Asuna:
Asuna saß auf der Rückbank des Autos, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Yuta saß neben ihr, die Tasche mit seinem Katana im Fußrasten verstaut. Gojo saß auf dem Beifahrersitz und auch wenn Asuna Dornröschen- Gojo hatte ihr den Witz erklärt, sie hatte es nicht lustig gefunden, ihr war aber auch kein besserer Name für Dornröschen eingefallen, also hatte sie ihn übernommen- immer noch böse war tat er ihr mittlerweile leid.
Grimmig hatte er den Lenker umklammert, während Gojo ihn von der Seite pisakte.
Asuna schaute schon seit drei Straßen nicht mehr zu.
Erst als Gojo schließlich stoppte, horschte sie auf. Der AER Tower thronte vor ihnen auf.
Sie und Yuta wechselten einen kurzen Blick. Dann lehnten Sie beide sich vor und berührten Dornröschens Schulter. Gojo fasste sein Handgelenk.
Dornröschen hielt auf den Vorhang zu. Asuna schloss die Augen.
Als sie noch im Besitz ihrer Fluchkraft gewesen war und den Vorhang berührt hätte, hätte es gut sein können, dass sie einfach nur abgeblockt wurde. Jetzt, ohne Fluchkraft, bestand durchaus die Chance, dass sie, Yuta und Gojo bei lebendigem Leib gegrillt wurden.
Sie passierten die Barriere.
Asuna spürte ein Zerren an sich, wie ein Gummiband, dass in ihrer Brust gespannt wurde. Dann waren sie hindurch.
Yuta öffnete den Verschluss des Beutel mit dem Katana.
Gojo und Yuta klatschten ab. Dornröschen fuhr grimmig aufs Parkhaus zu. Asuna fasste ihre Gleve fester.
"Darf ich, Prinzessin?", Gojo war ausgestiegen und hielt Dornröschen übertrieben galant die Tür auf.
Asuna hatte ihm ihre Kalashnikov gegeben, da er, anders als Yuta und sie, keine Waffe besaß. Gojo hatte trotzdem darauf bestanden, den Beutel mit Sprengstoff zu tragen und irgendwie beunruhigte Asuna das mehr als sie zugeben wollte.
Die Vier schlenderten zum Treppenhaus des Parkhauses und verschwanden im Aufzug.
"Alle bereit?", Gojo grinste und dehnte die Finger.
Eine Erschütterung ließ das Gebäude erbeben.
"Wir liegen genau im Zeitplan", sagte er zufrieden. Dann öffneten sich die Türen und sie stürmten in die Eingangshalle.Die Eingangshalle war leer, bis auf einen zitternden Empfangschef und Sekretär, die sich unter ihrem Tischen verschanzt hatten.
Asuna rannte los, auf das Treppenhaus zu.
"Asuna!" Gojo warf ihr ein kleines Päckchen zu. Sie klebte es an die Wand und rannte weiter. Sie sah nicht mehr, wie eine winzige rote 20:00 aufblinkte. Sie hatten die Bomben gestern Abend bereits auf genau zwanzig Minuten eingestellt. Genauso, wie sie die Bombe, die gerade draußen auf der Straße explodiert war, auf 5 Minuten gestellt hatten.
Gojo hatte gegrinst, als er das kleine Päckchen aus dem Auto geworfen hatte und Asuna hätte es nicht überrascht, hätte er die falsche Bombe erwischt. Yuta half dem vor Angst zitternden Sekretär nach draußen und versiegelte die Tür.
"Das wird sie nicht lange aufhalten!", rief er. Asuna, die inzwischen alle Bomben angebracht hatte, kam vor Dornröschen zum Stehen.
"Wir müssen uns beeilen und die Bienenkönigin finden", rief sie. Gojo tippte sich nachdenklich ans Kinn.
"Was meinst du, Dornröschen?", fragte er, "Oben oder unten?" Doch Dornröschen war ganz starr geworden. Er blinzelte einmal. Zweimal. Dann fiel sein Körper nach vorne und klatschte auf die Marmorfliesen.
"Scheiße", entfuhr es Asuna. Neben Dornröschens Hinterkopf sah sie die Leiche eines Bienenmutantens.
Yuta fuhr herum, offenbar auf der Suche nach weiteren Bienen, doch weit und breit waren keine zu sehen.
Satoru seufzte dramatisch.
"Dann müssen wir das wohl auf die Altmodische Art machen", sagte er,
"Oben oder unten?" Er hielt Yuta die Hand zu Schere, Stein, Papier hin.
"Das ist zu unsicher!", wandte Asuna ein, "Wir müssen das Gebäude in 18 Minuten verlassen haben, ansonsten fliegen wir in die Luft. Und wenn wir die falsche Entscheidung treffen, haben wir keine Zeit mehr, woanders nachzugucken"
"Ich sage unten", rief Yuta.
"Ich oben", sagte Gojo fast zeitgleich. Asuna stieß entnervt die Luft aus.
"Beeilung"
"Sie hat Recht", sagte Gojo, "Wir teilen uns auf. Wenn wir in 15 Minuten nichts gefunden haben, verschwinden wir"
Yuta nickte.
"Ich schaue unten nach"
"Ich oben"
"Ich gehe mit Yuta", Gojo fasste ihren Arm.
"Du bleibst bei mir", erwiderte er, "Du hattest bereits deinen großen Auftritt, lass den anderen auch noch was übrig" Sie und Yuta wechselten einen Blick.
"Also gut", willigte sie ein und streifte seine Schulter, "Viel Glück"
Damit rannten sie los.
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Unlimited Void
FanfictionSatoru Gojo ist der mächtigste Jujutzist seiner Generation und Lehrer an der Jujutsu Akademie Tokio. Durch seine Hand sind tausende von Flüchen gestorben. Als Asuna Okura auf die Akademie kommt, ahnt er zunächst nicht, wer die junge Frau wirklich i...