann mein T-Shirt gerade hoch genug um meine Brüste etwas zu entblößen. „Wunderschön", raunte er, bevor er sie mit Küssen übersäte. Er küsste sich über meinen Bauch bis über den Bund der Boxershorts. „So nass wie du jetzt schon bist müsste ich die wahrscheinlich gar nichts ausziehen", sagte er während er die Shorts über meine Beine streifte. Mit einer eher ungeschickten Fußbewegung beförderte ich sie vom Bett, aber er hatte recht: auch wenn ich sie angelassen hätte, würde er es schaffen mich zum kommen zu bringen. Ich konnte es gar nicht erwarten, seine Finger wieder zu spüren, doch was ich spürte waren nicht seine Finger. Seine Zunge fuhr einmal komplett über die Feuchtigkeit, die entstanden war. Ich war etwas beschämt, denn ich war wirklich nass und konnte mir nicht vorstellen, dass das angenehm war. „Denk gar nicht erst daran, deine Beine zu schließen", sprach er warnend, bevor er mir in den Oberschenkel biss. „Wofü-" „Dafür, dass du darüber nachgedacht hast, unterbrach er mich, während er mit seinen Finger in mich glitt. Ich konnte nicht anders, als mich ihm entgegen zu strecken. Ich wusste, dass ich das nicht lange durchhalten würde, aber ich wollte ihn mehr spüren. Ohne wirklich darüber nachzudenken, nahm ich seine Hand und drückte mich weiter in seine Richtung. Der Laut, den ich dabei vernahm verhieß nichts Gutes, aber das war mir egal. Nach der nächsten Bewegung seiner Finger, entlud sich all die Anspannung aus meiner Mitte und ich senkte mein Becken und keuchte vor Atemlosigkeit. Das war unglaublich. Ich würde behaupten, dass dieser Orgasmus besser war als alle die ich je durch mich selbst hatte. Von anderen Menschen brauchte man gar nicht reden. Ich entspannte und genoss einfach nur das Gefühl von völligem befriedigt sein.
Doch jemand anderes hatte andere Pläne. Er schlug mir mit seinen Fingerspitzen auf meine Mitte, was dafür sorgte, dass ich schmerzerfüllt meine Beine zusammen presste. „Du weißt genau wofür das war!" Ja das wusste ich. Warte was? Neins! Nur weil ich ihn mehr spüren wollte und selbst dafür gesorgt habe, ist das noch lange kein Grund mir weh zu tun. Was ist nur los mit mir?
Ich schaute ihn finster an und begann meine Gedanken zu teilen: „Ja ich weiß wofür das war, aber das ist nicht richtig! Du kannst mich nicht einfach schlagen, wann immer dir etwas nicht passt". Oh nein.. Sein Blick verfinsterte sich und im nächsten Moment holte er aus und gab mir eine Backpfeife. Sie war nicht sehr schlimm, aber spürbar. „So du kleines Biest, mittlerweile solltest du bemerkt haben, das ich bestimme was du wann verdienst. Wenn dir das nicht passt kannst du gehen, aber selbst du musst dir langsam eingestehen, dass es dir gefällt und dass du es brauchst. Du magst es!", schrie er förmlich während er mich wieder würgte. Und was dann passierte bestätigte alles eben gesagte. Diese Wut, Dominanz und einfach alles andere an ihm in Kombination mit dem Griff um meinen Hals, der genau das richtige Maß an Luftzufuhr nahm, sorgten dafür, dass ich stöhnte. Geschockt und beschämt sah ich in sein Finsteres Gesicht, welches nun begann zu grinsen.
„Genau das meine ich" „Das hat überhaupt gar nichts mit dem zutun, was gerade-" Er hielt mir den Mund zu. „Sag nichts, was du später bereuen wirst und jetzt komm mit duschen"

Was sagt ihr zu dem Verhalten von Alexander und wird sich Layla darauf einlassen?

Chained to the PastGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt