Kapitel 42

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>>>Layla<<<

Ich genoss die Umarmung. Anscheinend war ich nicht die einzige, die das Gefühl hatte, dass wir in letzter Zeit zu wenig Kontakt hatten. Sofort kam mir wieder Russland in den Sinn. Ich würde ihn so lange nicht sehen können und spätestens dann würden wir wirklich  getrennte Leben führen. Ob Russland wirklich eine gute Idee ist? Aber ich habe keine Wahl.

"Und du bist dann wohl Alex", sagte er, während er sich aus der Umarmung zog. Es war ihm absolut anzusehen, dass man ihn nicht oft, vielleicht sogar gar nicht direkt mit dem Spitznamen ansprach.

"Sehr erfreut." Sehr erfreut?! Oh man. Phillip schien ihn echt aus dem Konzept zu bringen. Das schien ihm auch nicht zu entgehen, denn Philip schaute mich direkt fragend an.

"Gut.. Wollen wir?", versuchte ich die Situation so schnell wie möglich aufzulösen, worauf Alex vorging, um uns den Kellereingang zu zeigen. Ich war selbst noch nie dort unten gewesen und sehr gespannt, ob es tatsächlich ein richtiger Weinkeller war oder nur eine Art Raum. Naja ich war mir zu 98% sicher, worum es sich wohl handeln würde, immerhin war es Alexanders Haus. 

Gerade als ich ein Gespräch anfangen wollte, bemerkte ich, wie Phil beeindruckt alles ansah, woran wir vorbei liefen.

"Das ist der Wahnsinn oder?", flüsterte ich in seine Richtung.

"Ja, absolut. Und das gehört alles ihm?"

"Ja, das gehört alles mir und hier geht es zum Weinkeller", beantwortete der Hauseigentümer selbst die Frage, die offenbar zu laut gestellt wurde.

"Geht ruhig schon einmal alleine runter. Ich muss noch schnell etwas erledigen."

Bevor wir hätten irgendwas dazu sagen können, war er schon dabei, zurück Richtung Eingang zu laufen. Und bevor ich Phillip fragen konnte, ob wir da wirklich alleine runter wollen oder erst etwas reden möchten, war er schon auf dem Weg nach unten.

"Hey warte auf mich!", rief ich im zu, während ich die Treppenstufen aufholte, die er mir voraus war.

>>>Alexander<<<

Ich bin vielleicht nicht unbedingt der, den man auswählen würde, wenn es darum geht zu wissen, was es für Trends gibt, aber ich bekomme sehr wohl einiges mit. Und dass etwas zwischen den beiden läuft, war wohl kaum zu übersehen. Was ich allerdings nicht gedacht hätte, ist, dass Phillip die Lösung für meine aktuell größten Probleme sein würde.

Leon musste zur Abwechslung mal aufmerksam die Kameras überprüft haben, denn er öffnete mir schon die Tür, als ich noch auf dem Weg dorthin war. Aber wie kann man es ihm verübeln, immerhin hatte er Phillip bestimmt nichts davon erzählt, dass er hier arbeitet. Dafür war er zu oft mit seinem Fahranfängerauto unterwegs gewesen.

"Gibt es ein Problem, Sir?" Man konnte förmlich sehen, wie es in seinem Kopf anfing zu rattern. Vielleicht sollte ich überdenken, ob ich ihn wirklich mitnehmen möchte. Immerhin war das eine andere Welt dort.

"Wie lange datet ihr beiden schon?" Ich hatte nichts davon, das hier noch schlimmer für ihn zu machen. Alle Fragen waren sofort geklärt und er atmete einmal tief ein.

"Erst seit ein paar Wochen, Sir."

"Ich werde ihn fragen, ob er Layla begleitet. Würde das deine Meinung über Russland ändern?" Ich hoffte wirklich, dass ich nicht im Weg stand, um mir später dieses Gesicht von den Sicherheitskameras zu speichern. Aber neben der Verwirrung schien auch Erleichterung in seinem Gesicht sichtbar zu werden, was mir ein gutes Gefühl gab.

Ich würde mit dem Personal, bei dem ich mich sicher fühlte und mit einer gut gelaunten Frau in Russland eintreffen.


Glaubt ihr, dass Alexanders Pläne aufgehen?

Chained to the PastGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt