Peter hatte sich von den anderen abgewendet und ging nun wieder zurück.
Alle waren geschockt, aber auch nicht sonderlich überrascht über seine Reaktion, Huening Kai hatte seit dem Vorfall kein Wort gesprochen, in seinen Kopf war alles wie leer und er starrte benommen zu Boden. Soobin hielt ihn noch immer fest er hatte Angst, dass er ihn davonlaufen würde, wenn er ihn loslassen würde.
Wenn er ihn ansah, erinnerte er sich daran das Beomgyu tot war und dass er schuld war, deswegen sah er einfach keinen mehr an und starrte einfach auch auf den Boden.
Mizuki zupfte Yeonjun vorsichtig an seinem Ärmel, der reagierte nicht sofort und sie machte es noch einmal etwas stärker.
Verwirrt wandte er sein verheultes Gesicht ihr zu, ganz leise, dass es sonst niemand hören konnte, flüsterte sie ihm zu:
"Jemand muss Peter begleiten."
Als Yeonjun so darüber nach dachte war es sich ziemlich sicher, dass sie recht hatte. Zwar hatten sie ihm eine Waffe überlassen, aber alleine würde er vielleicht irgendeine Dummheit machen und das hätte Beomgyu sicher nicht gewollt.
"Aber wer...", er stockte kurz, als er in ihre Augen sah.
"Du meinst wirklich?", fragte er sie.
Sie nickte ernst.
"Aber ich bin der Nutloseste hier."
Energisch schüttelte sie nur ihren Kopf, sie wusste genau, auch wenn sie irre werden würde, dass er der richtige war der Peter beistehen könnte.
"Wenn du meinst", zögerlich stimmte er ihr zu.
"Hey Leute", sagte er nun so laut das es alle hören konnten.
Neben Huening Kai zuckten Soobin kurz zusammen, weil er nicht damit gerechnet hatte, dass jemand etwas sagen würde.
Alle sahen nun Yeonjun an der leicht verunsichert wirkte.
"Ich werde Peter begleiten."
"Was?", fragte Taehyun ihn der nicht verstehen konnte wie Yeonjun überhaut in seinen Zustand auf die Idee kommt das er irgendjemanden helfen konnte.
Das Bild von Beomgyu der auf den Boden lag schoss ihm in den Moment durch den Kopf, er wollte nicht auch noch ihn verlieren.
"Jemand sollte auf ihn aufpassen", antwortete der ihm etwas mehr entschlossen als davor.
"Und du denkst das du in deinen Zustand der richtige bist", entgegnete Taehyun ihm.
Da mischte sich Mizuki in das Gespräch ein und sie warf ein:
"Ja, ich denke, dass er genau der richtige ist."
Taehyun wirkte immer noch nicht überzeugt er starrte besorgt Yeonjun an.
"Sag mir jemanden der eher mit ihm mitgehen sollte", antwortete sie ihm nach einer kurzen Pause.
"Ich...", murmelte Taehyun in sich hinein, er wollte eigentlich am liebsten das alle zusammenbleiben würden und keiner von ihnen irgendwo hin geht, wie sollte er es verkraften noch einen geliebten Menschen zu verlieren.
Aber sein Blick wanderte über die anderen, Woojin kannte sich zu wenig mit Gefühlen aus, als das er Peter helfen konnte. Soobin und Katharina waren beide in gewisser Weise unberechenbar, wenn es ihnen nicht gut ging. Mizuki war noch verletzter, als Yeonjun und er selbst wollte, einfach nur bei Huneing Kai bleiben.
Mizuki zog ihre Augenbrauen hoch und gab Taehyun damit zu verstehen, dass sie genau wusste, was er dachte.
Sie hatte jeden einzelnen seitdem sie Katharina miteinander verlinkt, hatte so genau kennengelernt, dass ihr keiner etwas vormachen konnte. Nur bei Soobin war sie sich manchmal etwas unsicher, er konnte Dinge viel besser verstecken als die anderen. Besorgt sah sie kurz zu ihm rüber, er schien etwas zu verheimlichen.
