Bevor ich ihm eine Antwort hätte geben können, stand er bereits auf, um auf mich zuzukommen.
"Wer außer mir soll dich halbnackt sehen, Kleine?"
Sein Atem war so nah an meinem Ohr, dass sich eine Gänsehaut auf meinem ganzen Körper ausbreitet.
"Ni-niemand. Ich gehe nur schwimmen", stotterte ich verlegen.
"Du gehst schwimmen. Ok. Dann wünsche ich dir viel Spaß", antwortete er viel zu gelassen, als das ich mich mit dieser Reaktion zufrieden hätte geben können.
"Ist das in Ordnung?", fragte ich zu meinem eigenen Erstaunen. Warum zum Teufel fragte ich gerade um Erlaubnis zum Schwimmen gehen? Wütend über mich selbst, ballte ich meine Hände etwas.
"Natürlich, aber stell sicher, dass du am frühen Abend zu Hause bist. Wenn du in der Laune bist fremden Männern deinen Körper zu zeigen, wird dir bestimmt gefallen, was ich vor habe."
"Was hast du denn vor?"
Natürlich bekam ich keine Antwort. Stattdessen holte er eine andere Kiste hervor und zog etwas hervor, das weniger war als die Unterwäsche, die ich gerade trug.
"Hier sind deine Badesachen, Viel Spaß."
Er zog mich an seine Brust und der innige Kuss, den er mir gab, ließ mir sofort die Röte in die Wangen steigen. Was auch immer er vorhatte, war nicht gut.
"Das da werde ich auf gar keinen Fall anziehen", hauchte ich ihm entgegen, als sich unsere Lippen kurz voneinander lösten.
"Und ob du das wirst." Mit einem fiesen Grinsen, das nur für Unheil stehen konnte, legte er das kleine Stück Stoff in meine Hände und entfernte sich von mir.
Na wunderbar, ein Kuss zwischen zwei betrunkenen Frauen ist ein Weltuntergang, aber in einem Hauch von Nichts mit dem Bruder schwimmen gehen, das ist in Ordnung. Zwar wusste er nicht, dass Sebastian mich eingeladen hatte, aber auch fremde Männer sollten ein Problem sein.
Gott, was denke ich da überhaupt? Nein Layla, das sollte überhaupt kein Problem sein! Gott, wo ist die unabhängige Frau hin? Kein Mann hat dir das Schwimmen gehen zu verbieten auch nicht wenn du in dem Teil genauso gut nackt schwimmen könntest.
Ein Klopfen an der Tür unterbrach meine Gedanken.
"Ja bitte", rief ich in Richtung Tür.
"Mein Bruder fragt ob du so weit bist."
Oh shit.
"Äh ja sofort. 5 Minuten", gab ich etwas verunsichert wieder und hoffte, dass man es mir nicht anhörte.
Ich warf noch einen letzten Blick auf das Ding in meinen Händen bevor ich seufzend ins Badezimmer verschwand um mich umzuziehen.
Ein kurzes Kapitel, aber ich hoffe es gefällt euch trotzdem :) Ob Sebastian noch zu einem Problem wird?
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Chained to the Past
De TodoWas passiert, wenn man beim swipen nicht mehr drauf achtet, wer auf den Profilen zu sehen ist? Layla hatte schon längst aufgegeben, das wieder zu finden, was sie vor 2 Jahren hatte. Eine Befriedigung all ihrer Bedürfnisse. Es war nicht so, dass ihr...
