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TW: Tod

Zitternd viel Huening Kai die Pistole aus der Hand, er wurde von Peter grob auf die Seite gestoßen.

Noch immer zitternd rückte er zurück in eine Ecke des Zimmers, dort angekommen zog er seine Füße an sich rann und umklammerte sie verzweifelt.

Das durfte nicht sein, das durfte einfach nicht passiert sein, er kniff seine Augen fest zusammen und fing an hin und her zu wippen.

Er hörte wie Soobin laut unverständliche Worte schrie, da traute er sich nicht mehr seine Augen zu öffnen er wollte einfach nur noch, noch einmal aufwachen, das alles hier konnte nur ein Traum sein.

Soobin hatte Beomgyus Kopf auf seinen Schoß gelegt, immer wieder und wieder schüttelte er ihn verzweifelt durch.

Aber sein Freund rührte sich nicht, er verstand das nicht er sollte doch sterben und nicht Beomgyu. Peter war nun neben ihm und aus dem Augenwinkel sah Soobin das Huening Kai aus seinem Blickfeld verschwand. Peter schrie immer wieder Beomgyus Namen aber berührte ihn nicht er sahs einfach nur neben Soobin und zitterte.

Seine Hände bebten, Peter wollte seinen Bruder berühren, aber er hatte so große Angst, seinen Tränen schienen irgendwo hängen geblieben zu sein, er spürte einen starken Druck und eigentlich wollte er einfach nur weinen, aber er schrie nur immer wieder den Namen seines Bruders.

Yeonjun und Taehyun waren einfach nur den Schüssen gefolgt, um zu den anderen zu gelangen, endlich konnten sie Soobin sehen der am Boden saß.

Taehyun sah es erst nicht und lief einfach nur besorgt zu Soobin hin, dicht gefolgt von Yeonjun der etwas langsamer war.

Geschockt sahen die beide auf den Menschen hinunter der auf Soobins Schoss lag.

Sobald sie bei Soobin waren, verstummte dieser und verfiel in eine Art Schockzustand, nun starrte er nur noch mit lehren Augen auf ihren Freund hinunter.

Mit zitterndem Knien viel Yeonjun vor Beomgyu gegenüber von Soobin zu Boden und er streichelte ihn ratlos über den Kopf und dann sah er die anderen an.

Für ihn gab es nichts, was er in dieser Situation beitragen konnte, um den anderen zu helfen, oder etwas zu sagen, was sie beruhigen würde, sein Herz war einfach nur am Rasen und er spürte, wie etwas in ihm zerbrach.

Zögernd ging Taehyun an Soobin vorbei zu Peter, ging in die Knie und sah in an.

Vorsichtig fragte Taehyun ihn:

"Was ist passiert?"

Da rief Peter nicht mehr Beomgyus Namen und er sah Taehyun mit einem wilden Blick an. Ein Schauer lief über Taehyuns Rücken, als er ihn so ansah, aber er wich den Blick nicht aus, er musste wissen, wie das passiert war.

"Er war es!", schrie Peter nun panisch, während er sich umdrehte und in eine Ecke im Zimmer zeigte.

Verwundert, weil er nicht registriert, hatte das da jemand saß drehte sich Taehyun in die Richtung, in die er zeigte.

"Nein", stellte er nur fest, als er Huening Kai dort verängstigt, sitzen sah.

"Nein", wiederholte Yeonjun Taehyuns Worte.

"DOCH!", schrie Peter laut und stand auf.

Er ging auf Huening Kai zu und schrie:

"Warum hast du das gemacht!"

Der aber antwortete nicht, er zuckte nur zusammen und drückte sich noch mehr in die Ecke.

Dann brach Peter vor ihm zusammen und Tränen liefen endlich über sein Gesicht, er wollte am liebsten die Pistole, die noch immer auf den Boden lag, nehmen und sich damit erschießen. Aber dazu hatte er nicht den Mut, aber er fühlte sich, als hätte alles keinen Sinn mehr.

Zu seinem Erschrecken glaubet Taehyun das, was Peter sagte, nachdem er Huening Kai ansah. Schnell war er bei ihm und versuchte ihn aus seinem Angstzustand heraus zu hohlen.

"Alles ist gut", versuchte er ihn zu sagen, aber das glaubte er selbst nicht wirklich.

Wie konnte alles gut sein, wenn sie in dieser Welt waren und nun einer seiner Liebsten Menschen von seinem besten Freund erschossen worden war?

Huening Kai zuckte von ihn weg als er versuchte ihn zu berühren.

"Lass mich!", kreischte er ihn an.

Zitternd umfasste er noch fester seine Füße und wippte wieder hin und her.

Noch immer war Soobin nicht ganz da, er starrte noch immer auf das Gesicht hinunter, als er eine Stimme war, nahm die leise vor sich hinmurmelnd zu summen anfing.

Sein ganzer Körper erschauerte, als er hörte, das Huening Kai hinter ihm angefangen hatte "Our Summer" zu singen. Endlich löste er sich aus seiner starre und er fing an zu realisieren, was hier eigentlich passiert war.

Alles starrten nun zu Huening Kai rüber, der immer noch wippend das Lied leise vor sich hinsang.

Mit starrem Blick sah Peter ihn an, er wollte ihn am liebsten schlagen und anschreien aber irgendetwas in ihm ließ es dann doch nicht zu.

Im Labor hingegen waren Woojin und Mizuki noch immer mit Katharina beschäftigt, sie hatten ihr ein Tuch, das sie am Boden gefunden hatten mit Wasser getränkt und auf die Stirn gelegt.

Mizuki sah zu Woojin rüber der so besorgt und verzweifelt auf sie wirkte, um ihn zu beruhigen sagte sie zu ihn:

"Taehyun wird recht haben, mach dir keine Gedanken."

"Ich...", brachte er nur heraus, er wusste nicht, was er auf so etwas sagen sollte.

Sie lachte und erklärte ihm:

"Wenn dir ein Mensch etwas sagt, um dich aufzuheitern, dann sollte man sich bedanken."

"Bedanken?", fragte er mit großen Augen.

Was das genau heiß wusste er gar nicht, er hatte noch nie erlebt das sich jemand für etwas bedankt hatte, oder dass er sich bedankt hätte müssen.

"Ja, du gibst dann als Antwort ein Danke von dir", lachend erklärte Mizuki ihn das.

Eigentlich wollte sie nicht lachen, aber er war gerade doch einfach nur zu niedlich.

"Ich verstehe Katharina etwas", platzte es aus ihr heraus.

Erschrocken schlug sie sich gleich darauf auf den Mund.

"Was meinst du?"

"Naja, es ist doch offensichtlich."

"Was denn?"

"Ich sollte dir das nicht sagen."

Warum sagten diese Leute immer wieder Dinge die er gar nicht verstand? Sie hatte ihm erklärt, wie man Danke sagt, und dann war da auf einmal die Rede von Katharina.

Fragend kratzte er sich am Kopf und sah sie an, als wäre er nun komplett verwirrt.

"Was ist den los?", fragte Katharina die einen Teil des Gespräches mitbekommen hatte, aber auch sie verstand Mizuki gerade nicht.

Da wurde die Tür aufgerissen und Taehyun starrte sie alle entsetzt an und forderte sie auf:

"Wir müssen hier weg, schnell!"

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