Nachdem ich leise die Tür zu Emilias Zimmer geschlossen hatte, flüsterte ich, um die kleine nicht zu wecken, „Ich sollte jetzt gehen.". Schnell zog ich meine Schuhe an und wollte dann nach der Türklinke der Haustüre greifen, als sich Andreas Hand auf meine legte. „Lia bitte geh nicht." hauchte er, „Ich sollte wirklich gehen.", wiederholte ich mich, „bitte" flehte Andreas, seine Hand lag immer noch auf meiner. Er strahlte so eine positive Wärme aus, wie er es schon immer getan hatte, er hatte mir früher immer Geborgenheit gegeben und das wichtigste er hatte mich getröstet wenn es mir schlecht ging.
Für einen kurzen Moment, hatten mich alte Erinnerungen überrollt, die ich jedoch schnell beiseite schob. „Ok."seufzte Andreas schließlich, „ich lasse dich gehen, aber nur unter einer Bedingung." „Und die wäre?" wollte ich neugierig wissen. „Du und ich, wir beide gehen morgen Abend essen.", dann blickte er mich durch seine brauenden Augen an, „Ich hole dich selbstverständlich von dir zuhause ab, insofern du noch in dem alten kleinen Haus wohnst." lächelte er mich zaghaft an. „Ja gerne und ja ich lebe dort noch." antwortete ich ihm und lächelte ihn ebenfalls schüchtern an, am liebsten hätte ich mich gerade echt geohrfeigt, da ich mich gerade so benahm als wäre es unser aller erstes Date überhaupt. Andreas lies mich meine Hand schließlich los und zog mich dann in eine innige Umarmung. „Bis morgen." zwinkerte er mir zu, ehe ich aus der Tür trat, „Ich freu mich schon drauf." sagte ich noch lächelnd und drehte mich zum gehen um.
Als ich zuhause angekommen war, merkte Becks sofort was los war, „Omg Lia was hat er gesagt, du hast nicht ohne Grund dieses dämliche Dauergrinsen im Gesicht.", „Ich ich habe morgen Abend ein Date mit Andreas.", brachte ich immer noch nicht ganz fassend, was passiert war heraus. „Ahhh, das ich ja großartig." Quietschte sie mir ins Ohr, „Vielleicht kannst du mich ja dann auch irgendwann mal Chris vorstellen." fügte sie noch leise hinzu, da es ihr peinlich zu sein schien, aber so kannte ich meine beste Freundin, Rebecca war in allem was sie tat direkt und ehrlich. „Natürlich, nachdem ich ihn mal kennengelernt habe, Andreas hat ihn mir irgendwie verheimlicht." lachte ich. „Hast du heute irgendetwas geplant?" fragte mich Becks, „Nein eigentlich nicht." gab ehrlich ich zu, „Na dann weiß ich schon was wir machen werden." sagte sie und klatschte dabei erfreut in die Hände, „wir hübschen werden jetzt erst einmal shoppen gehen, wir wollen ja das du Andreas morgen umhaust."
Nachdem wir in der Innenstadt von Herford angekommen und mein Auto erst einmal in einem Parkhaus abgestellt hatten, schlenderten wir gemütlich von Laden zu Laden.
„Was hältst du von dem hier?" fragte Becks mich und Strecke mir dabei einen Overall entgegen, ich musterte ihn von oben bis unten, „ich weiß nicht, aber probieren schadet ja nicht." sagte ich und nahm ihr das Kleidungsstück ab, nur um damit in eine Umkleidekabine zu gehen. „Ich hatte es zwar nicht gedacht, aber es sieht großartig aus." stellte ich fest, als ich den Vorhang , der Kabine mit einem Ruck Aufriss. „Also ich würde mal sagen wir sind fündig geworden." pflichtete mir Becks bei. Zum Overall passend kauften wir auch noch ein paar hohe Schuhe, obwohl ich eigentlich genug Paare besaß, dennoch ich liebte diese Dinger und außerdem war ich mit meinen 1,65 Metern nicht grad die größte und somit auch fast gute zwei Köpfe kleiner als Andreas.
Kurzerhand entschlossen Rebecca und ich uns noch einen Film im kino anzusehen, denn ich hatte schon lange nicht mehr so viel Zeit mit ihr verbracht und das letzte mal zusammen im Kino waren wir seit Jahren nicht mehr.
„So viel Spaß hatte ich seit Jahren nicht mehr." sagte ich, als wir wieder im Auto saßen, zwar etwas erschöpft aber dennoch glücklich. „Das müssen wir auf jeden Fall wiederholen.", „Ja auf jeden Fall, in München ist es so langweilig ohne dich." Sagte meine Sandkastenfreundin. „Aber genug getrauert, jetzt bin ich ja hier und ohne mich wärst du nie auf Andy zugegangen, also nicht verzagen Becky Fragen." lachte sie, „Andreas wird morgen sicherlich große Augen machen." fügte sie noch hinzu, bevor sie aus dem Fenster blickte. „Ja und dafür bin ich dir auch unendlich dankbar." flüsterte ich ihr zu, doch Becks war längst im Land der Träume, da sie tatsächlich eingeschlafen war. „Ohne dich wüsste ich echt nicht was ich tun würde."
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By your side || EhrlichBrothers
Fanfiction„Ich werde immer an deiner Seite sein, vergiss das nicht." sagte Andreas, ehe er mich alleine zurück ließ.
