„Chris ist schon ok." seufzte ich und griff nach Andreas Hand, „Bist du dir sicher?" fragte dieser, während mich alle drei Anwesenden besorgt anblickten. „Ja mir geht's gut und er führt bestimmt nichts Böses oder sonstiges im Schilde." sagte ich, ehe ich Andy Richtung Ausgang hinter mir her zog. Doch egal wie überzeugend ich meine Ansprache gehalten hatte, sie würden mir nicht glauben, denn ich glaubte meinen Worten noch nicht einmal selbst. Simon war nicht zu unterschätzen, egal was er plante, er würde immer einen Weg finden und sich selbst zuvor absichern.
„Leute, ich würde zwar gerne mit euch noch ein bisschen länger plaudern, aber ich muss Emilia vom Kindergarten und danach die Jungs von der Schule abholen, da Sabine verreist ist. Eigentlich sollte sich meine Schwiegermutter um die drei kümmern, aber Tabea steht auf meiner Seite und ist der festen Ansicht, das ich mit den Kids so viel Zeit wie möglich verbringen sollte, weshalb ich sie bis heute Abend bei mir habe." sagte Andreas und schaute dabei traurig, aber dennoch glücklich, da er seine Kinder immerhin sehen konnte. „Das klingt doch großartig, wenn es dir nichts ausmacht, würde ich gerne mitkommen." sprach ich meinen Wunsch aus. „Und was ist mit euch beiden?" fragte Andy an Rebecca und Chris gewannt, die sich kurz anblickten und das schon fast gleichzeitig ein „Wir wollen euch nicht stören." herausbrachten, was Andreas und mir ein herzhaftes Lachen entlockte. „Na dann viel Spaß euch beiden." kicherte ich, ehe wir uns mit einer Umarmung voneinander verabschiedeten.
„Lia." quickte Em, nachdem Andreas und ich im Kindergarten angekommen waren und das Gruppenzimmer betreten hatten. Anstatt ihren Vater zu begrüßen lies sie ihn einfach links stehen, rannte an ihm vorbei und sprang mir in die Arme, dabei legte sie ihre kleinen Ärmchen um meinen Hals und drückte mich an sich. „Guten Tag Andreas." begrüßte ihn währenddessen eine rothaarige Erzieherin um die vierzig, doch auch sie lies ihn ebenfalls stehen und kam auf mich zu. „Sie müssen wohl Lia sein." meinte sie lächelnd, „Ja das bin ich, aber eigentlich heiße ich Sophia, Lia ist sozusagen nur mein Spitzname." entgegnete ich und reichte ihr meine freie Hand. „Ich bin Silvia." sagte sie, „Emilia redet seit ein paar Tagen nur noch von Ihnen." „Echt? Und was wenn ich fragen darf." wollte ich neugierig wissen, „Hauptsächlich das sie ihren Vater heiraten werden, weshalb ich Ihnen noch alles gute sagen wollte und natürlich dass die kleine sie sehr vermisst hat." Nachdem Silvia ihren Satz beendet hatte, musste ich schmunzeln, „Ach kleine, dein Vater und ich werden nicht heiraten, so schnell geht das nicht." sagte ich und strich ihr dabei über den Kopf. „Aber du bist doch meine zweite Mami." schluchzte sie, wobei sich ihre großen braunen Augen mit Tränen füllten. Mir fehlten die Worte, weshalb Andreas das Reden übernehmen musste, „Schatz, Lia und ich, wir werden heiraten, aber erst wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist." sagte er, ehe er sich zu der kleinen vorbeugte und ihr etwas ins Ohr flüsterte, was ihr ein ein Lächeln und ein lautes „Ja Papi" entlockte. Auf Nachfrage, was Andreas Em gesagt hatte, schwiegen beide hartnäckig, ja wie sagt man so schön „wie der Vater so der Sohn" nur das es in diesem Fall ein eindeutiges „wie der Vater so die Tochter" war. Emilia war Andreas Mini Version und das in jeglicher Hinsicht. Mit einem „Auf Wiedersehen" verabschiedeten wir uns von Silvia und liefen zum Auto, dabei hielten Andy und ich, Em jeweils an einer Hand so das sie zwischen uns lief. Mir wurde wieder einmal schmerzlich bewusst, wie ich die kleine vermisst hatte.
„Max träume ich?" fragte Konstantin und rieb sich dabei seine Augen, „Hä, was meinst du?" stellte dieser eine Gegenfrage an seinen Bruder, da er seine Augen starr auf sein Handydisplay gerichtet hatte und mich somit noch nicht entdeckt hatte. „Na da neben Papa am Auto, da steht Lia.", „Konsti du spinnst, wir haben seit Jahren nichts mehr von ihr gehört und ich denke nicht, dass sie so plötzlich auftauchen wird. Außerdem auch wenn Mama und Papa jetzt in Scheidung leben, denke ich, dass er es damals eindeutig versemmelt hat. Er hätte echt Glück, wenn Lia ihm verzeihen würde, denn er war echt ein Idiot." sagte Max, der immer noch auf sein Handy blickte. „Ja das war er eindeutig." kicherte und löste mich von Andreas, mit dem ich bis eben noch eng umschlungen auf der Kühlerhaube des Autos gesessen hatte. „Lia?!" nun schaute mich Max verwundert an, ehe er sich seinem kleinen Bruder anschloss und mir stürmisch um den Hals fiel, sodass die beiden mich fast umgehauen hatten, „Du weist gar nicht, wie sehr wir dich vermisst haben." seufzte Andreas ältester Sohn. Während Konstantin nur ein „Bitte geh nie wieder." herausbrachte.
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By your side || EhrlichBrothers
Fanfiction„Ich werde immer an deiner Seite sein, vergiss das nicht." sagte Andreas, ehe er mich alleine zurück ließ.