Beomgyu hatte sich zuletzt so benommen, als würde etwas mit Soobin nicht stimmen, daran hatte sie bemerkt, dass etwas mit ihm nicht in Ordnung war.
Irgendwie musste sie herausbekommen, was es war, wenn sie daran dachte, erschauerte ihr ganzer Körper.
Woojin hatte Yeonjun die Pistole überlassen, die sie von der schrecklichen Frau mitgenommen hatten, mit schmerzendem Bein ging Yeonjun in die Richtung in die Peter gegangen war.
Eigentlich hatte er keine Kraft mehr und seine Welt schien langsam aber doch vor ihm zu verschwimmen, erschöpft setzte er sich auf den Boden lehnte sich gegen die Wand.
Was hatte sich Mizuki eigentlich dabei gedacht, dass er mitgehen sollte.
Irgendjemand kam auf ihn zu und beugte sich zu ihm runter:
"Was machst du hier?", fragte ihn Peter verwundert.
"Ich bleib bei dir", antwortete er nur erschöpft.
Seine Augen füllten sich mit Tränen als er seinen Kopf hob und in die dunkelbraunen Augen von Peter sah. Diese waren rotunterlaufenen und es liefen ihm Still Tränen über das Gesicht.
Bis jetzt hatte er die Ähnlichkeit, die von den beiden Zwillingen eindeutig nicht zum Übersehen war, nicht so wirklich war genommen, aber für einen kurzen Moment war er sich unsicher, ob das nicht doch Beomgyu vor ihm war.
"Danke", flüsterte dieser und wischte sich mit den Armrücken die Tränen weg.
Das brachte aber nicht viel, weil sie weiterliefen und liefen und nicht mehr aufhören wollten.
Erleichtert war Peter darüber, dass ihm jemand gefolgt war, er war sich so hilflos und alleine vorgekommen, als er los gegangen war. Und als er einige Biegungen genommen hatte, wusste er nicht einmal mehr, ob er die richtige Entscheidung getroffen hatte.
Deshalb hatte er umgedreht und war zurückgegangen, aber da hatte er Yeonjun am Boden sitzen gesehen das hatte ihn sehr beruhigt.
Intuitiv zog Yeonjun ihn in eine Umarmung und beide schienen gerade erst richtig zu bergereifen, dass der Bruder und ein wichtiger Freund gestorben war.
So saßen sie da und weinten still, Yeonjun klopfte beruhigend auf den Rücken von Peter.
Ziemlich lange hatten die beiden so dagesessen, bis Peter leise mehr zu sich sagen sagte als zu Yeonjun:
"Ich bin schuld an den Tod meines Bruders."
Yeonjun war über diese Aussage so geschockt, dass er ihn abrupt von sich wegdrückte.
"Nein, keiner ist schuld es war ein Unfall."
"Es war kein Unfall, wenn ich nicht gewesen wäre, hätte Huening Kai niemals einen Menschen erschossen."
"Das verstehe ich nicht."
Mit gesenktem Kopf kniete Peter jetzt vor ihm und starrte ihn ernst an, er meinte es scheinbar wirklich ernst.
"Huening Kai wäre noch so wütend gewesen, er hätte nie...", das ganze ging in ein Schluchzen über und Yeonjun legte seine Arme auf seine Schultern.
Er wollte jetzt unbedingt wissen was passiert war, ernst sah er Peter an und forderte ihn vielleicht etwas zu grob auf:
"Erkläre mir das bitte."
Erst reagierte er gar nicht auf ihn und dann nickte er vorsichtig.
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WAHRSCHEINLICH
FanfictionDer Kopf des jungen Mannes tut so sehr weh fast schon als würde er in tausend Stücke zerspringen. Die starken Schmerzen durchbohrten ihn so sehr, dass es ihn dazu brachte aus einem Zustand aufzuwachen, aus dem man dachte, dass es unmöglich war. Ein...
