Bärenhunger

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„Ich hoffe es doch." sagte Andreas, der sich nun am Gruppenkuscheln beteiligte. „So, auf was habt Ihr Lust, sollen wir essen gehen oder doch lieber etwas eigenes kochen?" fragte er seine zwei Jungs, die ein einstimmiges „Kochen" grölten. „Und was genau wollte ihr haben?" stellte ich ebenfalls eine Frage, „Pizza natürlich." lachte Max und setzte sich zu seiner kleinen Schwestern in den Wagen, „Da kann ich ihm nur zustimmen." sagte Konstantin, ehe er ebenfalls im Auto verschwand. „Da hast du die beiden gehört, aber wir müssen noch einkaufen, in meinem Kühlschrank herrscht nämlich gähnende Leere.", „Nur zu gut das mein Kühlschrank das Gegenteil von deinem ist." kicherte ich, legte meine Hände in Andreas Nacken und zog ihn zu mir herunter, nur um ihn leidenschaftlich zu küssen, „Ich würde sagen wir fahren zu mir." fügte ich noch hinzu, nachdem ich mich von Andy gelöst hatte.
„Wenn ihr uns beim Kochen helfen wollt, dann wascht euch die Hände und geht schon mal in die Küche, ihr wisst ja wo alles ist. Ich bring Em noch schnell ins Bett." wies ich meine drei Männer an, zog meine Schuhe aus und ging mit der kleinen auf dem Arm in mein Schlafzimmer. Dort legte ich sie in mein Bett, deckte die zu und hauchte ihr einen Kuss auf die Stirn, dabei war ich so leise und vorsichtig wie möglich, um sie nicht aufzuwecken, denn sie war bereits im Auto eingeschlafen.
„Lia, wir sind fertig." rief Konstantin aufgeregt und hüpfte dabei wie ein Flummi auf und ab, „Das freut mich, gib mir bitte noch eine Minute." sagte ich lächelnd und zog noch meine Jacke aus. „Andreas holst du bitte die Zutaten für den Teig, sie stehen immer noch da, wo sie früher auch standen.", „Sehr gerne." sagte er und hauchte mir auf dem Weg zur Speisekammer einen Kuss auf den Mund. „Und jetzt zu euch zwei Rabauken, wollt ihr Schürzen oder geht das so?" wollte ich von Max und Konstantin wissen. „Ich hätte gerne eine." „Ich auch." nachdem die beiden sich erneut einig waren, band ich beiden die Schürze um und richtete Bretter und weitere Sachen her, die man zum schneiden und belegen der Pizza brauchte. Doch als der Klang meines Klaviers aus dem Wohnzimmer zu uns drang, zog mich dieser magisch an, weshalb ich alles stehen und liegen lies und den Jungs ins anliegende Zimmer folgte.

Während Andreas Söhne sich vor ihren Vater auf den Boden setzten und ihm beim spielen zuhörten, verweilte ich im Türrahmen und schloss meine Augen, ich wollte den Moment genießen

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Während Andreas Söhne sich vor ihren Vater auf den Boden setzten und ihm beim spielen zuhörten, verweilte ich im Türrahmen und schloss meine Augen, ich wollte den Moment genießen. Nachdem auch der letzte Ton, des mir unbekannten Liedes verstummt war, öffnete ich meine Augen wieder. „Solltest du nicht die Zutaten holen?" fragte ich Andreas leicht tadelnd, aber dennoch mit einem Lächeln auf meinen Lippen, „Ja, aber die Tür stand auf und ich konnte nicht glauben, dass du es tatsächlich behalten hast." seufzte Andreas, „Natürlich ich habe ich das, ich sitze Abends oft dort und klimpere einfach über die Tasten.", „Was heißt da bitte du klimperst, du spielst richtig gut." sagte Andreas, der mir durch Zeichensprache zu verstehen gab, das ich mich neben ihn setzen sollte. Dann hob er meine rechte Hand vorsichtig an und legte sie auf die Tasten, „Spielst du uns bitte etwas vor." bettelte er und schaute mich dabei mit seinem unwiderstehlichen Hundeblick an, „Ok, ich mach ja schon." sagte ich und hob abwehrend meine Hände. Dann richtete mich an die immer noch auf dem Boden sitzenden Jungs, „Na ihr beiden habt ihr irgendwelche Wünsche?" „Oh ja." sagte Maximilian und klatschte dabei in die Hände, „Könntest du bitte das Lied von Fluch der Karibik spielen, ich hab es gestern angeschaut und es ist so cool." er war sichtlich stolz darauf, dass er nun zwölf war und somit auch solche Filme sehen durfte. „Dein Wunsch sei mir Befehl."

Während ich die letzten Töne spielte, begann es draußen stark zu Gewittern und der Regen prasselte wie wild von außen  gegen das Fenster. Willkommen im "Goldenen Oktober", wo das Wetter immer unbeständiger wird. „So Jungs, jetzt wird aber gekocht, ich hab nämlich einen Bärenhunger." passend zu meinem gesagten, knurrte mein Bauch einmal laut, was alle anwesenden zum Lachen brachte. Elegant schwang ich mich vom Klavierhocker und machte mich auf den Weg in die Küche, wage konnte ich noch ein, „Papa du hast echt untertrieben, Lia spielt nicht nur sehr gut. Sie spielt fantastisch." wahrnehmen.

Danke für die tolle Unterstützung von euch allen ❤️🙈und ganz besonderer von wxrldofbooks Jujuli05 AnnaEhrlich und magic_firebird_siri ❤️

By your side || EhrlichBrothersWo Geschichten leben. Entdecke jetzt