Asuna:
Asuna träumte von samtigen Schatten und warmen Händen, glatter Haut und süßen Küssen.
Sie erwachte schließlich blinzelnd. Asunas Wange lag auf seiner Schulter, er hatte den Arm so gelegt, dass er unter ihrem Hals hindurch lief und er es irgendwie geschafft hatte, die Hand auf ihren Hintern zu legen. Ihre Beine waren mit einander verknotet und Satorus andere Hand lag wie ein Kopfkissen unter ihrem Hinterkopf. Sie blinzelte kurz und schloss die Augenlider wieder. Dann presste sie sie ganz fest aufeinander und versuchte einen Ausweg aus dieser Situation zu finden.
Sollte sie einfach so tun als würde sie schlafen, wenn er aufwachte?
Sollte sie versuchen, heimlich aufzustehen?
Wie würde sie das anstellen, ohne, dass er aufwachte?
Hatte er überhaupt die Unendlichkeit um sie gewickelt?
Satorus Ginger zuckten an ihrem Steißbein und Asuna riss panisch die Augen auf. Sein Kopf rollte zu ihr rüber und seine Luder flatterten, ehe er die Augen aufschlug und gähnte.
Asuna erstarrte. Ihre Blicke trafen sich und er verzog das Gesicht zu einem verschlafenen Grinsen.
"Guten Morgen hübsche Fremde", brummte er und gähnte. Asuna schluckte und starrte ihn an. Etwas an diesem Lächeln traf etwas tief in ihrem Brustkorb und breitete sich warm in ihrem Inneren aus.
"Guten Morgen", sagte sie, "Dumpfbacke" er schloss die Augen und grinste.
"Du siehst heute so gut aus", sagte er, "Hat da erwa jemand eine gute Nacht gehabt?"
"Du siehst müde aus", entgegnete sie.
"Ich habe ja auch kaum geschlafen", erwiderte er ubd sein Grinsen wurde breiter. Er sah sie durch seine halb geöffneten Lider an.
"Vielleicht solltest du weiter schlafen, du brauchst doch so viel Schönheitsschlaf", sagte sie.
"Hmmm", brummte er, "So früh am Morgen und schon so biestig" Satoru gab ihr einen Klaps auf den Hintern.
"Ich weiß ja nicht, ob mir das gefällt"
"Vielleicht würde es dir gefallen, wenn du ausgeschlafen wärst", erwiderte sie. Im nächsten Momen rollte er herum, bis er über ihr lag.
"Dann will ich dich warnen", er küsste ihre Nasenspitze, "Wenn ich unausgeschlafen bin, tendiere ich dazu über hübsche Frauen herzufallen"
"Fu meinst wohl deine Schülerinnen", korrigierte sie.
"Schülerinnen und Schüler", er zwinkerte, "Ich bin da nicht so festgelegt"
"Hmm" Asuna ließ den Blick an ihm hinab wandern. Sie folgte der Kontur seiner Muskeln und biss sich auf die Lippe, ehe sie ihn durch ihre Wimpern hindurch ansah. Satorus Blick lag ebenfalls auf ihrer nackten Haut. Er stützte sich auf den Unterarm ab, um ihr eine Strähne hinters Ohr zu streichen.
"Zumindest alle hübschen Schülerinnen und Schüler", sagte er und seine Hand blieb auf ihrer Wange liegen.
"Wie selbstlos von dir", bemerkte sie. Er grinste und küsste ihre Wange.
"Irgendwie ist es auch deine Schuld" Asuna wandte den Kopf, und er küsste ihren Mundwinkel.
"Meine Schuld?", fragte sie, "Dass du über hübsche Frauen und Schülerinnen und Schüler herfällst?"
"Du hast mich doch die Nacht lang wachgehalten", er fasste ihr Kinn, sodass sie ihn ansehen musste.
"Du schienst Gefallen daran zu haben", sagte sie.
"Hatte ich auch", er nickte und küsste sie, "Trotzdem wirst du jetzt wohl oder Übel die Konsequenzen für dein frevelhaftes Verhalten tragen müssen"
Asuna lachte leise und rau und im nächsten Moment trafen sich ihre Münder.
Nun, wie es schien konnte sie Entscheidung treffen hinter vögeln stellen.
Asuna saß in der Küche und nippte an ihrem Kaffee. Satoru war im Badezimmer verschwunden, sodass sie Zeit hatte, zum Nachdenken. Zumindest ein bisschen.
Vielleicht war die gestrige Nacht ein Fehler gewesen.
Vielleicht sollte sie sich verdrücken, solange er abgelenkt war.
Wohin sollte sie gehen? Er war ja schließlich in ihrer Wohnung.
Misaki würde ihr erklären, dass sie das klären sollte, sobald Asuna ihr die Gründe dargelegt hatte. Vielleicht musste Asuna ihr nicht die Wahrheit sagen. Aber konnte sie sie tatsächlich anlügen.
