Die Aufregung stieg, denn jetzt wurde es ernst.
Ich hatte mein, von Chris ausgesuchtes, Brautkleid an. Passend dazu hatte mir Yvonne, die Stylisten von Chris und Andy, die Haare gelockt und einen wunderschönen Blumenkranz hinein gesteckt. Mein Make-up hatte sie dezent gehalten.
„Du siehst bezaubernd aus." Yvonne lächelte, drückte mich, streckte mich eine Armlänge von mir weg und fügte dann noch ein „Andy wird sicherlich sprachlos sein." Hinzu. Dabei zwinkerte sie mit noch einmal zu und ging dann aus dem Zimmer. Ich drehte mich noch ein paar Mal vor dem Spiegel um mich selbst. Glauben konnte ich es immernoch nicht. Heute würde ich tatsächlich Andreas heiraten!
Ich schaute noch ein letztes Mal in den Spiegel, bevor ich mein Zimmer ebenfalls verließ.
Im Wohnzimmer warteten meine Eltern, Becci und Chris.
Erste Tränen liefen meinem Vater über die Wangen.
„Meine kleine Prinzessin, du siehst so wunderschön aus. Mein kleines Mädchen ist erwachsen geworden. Ich bin so unendlich stolz auf dich."
Meine Mutter zog mich in eine Umarmung.
„Mein Schatz, ich freu mich so, dass du endlich glücklich bist."
Becks, flüsterte mir ein „Ich hab dich lieb." ins Ohr.
Und Chris fehlten einfach die Worte, weshalb ich lachen musste.
„Chris komm schon her."
Meine Aufforderung nahm er gerne entgegen, denn Chris warf sich mir sofort in die Arme.
Meine Mutter und Becks verließen den Raum, um sich unter die Hochzeitsgesellschaft zu mischen.
Aufgeregt lief ich im Raum auf und ab, selbst Chris konnte mich nicht beruhigen.
„Tief ein und ausatmen Lia. Mach mir einfach nach." versuchte mich der Braunhaarige zu animieren. Jedoch ohne Erfolg.
Schließlich beruhigte ich mich von selbst, vor allem, da die Kinder da waren.
„Mein kleines Blumenmädchen komm her, du sieht fabelhaft aus." sagte ich zu Emilia und zog die kleine in eine Umarmung. Ihr Brüder jedoch waren nicht hier. Da diese, wie Chris erzählte ihrem nervösen Vater lieber nicht von der Seite weichen wollten, was mich zum Schmunzeln gebracht hatte.
Chris, der seiner Nichte einen Korb voller Rosen in die Hand gab und dann die andere Hand in seine viel größere nahm, drückte mich noch ein letztes Mal.
Er würde zusammen mit Emilia vor mir und meinem Vater den Gang zum Altar antreten. Danach würden mein Vater und ich folgen.
Wir traten aus dem Haus hinaus in Annas Garten. Eine leichte sommerliche Prise wehte mir entgegen und von weitem war schon das Getuschel und die darauf folgende Stille zu vernehmen, als die Musik einsetzte.
Mit jedem meiner Schritte die mich näher zu Andreas brachten, kämpfte ich gegen meine aufsteigenden Freudentränen. Mein Vater, berührte beruhigend meinen Arm und endlich, kaum hatten wir den Eingang zum Pavillon betreten, konnte ich ihn sehen. Dort stand er in einem dunkelblauen Anzug.
Jamie hinter ihm drückte seine Schulter. Ich blendete in diesem Moment alles um mich herum aus. Ich hatte nur noch Augen für ihn.
In seinen braunen Augen glitzerten Tränen.
Mein Vater blieb kurz vor Andy stehen, lächelte ihm zu, umarmte ihn und sagte etwas zu ihm, was ich nicht verstehen konnte. Dann übergab mich an ihn.
„Du bist die schönste Frau, auf der Welt und ich kann nicht fassen, dass ich dich heiraten darf." hauchte Andy in mein Ohr, als er mich in eine Umarmung zog, mich auf die Wange küsste und meine Hand nahm.
Genau im gleichen Moment, als sich unsere Hände berührten, begann sich etwas in meinem Bauch zu regen. Mein Lächeln wurde breiter und ich begann zu strahlen. Vorsichtig legte ich Andys linke Hand auf meinen Bauch, während seine rechte immer noch in meiner andern Hand verschlungen war. Verwirrt blickte mich dieser an, ehe er das gleiche spürte, was ich so eben gespürt hatte.
Unser Baby hatte sich zum ersten Mal spürbar bewegt.
„Hat... Hat Krümel sich gerade bewegt?" flüsterte Andy und ich nickte nur. Wir waren beide so ineinander vertieft, dass wir die komplette Zeremonie verpasst hatten und erst wieder bei dem Gelöbnis ins hier und jetzt traten.
„Wollen Sie, Frau Sophia Wolf, den hier anwesenden Andreas Reinelt zu Ihrem Mann nehmen?" fragte die Standesbeamtin, „So antworteten sie mit ja."
Ich blickte Andreas, der Liebe meines Lebens, tief in die Augen. „Ja ich will."
„Und wollen Sie, Andreas Reinelt, die hier anwesende Sophia Wolf zu Ihrer Frau nehmen? So antworten Sie ebenfalls mit ja."
Andreas' Lächeln wurde breiter, als er ein lautes „Ja ich will es mehr als alles andere." rief.
Konstantin und Max brachten uns die Ringe und wir steckten diese an.
„Nun erkläre ich Sie offiziell zu Mann und Frau." leicht schmunzelnd, fügte die Standesbeamtin noch ein „Sie dürfen die Braut jetzt küssen." hinzu.
Dies ließ sich Andy nicht zweimal sagen, denn er zog mich näher zu sich und küsste mich leidenschaftlich.
Ich liebte diesen Mann so sehr und nun gehörte er mir.
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By your side || EhrlichBrothers
Fanfiction„Ich werde immer an deiner Seite sein, vergiss das nicht." sagte Andreas, ehe er mich alleine zurück ließ.
