„Lia?" Becks fiel mir quietschend um den Hals, als Andreas und ich Hand in Hand die Garderobe betraten. „Endlich haben wir dich wieder." kicherte sie, um eine Standpauke meiner besten Freundin kam ich dennoch nicht herum. Immerhin hatte ich in Bezug auf Silvester und meiner Wiederkehr etwas gemunkelt. „Schatz lass mich auch mal." Chris schaltete sich ein und zog Rebecca dabei etwas von mir weg, nur um daraufhin ihren Platz einzunehmen. „Schön das du wieder da bist." sagte er und drückte mich einmal kräftig, ehe er mich losließ. „Darf ich vorstellen, dass ist Lia." Andreas wirkte stolz, doch mir war die Situation leicht unangenehm. Um uns herum stand die gesamte Crew. Andy hatte kurzerhand entschlossen mich allen vorzustellen. Erst war ich dagegen gewesen, dennoch hatte er unerbittlich gebettelt. Und als er schließlich seinen Hundeblick anwendete, konnte ich nicht anders und stimme ihm zu. Die Röte stiegt mir ins Gesicht, als mein Freund mich enger an sich zog und vor allen freudestrahlend verkündete, „Sie ist mein Lebensinhalt, also seit bitte nett zu ihr." „Andy, bitte." flüsterte ich kaum hörbar und blickte eingeschüchtert zu Boden. „Entschuldigung!?" leicht wurde ich von der Seite angetippt, „Hey Lia, ich bin Sandy, freut mich dich kennenzulernen." sagte sie und zog mich in eine herzliche Umarmung. „Ich denke ich kann hier für alle sprechen. Wir haben schon so viel von dir gehört." ihr Blick ging zu Andreas. „Wirklich er hat die letzten Tage, Wochen und Monate nur noch von dir gesprochen. Oft ist er dabei einfach in seinen Gedanken abgedriftet und war dann für Stunden nicht mehr ansprechbar." Unweigerlich musste ich kichern, warum erinnerte mich diese Aussage so sehr an mich? Nachdem mich jedes einzelne Mitglied der Crew mit einer Umarmung herzlich in der Familie aufgenommen hatte, verteilten sie sich jeweils in ihre Nightliner. Andreas und ich standen noch eine Weile in dicke Decken gehüllt und aneinander gekuschelt vor dem Bus. Ich hatte ihn gerade erst wieder, dennoch musste ich ihn in weniger als einer Stunde für ein paar Tage ziehen lassen. Zudem grübelte ich schon seit Stunden darüber nach ob, wann und wie ich Andy sagen sollte, dass ich ein neues Herz bekommen würde. „Lia!?", „Hmm?" ich drehte mich zu Andreas und legte meinen Kopf auf seine Brust, sodass ich seinen Herzschlag hören konnte. „Mein Sternchen, ich liebe dich." hauchte er mir ins Ohr, küsste sanft meinen Kopf und zog mich noch enger an sich. „Ich dich auch." Unsere Zweisamkeit genießend standen wir noch ein paar Minuten in der Nacht und blickten in den Sternenhimmel. „Ich sollte gehen, es ist schon spät." seufzte ich, da ich Andreas am liebsten mit einem Strick an mich gebunden hätte.
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„Hey Sternchen." Andreas nahm mein Gesicht zwischen seine Hände, „Ich will nicht das du gehst, ich will das du bei mir bleibst, zumindest heute Nacht." er schaute mich liebevoll aus seinen braunen Augen an. „Andy ich..." abrupt wurde ich unterbrochen, als der Braunhaarige sanft seine Lippen auf meine legte. Das alles war pure Ablenkung. Denn als er sich von mir löste, griff er nach meinen Beinen und warf mich über seine Schulter. „Andy lass mich runter." quietschte ich, doch anstatt auf mich zuhören, steuerte er Richtung Bus. Erst als wir sein Bett erreicht hatten, ließ er mich los. „Da du nun hier bist, kannst du auch gleich bleiben." Andreas lächelte mich siegessicher an. „Bruder, geht das auch leiser." Chris stand mit wild zerzaustem Haar hinter seinem großem Bruder. Dieser hatte anscheinend nicht damit gerechnet, denn aus Andys Kehle drang ein schriller Schrei. Einen Moment stand ich einfach nur da, bevor ich in Gelächter ausbrach. Die Situation war auch einfach zu komisch. Andreas schmollte zunächst. „Schatz es tut mir so leid." kicherte ich und wischte mir dabei einzelne Tränen aus dem Gesicht. „Und Andy. Ich denke ich werde wohl hier blieben, aber nur für eine Nacht." sagte ich, nachdem ich mich einigermaßen gefangen hatte. Warum wickelte mich dieser Mann nur immer und immer wieder um den Finger?