Blut

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TW: Blut, Tod

Alle standen wie versteinert da als sie die Explosion gehört hatten, Daniel war der Einzige, der noch irgendwie klar denken konnte, er versuchte auf einer Schaltfläche etwas einzugeben.

"Wir müssen hier wieder weg", murmelte er unterdessen.

Er wollte sie scheinbar wieder zurück teleportieren, aber es sah so aus, als schien das System sie nicht mehr zurückzulassen immer wieder konnte man ein X auf der Schaltfläche sehen.

Die Beine von Yeonjun wurden ganz zittrig und er klappte neben Daniel zusammen, er dachte an die anderen. Er sah die ganzen Elektrogeräte stehen ihm war bewusst das es wahrscheinlich bald noch eine größere Explosion geben wird.

Wie würden Soobin, Huening Kai, Taehyun, Katharina und Mizuki es verkraften, wenn sie nun auch noch sterben würden.

Schreiend klammerte er sich an Daniels Beine:

"Mach doch etwas!"

Unterdessen sah Paula nur Agnes sie konnte die Angst und Verzweiflung der Frau erkennen. Sie ging einen Schritt auf sie zu in den Moment gab es eine weitere Explusion und es wurde ein Loch in die rechte Wand gerissen.

Yeonjun stand auf und schrie:

"Lauft da durch!"

Aber Peter zupfte an Yeonjuns Hemd, bevor sie losliefen, der drehte sich verwundert um und konnte sehen wie Paula immer näher an die Frau und in das Feuer ging.

Diese Frau hatte schon aufgegeben und Yeonjun war sie in diesen Moment eigentlich egal er schrie laut:

"Paula komm!"

Die zuckte kurz zusammen ging aber weiter näher an die Frau heran, sie wollte ihr helfen und sie nicht hierlassen. Ihr war nicht bewusst in was für eine Gefahr sie sich selbst brachte.

Einige Minuten zuvor waren Soobin und Taehyun noch immer damit beschäftigt irgendwie in den Kontrollraum zu kommen.

Ein komischer Geruch lag in der Luft, Mizuki fragte die anderen:

"Riecht es hier verbrannt?"

Die anderen nickten nur leicht geschockt, sie hofften nur das die anderen nicht dort waren, wo das Feuer war.

Huening Kai versuchte auch noch einmal ein Codewort zu sagen, aber es half nichts.

Es gab einen lauten Knall und die fünf wurden wegen des Drucks einer Explosion nach hinten gedrückt. Soobin schlitterte zu Boden und schaffte es gerade noch so Katharina am Arm festzuhalten die fast an ihm vorbei geschlittert wäre.

Ganz knapp vor einen Stein, der seinen Kopf zerschlagen hätte, blieb Taehyun liegen, Mizuki hatte sich an Huening Kai festgehalten und hatte so auch ihn etwas gebremst und Schlimmeres verhindern können.

Allen waren kleine Steine entgegengekommen und sie hatten nun kleine Kratzer am ganzen Körper.

"Paula komm", hörte Taehyun Yeonjun rufen.

Alle anderen hatten Yeonjun auch gehört und keiner von ihnen konnte so wirklich glauben, was sie gehört hatten.

Taehyun lief, ohne nachzudenken in die Staubwolke hinein die durch den Schutt entstanden war.

Soobin schrie aus Angst das er noch jemanden verlieren könnte laut auf:

"Warte!"

Nur war Taehyun nicht mehr zum aufhalten, Katharina konnte sehen das dort wo Taehyun hin lief ein Feuer zu wüten schien.

Als Taehyun durch die Staubwolke gestiegen war konnte er vor ihm Yeonjun sehen der sich scheinbar gerade aufgerappelt hatte, neben ihm stand ein blonder Mann, den er noch nie gesehen hatte.

Peter stand etwas weiter weg von ihnen und streckte seine Hand nach einer jungen Frau aus. Die Frau hatte lange dunkelblonde Haare und sie schien in sorge zu sein.

Sein Herz setzte kurz aus als er sie erkannte, und er rieb sich die Augen.