Asuna seufzte und Satoru spazierte pfeifend in die Küche. Er trat hinter sie und legte die Arme um sie.
"Ist das Kaffee?", fragte er. Sie nickte.
"Hast du auch einen für mich?"
"Du trinkst doch gar keinen Kaffee"
"Eigentlich nicht, aber ich bin müde und brauche etwas, was mich ein wenig aufpushed", erwiderte er und langte über sie hinweg zur Kaffeekanne.
"Denkst du, etwas, das dich noch mehr aufdreht ist die Lösung?", fragte sie und ihre Mundwinkel zuckten.
"Auf jeden Fall", Satoru beugte sich herab und flüsterte in ihr Ohr, "Vielleicht gibt mir das ja genügend Energie um dich nochmal zu vögeln"
"Hmm", Asuna schloss die Augen, unschlüssig, wie sie reagieren sollte, abgelenkt von dem warmen Gefühl in ihrem Unterleib,"Hier oder im Schlafzimmer?"
"Genau hier", sagte er und sie konnte hören, wie er grinste. Satorus Hände glitten von ihren Rippen auf ihren Bauch und er senkte den Mund auf ihren Hals.
"S-Satoru", murmelte sie und griff hinter sich um die Hand in seinem Haar zu vergraben. Seine Zunge fuhr über ihre Haut und sie schloss die Augen.
"Warte", sagte sie. Er hob leicht den Kipf, sodass sein Kinn ihre Schulter streifte.
"Ja?"
"Das Date ist vorbei", sagte sie.
"Das ist es schon seit gestern Abend", erwiderte er.
"Ja", sie schluckte, "Ich meine, es ist... nun... wir sollten aufhören. Zu vögeln meine ich"
"Ich hatte nicht das Gefühl, dass es dir nicht gefällt", sagte er, "Oder willst du es anders haben?"
"Nein ich" Satoru küsste nochmal ihren Hals und sie seufzte.
"Das ist ein Fehler"
"Weißt du, was interessant ist?", fragte er, aber wartete nicht auf ihre Antwort ab, bevor er weitersprach, "Ich habe gelernt, dass die die Macht haben entscheiden, was Fehler sind und was nicht. Und ich bin der Stärkste von allen. Also entscheide ich was richtig und falsch ist. Und das hier" seine Hand wanderte über ihr Brustbein, "Fühlt sich viel zu gut an, um Falsch zu sein. Du fühlst dich viel zu gut an, um falsch zu sein"
"Du hast also festgelegt, daß das hier richtig ist?", fragte sie. Er nickte.
"Und was ist mit mir?", fragte sie, "Was wenn ich das hier zwischen uns falsch finde"
"Findest du nicht"
"Ach nein?" Er küsste ihr Ohr.
"Nein", sagte er, "Du willst mich genauso wie ich dich" Asuna schwieg.
"Wir müssen es ja nicht an die große Glocke hängen", redete er weiter, "Ich meine, auch wenn jeder froh sein kann, mich zu haben, verstehe ich, dass du lieber nicht willst, dass besonders viele Wind davon bekommen"
"Wie aufmerksam", brummte sie, "Und was meinst du überhaupt mit es an die große Glocke hängen?"
"Na uns"
"Da ist kein uns", rief sie, "Wir waren essen. Wir haben gevögelt"
"Schön", Satoru zog die Hände von ihrem Bauch und stützte sie auf der Lehne ihres Stuhls ab, "Wie nennst du denn dass, was da ist?" Asuna öffnete den Mund und schloss ihn wieder.
"Belanglos", sagte sie schließlich und starrte nach vorne an die Wand. Satoru schwieg kurz.
"In Ordnung", sagte er schließlich und wollte sich abwenden. Asuna fasste über ihre Schulter nach seinem Handgelenk.
"Aber vielleicht", fing sie an und straffte die Schultern, "Vielleicht können wir weiter belanglos sein. Weiter Dinge mit einander tun, die sonst keine Bedeutung haben" wieder eine Pause.
"Meinst du küssen?" sie zuckte die Achseln.
"Ubd vögeln?", fragte er. Asuna nickte.
"Und ausgehen?"
"Vielleicht gelegentlich", sagte sie und schlang unbehaglich die Arme um ihren Körper.
"Einverstanden", sagte er und küsste ihre Schläfe. Asuna dagegen starrte nur gerade aus und hatte die Hände zu Fäusten geballt.
"Was meinst du mit belanglos?", fragte Misaki, als Asuna am Abend bei ihr war und Aiko auf dem Arm hielt.
"Naja, es ist halt keine große Sache", erwiderte Asuna.
"Also seid ihr jetzt ein Paar?", fragte Misaki ohne von ihrem Display aufzusehen.
"Nein", rief sie empört.
"Also seid ihr...?", sie hob den Kopf sah sie forschend an.