Ohne dass sie etwas um sich herum mitbekam, ging Paula weiter auf Agnes zu, sie kniete sich zu ihr hinunter und fragte:

"Geht es dir gut?"

Mit entsetzten Gesichtsausdruck sah Agnes sie an, sie konnte nicht glauben das dieses Mädchen sie versuchte zu retten.

"Hast du Angst?", fragte Paula sie.

"Paula, wir müssen hier weg!", schrie Peter ihr nun zu.

Keiner von ihnen hatte mitbekommen das Taehyun hinter ihnen stand, der war wie versteinert.

Schnell war auch ihm klar, dass hier jeden Moment alles in die Luft gehen könnte, ohne zu zögern lief er zu Paula und packte sie am Arm.

"Komm", befahl er ihr.

Erschrocken wandte sich Paula Taehyun zu, sie sah ihm verwundert an und wollte sich aus seiner Hand winden.

Als sie diesen Mann angesehen hatte, hatte sie ein Gefühlt von Angst gepackt, wie sie es noch nie erlebt hatte. Irgendetwas in ihr schien aufzuwachen was sie nicht wollte das es aufwacht.

Am liebsten hätte Taehyun sie losgelassen, als er ihren Gesichtsausdruck gesehen hatte, sein Herz hatte noch nie so sehr weh getan, wie konnte sie Angst vor ihm haben.

Peter war sich ziemlich sicher, dass sie nur mehr noch ein paar Sekunden hatten, dann würde hier alles in die Luft fliegen er schrie allen zu:

"Wir müssen jetzt wirklich hier raus!"

Stützend wurde Yeonjun von Daniel hinaus gebracht dicht gefolgt von Peter.

Mit aller Kraft versuchte sich Paula von Taehyun loszureißen, er aber ließ sie nicht los und zog sie an sich ran.

Kurz spürte Paula etwas, was sie beruigte aber schnell war dieses Gefühl auch wieder vorbei und sie wollte wieder zu der Frau zurück.

Mit all seiner Kraft schleuderte Taehyun Paula aus der Gefahrenzone und genau in den Moment explodierte alles hinter ihnen.

Agnes konnte noch sehen wie Taehyun sich schützend über Paula warf, bevor sie den lauten Knall hörte.

In diesen Moment bereute es Agnes das sie die Hand des Mädchens nicht genommen hatte, aber gleichzeitig war sie auch erleichtert das es endlich vorbei war und dann viel ein großer Brocken Geröll auf sie und zerschmetterte ihren Kopf.

Paula sah, wie der Kopf von der Frau unter dem Geröll zerbärstete und schrie auf. Blut spritzte in alle Richtungen und dann wurde die Leiche der Frau komplett vom Schutt begraben. Dieser Fremde hatte sie ziemlich weit von der Frau weg gebracht und drückte sie nun zu Boden.

Sie schlug ihm auf den Rücken und schrie:

"Lass mich los!"

Während sie schlug, spürte sie etwas Nasses auf seinem Rücken, sie sah ihre Hände an und konnte sehen das sie blutig waren.

Ohne darüber nachzudenken, schlug sie weiter auf seinen Rücken ein, sie registrierte dabei nicht, dass es das Blut von Taehyun war das auf ihren Händen klebte.

Taehyun verstand kein Wort von dem, was Paula schrie in seinen Kopf dröhnte alles und er spürte, wie etwas Nasses an seine Rücken runterlief und an seiner Seite zu Boden tropfte.

Sein Rücken fühlte sich an, als wäre er zerrissen worden er brannte und schmerzte so sehr, dass er sich kaum konzentrieren konnte.

Die Frau, die er bis vor einigen Minuten noch für tot gehalten hatte, schlug immer wieder auf seinen Rücken und ihm war klar, dass sie wollte das er von ihr runter ging.

Langsam versuchte er aufzustehen, aber ihm war ganz schwindelig, außerdem verschwamm immer wieder alles vor ihm, alles um ihn herum schien langsam zu verschwinden.

Irgendwie schaffte er es aber noch Paula über den Kopf zu streicheln, er lächelte und sagte:

"Ich habe dich vermisst."

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