"Mitbewohner", erwiderte Asuna, "Die Dinge mit einander tun, die Erwachsene nun mal tun"
"Also zahlt er Miete?"
"Nein" Misaki gluckste.
"Er zahlt also auf andere Art" Asuna sah sie an und kämpfte gegen die Röte in ihren Wangen an.
"Du bist echt schamlos", erklärte sie. Misaki prustete los. Asuna wandte sich ab und wiegte Aiko im Arm.
"Aber das Date war ziemlich gut", versuchte sie das Thema zu wechseln.
"Ich wollte ja eigentlich gar nicht mit ihm ausgehen. Aber er... Er hat irgendwie nicht locker gelassen. Aber es war gut. Er hat mir Blumen geschenkt und wir waren essen", die Hitze in ihren Wangen nahm immer weiter zu, mit jedem Wort, dass sie sprach, "Er sah ziemlich gut aus" Asuna erinnerte sich, wie er an dem Tag aussah. Das weiße Hemd, das den Kragen offen gelassen hatte. Seine Haare, die ihm in die Stirn über die Brille fielen und in denen sie später die Finger vergraben hatte.
Sie spürte ein Flattern im Brustkorb und suchte noch nach den passenden Worten, als Misaki die Stimme anhob.
"Wie schön", sagte sie, "Ich war auch aus mit ihm. Schau mal, was er mir geschenkt hat" Misaki deutete stolz auf eine silberne Halskette.
"Er hat mich hier in der Wohnung abgeholt und wir sind ins Kino gegangen. Danach waren wir essen im Chinos. Weißt du, wie teuer das Chinos ist?", fragte Misaki begeistert. Asuna zuckte die Achseln.
"Dann hat er mich aufs Essen eingeladen, mit allem drum und dran", Misaki begann alle Details von ihrem Date zu erzählen, von seiner Kleidung bis hin zu jedem Gang, den sie gegessen hatten. Asuna setzte sich mit Aiko auf dem Schoß auf die Couch und versuchte, sich alles zu merken.
Sie war zwar noch nicht fertig gewesen, doch sie war froh, das Misaki jemanden gefunden hatte, der sie gut behandelte.
"Also bist du glücklich?", fragte sie, als Misaki geendet hatte.
"Auf jeden Fall", rief sie und schüttelte wild den Kopf. Asuna lächelte.
"Das freut mich", sagte sie und streichelte Aiko über das Köpfchen, "Wann darf ich ihn denn kennenlernen?"
"Oh, soweit sind wir noch nicht", erklärte Misaki, "Aber bald vielleicht" Asuna lächelte.
"Das würde mich freuen" Sie holte tief Luft.
"Denkst du", fing sie an, "Dass das zwischen ihm und mir" Sie holte tief Luft, "Das das klappen wird?"
"Warum denn nicht?"
"Er ist so", Asuna suchte nach dem richtigen Wort, "So unbedarft. Er macht was er will. Ich habe Angst, dass er das nicht so ganz durchgedacht hat"
"Also wenn dir das Sorgen macht, solltest du dem nachgehen", sagte Misaki und holte ihr Handy raus.
"Glaubst du?", fragte Asuna. Misaki zuckte die Achseln.
"Ich denke, manchmal muss man auf sein Bauchgefühl hören" Asuna wiegte Aiko. Das Bauchgefühl war bei ihm und ihr nie das Problem gewesen. Es war mehr die Vernunft, die ihr im Nacken saß und Gedanken einflüsterte. Misaki tippte auf ihrem Handy rum.
"Ich", Asuna stoppte, "Ich werde einfach sehen müssen, wie sich die Dinge entwickeln" Misaki hob kurz den Kopf und lächelte.
"Das ist das Klügste", sagte sie, "Das zwischen euch geht schon so lange. Wäre schön, wenn es sich positiv entwickelt" Asuna nickte langsam.
"Ja", sagte sie, "Ich muss langsam los. Ich komme morgen wieder" Misaki nickte, stand auf und nahm ihr Aiko ab.
"Ich freue mich, dann musst du mir alles erzählen", Asuna nickte und ging in den Flur zu ihrem Mantel.
"Oh und Asuna?", fragte Misaki, als Asuna bereits im Hausflur stand, "Ich wollte fragen, ob du vielleicht auf Misaki aufpassen könntest. Wenn ich mich demnächst mit ihm treffe"
"Klar", sagte Asuna, "Ich freue mich, die Kleine zu haben" Sie kraulte Aiko zum Abschied das Köpfchen.
"Super!", rief Misaki, "Vielen Dank!" Asuna lächelte, ehe sie sich verabschiedete.
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Unlimited Void
FanficSatoru Gojo ist der mächtigste Jujutzist seiner Generation und Lehrer an der Jujutsu Akademie Tokio. Durch seine Hand sind tausende von Flüchen gestorben. Als Asuna Okura auf die Akademie kommt, ahnt er zunächst nicht, wer die junge Frau wirklich i...
